Die Kulturszene in Konstanz hat einen großen Menschen verloren: Felix Strasser ist Donnerstagabend überraschend gestorben. Das bestätigte der enge Freundeskreis sowie die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung HTWG, wo der 41-Jährige im Bereich Theaterpädagogik lehrte. Der nicht nur bei den Studenten hochgeschätzte Felix Strasser war Leiter des Theaters der HTWG Konstanz.

"Ein außergewöhnlicher Mensch und Charakter" 

 „Wir sind fassungslos“, sagt Oliver Haase, Vizepräsident Forschung bei der HTWG gegenüber dem SÜDKURIER in Konstanz. „Felix Strasser wird große Spuren hinterlassen und wir werden ihn nie vergessen.“  Wann immer man Felix Strasser auf dem Hof der Hochschule angetroffen habe, „war er umringt von einer Traube von Studenten. Und von irgendwo hat stets jemand gerufen: Hallo Felix! Das sagt alles über ihn aus.“ Der 41-Jährige sei ein außergewöhnlicher Mensch und Charakter gewesen, „der der Hochschule mit seinem Wirken seinen Stempel aufgesetzt hat“, so Oliver Haase weiter.

Bei den Studenten habe er Begeisterung aufgebaut und die dann mit ihnen geteilt. Er wurde am Donnerstagabend von einem Studenten leblos an seinem Arbeitsplatz vorgefunden. Laut Oliver Haase stellten die Notärzte einen natürlichen Tod fest. „Alle sofort eingeleiteten Reanimierungsmaßnahmen waren leider erfolglos“, so der Vizepräsident der Hochschule, der mit großer Empathie und großem Respekt über Felix Strasser spricht. „Er wird uns fehlen. Wir sind alle geschockt.“

Der Konstanzer OB, Uli Burchardt, zeigt sich in einer Stellungnahme bestürzt: "Die Nachricht vom plötzlichen Tod von Felix Strasser hat mich tief getroffen", sagt Burchardt. Er habe seine künstlerische Arbeit oft bewundert und ihn auch ganz persönlich geschätzt und gemocht. "Felix Strasser wird unserer Stadt mit seiner Offenheit und Herzlichkeit, mit seinem Engagement, seiner Kreativität und seiner künstlerischen Energie fehlen. Seiner Frau und seinen Angehörigen gilt mein tiefes Mitgefühl", ergänzt das Stadtoberhaupt.  

Auch Bürgermeister Andreas Osner äußerte sich gegenüber dem SÜDKURIER: "Der plötzliche Tod von Felix Strasser lässt uns alle fassungslos zurück", schreibt er in einer Stellungnahme. Die Stadt habe nicht nur einen grandiosen Vermittler, Grenzgänger und Gestalter verloren, er habe die Stadt auch immerzu beschenkt und habe mit seinen Projekten jeden Ort in einen vielfältigen, bunten, mit positiver Energie geladenen Kosmos verwandelt. "Wir verlieren einen wunderbaren Menschen. Seine Fröhlichkeit, sein Mut zu Neuem, sein verschmitztes Grinsen wird mir fehlen. Meine Gedanken und meine Trauer sind bei seiner Frau und seinen Angehörigen", so Osner. 

Kreative Ideen

Erst die Therme mit "Liebe macht Nass", dann der Stadtbus: Felix Strasser, Leiter des Hochschultheaters der HTWG, suchte immer nach guten Geschichten an ungewöhnlichen Orten. Als der in Konstanz bekannte "Rote Arnold" 90 wurde, starteten Felix Strasser und sein Ensemble des Hochschultheaters ein ungewöhnliches Projekt rund um die Geschichten seiner Gäste. Mehr dazu erfahren Sie hier

Felix Strasser übernahm am 1. März 2014 die Leitung der Eventproduktion der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung. Der damals 37-jährige Theaterpädagoge trat damit die Nachfolge von Gerhard Dressel an.