Zu gewinnen gibt es zwei Plätze auf der historischen Fähre „Konstanz“ für eine Abendfahrt mit Buffet. Und zwar mit dem „besten Blick auf das gigantische Feuerwerk im Konstanzer Trichter“, heißt es auf der Rückseite der Flyer.

So werben die Stadtwerke für beste Sicht aufs „gigantische Feuerwerk“.
So werben die Stadtwerke für beste Sicht aufs „gigantische Feuerwerk“. | Bild: Kirsten Astor

Gigantisches Feuerwerk?

Genau das steht ja im Zentrum der Kritik. Feinstaub und so. Stadtwerke-Pressesprecher Josef Siebler sieht das auf SÜDKURIER-Nachfrage ganz gelassen: „Die Vorbereitungen für das diesjährige Seenachtfest hatten längst vor dem Klimanotstand-Beschluss begonnen. Daher sind wir auch in die Werbung gegangen. Ob das Feuerwerk 2019 abgespeckt wird, steht bisher noch nicht fest. Es soll klimafreundlicher gestaltet werden, in welcher Form das sein wird, ist Gegenstand von Gesprächen.“

Die Stadtwerke teilen offenbar auch nicht die Meinung unseres Stadtoberhaupts Uli Burchardt, aus dessen Sicht sich das Seenachtfest ohnehin von den Konstanzern entfremdet hat. In großen Buchstaben wird das Motto auf dem Busflyer verkündet: „Ein Fest für uns!“ Tja, es wird wohl die letzte Gaudi in dieser Form werden.

Das gefällt den Stadtwerken anscheinend auch nicht so richtig

Denn auf die Frage, wie das Unternehmen zum möglichen Aus des Seenachtfests ab 2020 steht, schreibt Josef Siebler kurz und sachlich: „Falls die Entscheidung so getroffen wird, tragen wir sie als Tochter der Stadt mit.“ Begeisterung klingt anders. Wie auch immer: Ein Schmunzeln bleibt doch übrig, liest man den letzten Satz auf dem Busflyer. Er endet ungewollt komisch mit dem Hinweis auf die „einmalige Perspektive“ vom Schiff aus. Stimmt, einmalig wird sie wohl bleiben.