Maurizio Caré, Jugendtrainer des SV Litzelstetten, ist jetzt noch beeindruckt. Mit den Eltern des SV Litzelstetten, der Spielgemeinschaft Dettingen-Dingelsdorf und dem DJK Konstanz hat er am Wochenende ein Benefiz-Turnier für den an einem lymphoblastischen Lymphom erkrankten Lukas Träber organisiert.

"Es war überwältigend", sagt er. Der Zuspruch sei sehr groß gewesen, "es waren viele Besucher da, es wurde viel gegessen und getrunken und geredet".

Mehr als 9000 Euro an Spenden für die Familie

Hocherfreut ist Caré auch über das Ergebnis des Benefizkonzerts: Eine Spendenbox, die aufgestellt wurde, ergab 2000 Euro und 650 Schweizer Franken, die Einnahmen aus dem Benefiz-Turnier ergaben weitere etwa 2000 Euro.

Außerdem hatte Maurizio Caré nach einem Facebook-Post eine Spendenmöglichkeit über Paypal eingerichtet, bei der bisher weitere 4500 Euro zusammen kamen – insgesamt kann sich die Familie also über fast 10.000 Euro freuen.

"Die Organisation fängt jetzt allerdings erst an, wir wollen ein Spendenkonto einrichten", erläutert der Trainer. Das sei ihm bei der nun relativ großen Summe an Geld lieber, da es auf diese Weise für alle transparent sei. Die Familie Träber habe dann stets die Möglichkeit, Geld von dem Konto abzurufen, wenn sie es benötige.

Yvonne Träber dankt der ganzen Dorfgemeinschaft

Yvonne Träber, Mutter des erkrankten Lukas, ist auch zwei Tage nach dem Turnier noch sehr gerührt von der Unterstützung, die Lukas und ihre Familie von so vielen Menschen erfährt.

"Ich kam aus den Tränen und Staunen über so viel Anteilnahme nicht heraus", schreibt Yvonne auf Nachfrage des SÜDKURIER.

Das bestätigt Maurizio Caré, der berichtet, dass auch alle verwendeten Produkte beim Benefizturnier gespendet worden seien, von der Bäckerei Kopp, Getränke Lüber, der Metzgerei Hierling und vom Kaufhaus Okle. Die Eltern der Jugendspieler hatten Kuchen gebacken und boten diesen sowie Waffeln an. "Die Dorfgemeinschaft funktioniert, da gibt es keinen Zweifel", sagt Caré.

Lukas selbst konnte beim Benefizturnier nicht dabei sein, ihm sei es am Wochenende nicht so gut gegangen, berichtet seine Mutter, so dass er in Freiburg in der Klinik bleiben musste. Inzwischen gehe es ihm wieder besser.

Auch eine Spülmaschine soll die Familie erhalten

Nicht nur Fußballfans allerdings wollen der Familie helfen. Dieter Sprenger, Prokurist der Firma Actemia in Konstanz, hat nach Lektüre des SÜDKURIER-Berichts angeboten, der Familie im Namen der Firma die gewünschte Spülmaschine zu spendieren. Das dürfte dazu beitragen, zumindest die Alltagssorgen zu reduzieren.