Kurz nach Beginn des Äpfelfeschts hörte der Regen auf und die Sonne blitze hinter den weniger werdenden Wolken hervor. Zwar spielten der Fanfarenzug unter Leitung von Elmar Rudolf und dem Musikverein Dettingen-Wallhausen mit Ilja Werner im Pfarrsaal, aber immer mehr Feiernde nahmen draußen an den flugs aufgebauten Biertischen Platz. So war auch Peter Heckler über den Besucherzuspruch zufrieden. Er hatte kurzfristig die Verantwortung vom erkrankten Zunftmeister der ausrichtenden Narrenzunft Moorschrat, Thomas Gloger, übernommen.

Das Ehepaar Shuang Song und Keshun Zhang kennt das Äpfelfescht noch aus der Zeit, als sie in Dettingen wohnten. "Wir wohnen jetzt in Wollmatingen. Ich habe online gesucht, ob es das Fest noch gibt. Und so haben wir uns entschlossen, es wieder zu besuchen", berichtet Song. Musik und Apfelkuchen sind die Dinge, die ihr am besten gefallen. Ehemann Zhang schätzt besonders den frisch gepressten Apfelsaft und liebt ebenfalls die Musik. "Ich liebe Dettingen", fügt er hinzu. Auch ihr Sohn liebt die Musik. Der Anderthalbjährige nimmt bereits an einem Baby-Kurs der Musikschule teil.

Nicole Kuhn besucht das Fest schon seit drei oder vier Jahren. Seit zwei Jahren spielt ihr sechsjähriger Sohn mit seiner Marschtrommel im Fanfarenzug mit. "Der Takt gefällt mir", erzählt er. Schon auf seiner Baby-Trommel habe er gerne mitgemacht, ergänzt die Mama. Zu seinen Fans gehört auch Oma Paulina Kuhn. "Wir kommen gerne hierher zusammen mit den Kindern", berichtet sie.

Hubert Huber und Lebensgefährtin Gertrud Schrof aus Langerain sind von Anfang an Stammgäste. "Wir kommen oft mit dem Fahrrad. Wir sind auch Mitglieder im Radsportverein", erklärt Schrof. "Es ist immer unterhaltsam. Auf Festen treffe ich Leute, die ich sonst das ganze Jahr nicht sehe", ergänzt Huber.

Auch dieses Jahr verkündete die Narrenzunft das Motto der kommenden Fasnacht: "Very British! God shave the Queen". Schon die Verballhornung "shave" (rasiere) statt "save" (schütze) lässt erahnen, dass deftig-humorige Sprüche erwartet werden.