Die Störung am Bahnübergang in Wollmatingen hält bis auf weiteres an. Das bestätigt ein Pressesprecher der Deutschen Bahn dem SÜDKURIER am Freitagmittag auf Nachfrage. Demnach scheint die Ursache des Problems zwar gefunden, aber: „Für die Instandsetzung bedarf es Bauteile, die wir mit Hochdruck versuchen zu beschaffen“.

Eine Prognose, bis wann die Störung beseitigt sei, gestalte sich deshalb schwierig. „Es könnte bis Anfang der kommenden Woche dauern“, heißt es weiter. Die Nachfrage, ob die Situation am Freitagabend behoben war, beantwortete die Bahn nicht.

Defekt sorgte am Donnerstagnachmittag für Stau im Oberlohn

Der Übergang war seit Donnerstagnachmittag defekt. Eine entsprechende Meldung war gestern um 16.44 Uhr bei der Bundespolizeiinspektion Konstanz eingegangen, so ein Pressesprecher.

Laut Daniel König, Sprecher der SBB GmbH, die den Seehas betreibt, sei es in Folge der Störung zu Verspätungen im Minutenbereich gekommen. Aber auch der Autoverkehr staute sich am Donnerstagabend zeitweise bis weit in die Max-Stromeyer-Straße zurück.

Gefahr für Autofahrer, Radler und Fußgänger?

Probleme hatte es zuvor offenbar mit der Senkautomatik der Bahnschranken gegeben. Die Senkung der Schranken, so Daniel König weiter, habe von den Lokführern deshalb zwischenzeitlich manuell ausgeführt werden müssen. „Aber in einigen Fällen scheint auch das nicht funktioniert zu haben.“

Gesperrt ist der Übergang mittlerweile nicht mehr. Weil das Problem aber auch am Freitagvormittag nicht behoben gewesen sei, müssten Lokführer nun rund fünf Meter vor dem Bahnübergang halten, einen Achtungspfiff abgeben und dann unter besonderer Vorsicht den Bahnübergang in Schrittgeschwindigkeit kreuzen, so König.

Eine Vorgehensweise, die einige Anwohner des Bahnübergangs in Wollmatingen am frühen Freitagmorgen um ihren Schlaf brachte, wie der SÜDKURIER erfuhr.

Nach Angaben der Deutschen Bahn sei mit diesem Verfahren die Sicherheit gewährleistet. Vorsicht ist beim Queren des Übergangs dennoch geboten.

Ärger bei der SBB über wiederholte Störungen

„Für uns ist das ärgerlich, besonders zum Seenachtfest„, sagt Daniel König von der SBB. Er beklagt eine zunehmende Häufung solcher Störungen im Netz der DB. „Denn das ist nicht der einzige Bahnübergang, bei dem das Beheben des Problems länger dauert.“ So gebe es regelmäßig defekte Übergänge auf der Seehas-Strecke.