Im Kerngeschäft haben die Stadtwerke kräftig zugelegt, lautet die positive Bilanz für das Jahr 2017. Die kontinuierliche Erneuerung der Netze für Gas, Wasser und Strom sei eine Investition in die Zukunft. Sie werde auch dieses Jahr fortgeführt, ebenso wie die dezentrale Energieversorgung durch Blockheizkraftwerke, berichteten die Geschäftsführer Kuno Werner und Norbert Reuter sowie die Bereichsleiter Michael Müller und Roland Stader.

  • Glasfaser: Noch gleicht das Glasfasernetz einem Flickenteppich. Und trotzdem steckt ein System dahinter. Überall dort, wo die Straße aufgegraben wird oder Neubaugebiete entstehen, schließen sich die Stadtwerke an und verlegen dort Flatliner. Das ist ein Bündel an Leerrohren, in die bei Bedarf Glasfaserkabel für schnelle Internetverbindungen und Telefonie eingeschoben werden können. Dafür benötigt es in der Stadt und den Teilorten 15 Telekommunikations-Verteiler. Neun davon sind bereits installiert.
Michael Müller zeigt ein Kabel mit seinen Glasfaser Leitungen. Solche Kabel werden bei Bedarf in solche bunten Lehrrohre eingeschoben, wie sie Roland Stader hält. Die Lehrrohre werden in der Regel bei Straßensanierungen und in Neubaugebieten verlegt. Bild: Nikolaj Schutzbach
Michael Müller zeigt ein Kabel mit seinen Glasfaser Leitungen. Solche Kabel werden bei Bedarf in solche bunten Lehrrohre eingeschoben, wie sie Roland Stader hält. Die Lehrrohre werden in der Regel bei Straßensanierungen und in Neubaugebieten verlegt. | Bild: Nikolaj Schutzbach
  • Busse: Seit gut zwei Jahren setzen die Stadtwerke bis zu drei Buszüge auf ihren Linien ein. Mit deren Tauglichkleit sind sie zufrieden, die große Länge bereitet keine Schwierigkeiten. Eine Beschaffung weiterer Buszüge ist prinzipiell eine Option. Allerdings ist der Markt unbefriedigend, da es nur zwei Hersteller für Zugfahrzeuge gibt und einen für den Anhänger. Daher werden vorerst nur die klassischen Solo- und Gelenkbusse beschafft.
  • Anbau: Das Betriebsgebäude der Fähre in Staad bekommt einen Anbau. Baubeginn ist noch 2018. Zukünftig erhalten dort 30 angehende Binnenschiffer ihre technische Ausbildung.
  • Fähre: Derzeit wird auf einer Werft in Hamburg das 14. Fährschiff für die Verbindung nach Meersburg gebaut. Es soll 2020 erstmals verkehren. Die wohl wichtigste Besonderheit ist, dass das Schiff mit Flüssiggas betrieben wird.
  • BSB: Die Bodensee-Schiffsbetriebe planen die Beschaffung eines weiteren Schiffs. Es könnte im Jahr 2020 seine Jungfernfahrt haben. Voraussetzung ist, dass der günstigste Anbieter Kapazität frei hat. Falls nicht, könnte die Inbetriebnahme erst 2021 sein. "Wirtschaftlichkeit geht vor Zeit", bekräftigte Norbert Reuter.
  • Bäder: Der Bau des neuen Schwaketenbads hat mittlerweile begonnen. Die Eröffnung ist für Herbst 2019 geplant, das Richtfest für 23. November diesen Jahres. Gegenüber den Planungen von 2016 gilt es eine deutliche Baupreissteigerung zu verkraften. Die Niedrigzinspolitik könne möglicherweise diese Mehrkosten ausgleichen. In der Bodensee-Therme investiert die Bädergesellschaft dieses Jahr in einen Salzraum.
Kuno Werner und Norbert Reuter – hier vor einem Roten Arnold – haben die Geschäftsbilanz der Stadtwerke Konstanz vorgestellt. Im Hintergrund ist die große Gaskugel zu sehen. Bild: Nikolaj Schutzbach
Kuno Werner und Norbert Reuter – hier vor einem Roten Arnold – haben die Geschäftsbilanz der Stadtwerke Konstanz vorgestellt. Im Hintergrund ist die große Gaskugel zu sehen. | Bild: Nikolaj Schutzbach
  • Anzeiger: 58 dynamische Informationsanzeiger werden die Stadtwerke bis zum Jahr 2020 an Haltestellen mit mindestens 60 Haltevorgängen pro Tag aufstellen. Für Norbert Reuter ist deren Komfort höher einzuschätzen, als die Information über eine Smartphone-App. So genüge ein Blick auf die Tafel.
  • Gas: Nach Konstanz führt nur eine Gasleitung. Das ist für den steigenden Bedarf zu knapp. Im nächsten halben Jahr soll eine Untersuchung ergeben, ob eine zweite Leitung aus der Schweiz herangeführt wird oder ein großer Speicherstandort entsteht. Letzterer benötige die Fläche von ein bis zwei Fußballfeldern.
  • Radolfzell: Die Bodensee-Hafen-Gesellschaft wirkt bei den Planungen zur Ufergestaltung in Radolfzell mit. Sie baut die Gastronomie an der Mole.
  • Smart Benches: Das sind Multifunktionsstationen mit E-Ladeinfrastruktur und WLAN-Hotspot. Das neue Projekt sieht vor, die Zahl der E-Ladestationen deutlich zu erhöhen.
  • Verluste: Das Frischwassernetz ist deutlich dichter. Der Verlust durch unkontrolliert abfließendes Wasser konnte um fast ein Fünftel verringert werden.