Konstanz Aus neuen Medien wird Kunst

25 Studenten stellen zwei Tage lang im Neuwerk Kunstwerke unter dem Titel „Another # in the wall“ im Neuwerk aus

Hashtag hier, Hashtag da – die Rautenzeichen sind aus dem Internet nicht mehr wegzudenken. An etwas ungewöhnlicher Stelle taucht das Doppelkreuz nun aber doch auf. „Another # in the wall“ (Noch ein Hashtag in der Wand) heißt die Kunst-Ausstellung der 25 Konstanzer Studenten aus dem Fachbereich Literatur-Kunst-Medien. Sie haben das Telefontasten-Zeichen zum Symbol ihres Projektes gemacht, das sich mit den neuen Medien und deren Rolle in der Kunst auseinandersetzt. Film, Fernsehen, Audioquellen, soziale Netzwerke – mit all diesen Medien befassen sich die Studierenden in ihren sieben Installationen und verwenden sie auch als künstlerische Mittel.

Warum ein Hashtag als Symbol des Projektes und kein Fernseher oder eine Fernbedienung? Um die Beweggründe der Studenten zu verstehen, gilt es die Bedeutung des Hashtags zu kennen. Der Begriff setzt sich aus zwei englischen Wörtern zusammen: Das Wort Hash (Doppelkreuz/Raute) und das Wort Tag (Markierung) erklären übersetzt schon, wofür das Zeichen verwendet wird. Viele Nutzer innerhalb sozialer Netzwerke bedienen sich des Doppelkreuzes, um Begriffe als Schlagwörter hervorzuheben – als persönliche Kennzeichnung und auch um jene Wörter in der Schlüsselwortsuche für andere zugänglich zu machen. Zum Beispiel so: #südkurier #neuwerkausstellung #medien.

Samantha Schramm, Medienwissenschaftlerin an der Universität Konstanz und Leiterin des Kunstprojekts, erklärt: „Für uns ist der Hashtag ein Element, das für das Transformieren von Inhalten und das Zirkulieren von Informationen steht.“ Die Dozentin begleitet das Projekt seit Beginn vor einem Jahr gemeinsam mit Konstanzer Künstler Boris Petrovsky und Philipp Fraund aus dem Medienlabor der Uni. Schramm verrät, dass die jungen Künstler das Zeichen auf so manche Art in ihre Werke eingebaut haben. Neben der Raute beziehen sie sich auch auf andere aktuelle Trends, wie Studentin Verena Niepel sagt. Die 23-Jährige erklärt, dass auf die Besucher viele Interaktions-Möglichkeiten warten. Wer möchte, kann sich in die Projekte einbinden lassen, mitmachen, selbst erleben. Der interaktive Aspekt des Projektes knüpft an eine frühere Ausstellung des Medienlabors der Uni an. Neu ist beim aktuellen Projekt vor allem die Unterstützung und Mitarbeit von Boris Petrovsky, einem Künstler, der mit Installationen arbeitet. Für die Studenten war es eine Begegnung auf persönlicher Ebene, so Verena Niepel.

Die Ausstellung: Vernissage am Donnerstag, 5. Februar, 19 Uhr, Eintritt frei. After-Party ab 22.30 Uhr in der Neuwerk-Kantine, Eintritt: fünf Euro. Die Ausstellung ist am Freitag, 6. Februar, und am Samstag, 7. Februar jeweils von 11 bis 19 Uhr zu sehen. Informationen gibt es im Internet auf der Facebook-Seite „Another # in the wall“

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