Das Hochwasser im Juni und Juli, das eine Pegelmarke von zuletzt 5,12 Metern erreichte, hat im Stadtgebiet Konstanz einige Schäden hinterlassen. Die Gefahr, dass der Seepegel noch einmal relevant ansteigt, ist hingegen eher klein: Derzeit beträgt der Pegel in Konstanz rund 4,50 Meter, Tendenz sinkend. Die größten Schäden habe es am Seeuferweg gegeben, berichtet Birgit Rinklin, zuständig für die Straßenunterhaltung bei den Technischen Betrieben der Stadt. Dort seien am Seeuferweg im Bereich der Therme Steine und Kies aus dem See angeschwemmt worden. Gleichzeitig sei der Kies, den die Stadt dort ausgelegt habe, weggeschwemmt worden. Deshalb hätten die Technischen Betriebe dort neuen Kies ausbringen müssen.

Ähnlich sieht es im Herose-Park, im Stadtgarten sowie an der Uferlinie in Klein Venedig von der Kunstgrenze bis zum Sealife aus. Im Stadtgarten sei beispielsweise zwischen Rondell und Vogelhäuschen der Uferbelag auf einer Breite von 1,50 Meter fortgeschwemmt gewesen. "Dort haben wir den Kies wieder aufgefüllt", sagt Rinklin. Im Moment seien die TBK noch am Seeuferweg mit der Schadensbereinigung befasst. Außerdem seien die Schäden in der Nähe der Kunstgrenze nicht beseitigt, weil nach einem ergiebigen Regen der Pegelstand zwischenzeitlich wieder bei 4,70 Meter lag. "Wir hätten die Stelle sonst zwei Mal bearbeiten müssen", so Rinklin. An der Uferlinie im Tägermoos habe es keine Schäden gegeben.

Bäume und Sträucher standen an allen Uferwegen einige Wochen unter Wasser. Allerdings seien dabei wenig Schäden entstanden, erklärt Gerhard Majer, zuständig für Bäume im Stadtgebiet bei den TBK. "Im Wollmatinger Ried ist eine Weidengruppe weich geworden und in der Folge umgekippt."

Auf der Reichenau hat das Hochwasser offenbar kaum Schäden hinterlassen, wie Michael Weltin, stellvertretender Bauhofleiter, auf Nachfrage berichtet. Am Yachthafen hätten die Stegköpfe etwa 20 Zentimeter unter Wasser gestanden. Dort baute der Bauhof kleine Stege, damit die Passagiere die Kursschiffe erreichten.

Seepegel-Stände

Von Anfang Mai bis Mitte Juni stieg der Bodenseepegel in Konstanz um mehr als 1,12 Meter. Der Höchstwert lag im Juni schließlich bei 5,12 Meter, so dass Überschwemmungen an verschiedenen Uferwegen gab. Die Hochwassermarke liegt bei 4,80 Meter. Beim Jahrhunderthochwasser 1999 hatte der Pegel einen Höchststand von 5,65 Meter. (löf)