Aus dem Wettbewerb des Branchenverbands Bitkom ist Konstanz zwar ausgeschieden, eine digitale Stadt will Konstanz trotzdem werden. Das ist das einhellige Signal aus Politik und Verwaltung, nachdem feststeht, dass es Konstanz nicht in die Endrunde des Verfahrens geschafft hat. Schon jetzt habe der Wettbewerb gezeigt, wie viele Akteure es beim Thema Digitalisierung in der Stadt gebe und welch große Kompetenzen versammelt seien, sagte Oberbürgermeister Uli Burchardt. Mit Blick auf all die anderen laufenden Zukunftsprojekte und Handlungsprogramme von Wohnen über Radverkehr bis Wirtschaft sei es vielleicht auch gar nicht so schlecht, dass sich die Stadt nun nicht mehr von eine Wettbewerb treiben lassen müsse.

Dass Digitalisierung dennoch ein zentrales Zukunftsthema ist, betonten in einer Sitzung des Wirtschaftsausschusses Politiker verschiedener Parteien. Auch die Wirtschaftsförderung will das Thema weiter vorantreiben und die bereits entstandenen Netzwerke und Kooperationen fördern. Zugleich wurde deutlich, dass schnelle Glasfaserleitungen zum Datentransfer eine Grundvoraussetzung sind, damit ein Standort gegen die Konkurrenz bestehen kann. Bei der Digitalisierung der Verwaltung und der Bürgerkommunikation sieht Burchardt die Stadt Konstanz schon jetzt gut aufgestellt: In ihrem neuen Serviceportal biete sie als erste Kommune in ganz Baden-Württemberg alle Leistungen an, bei denen dies im Südwesten bisher möglich ist.

Begeistert zeigte sich Wirtschaftsförderer Friedhelm Schaal vom Rückhalt aus der Wirtschaft und von Konstanzer Institutionen beim Wettbewerb Digitale Stadt. In zahlreichen Unterstützungsschreiben hätten die Partner bewiesen, dass ihnen das Thema wirklich am Herzen liege. Zugleich habe sich gezeigt, dass es für manches, was der Wettbewerb des Branchenverbands Bitkom erst fördern will, in Konstanz längst eine funktionierende Lösung gebe. "Wir haben diesen Wettbewerb immer als ein Training gesehen, und diesen Effekt haben wir auch mitgenommen", erklärte Friedhelm Schaal.

Von der Politik hat die Wirtschaftsförderung den Auftrag bekommen, den Wettbewerb weiter zu beobachten und herauszufinden, was die Erfolgsfaktoren der noch zu kürenden Siegerstadt waren. Dass Bitkom den ausgeschiedenen Teilnehmern erklärt, warum sie nicht weitergekommen sind, sei unwahrscheinlich, sagte Schaal. Aber auch über die erste Phase des Wettbewerbs hinaus wolle Konstanz immer weiter dazulernen, betonte er. Wer von den verbleibenden Kandidaten Darmstadt, Heidelberg, Kaiserslautern, Paderborn und Wolfsburg am Ende den Sieg davontragen, soll im Juni bekanntgegeben werden.


Das neue Service-Portal der Stadt für Bürger und Gewerbetreibende:

https://service.konstanz.de

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