Konstanz Andreas Osner: Wir müssen unsere Kultur besser vermarkten"

Kultur, Sport, Soziales – Bürgermeister Andreas Osner hat einige Themen zu beackern. Im SÜDKURIER-Interview spricht er jetzt erstmals ausführlich über Ziele, Wünsche und Konflikte.

Herr Osner, Sie sind jetzt seit knapp einem Jahr im Amt. Das erste Mal richtig sichtbar sind Sie in der Öffentlichkeit erst in den vergangenen Wochen geworden durch die Debatte um die Schulentwicklung und den Burkini. Warum hat es so lange gedauert, bis Sie hier angekommen sind?
Das ist eine Suggestivfrage. Fakt ist: Als ich im Juli 2013 kam, gab es mehrere schwierige Themen. Das fing an mit der Fluchttreppe im K9, wo sich die Beteiligten nicht einig waren, ob sie gebaut wird und vor allem, wer sie bezahlt. Ich habe nach vielen intensiven Gesprächen entschieden, dass die Treppe endlich gebaut wird. Jetzt ist sie fertig. Auch der TC Konstanz hing mit seinen baulichen Problemen am alten Tennisplatz in der Luft. Hier habe ich die Bauämter und den Tennisclub zusammengebracht und für eine einvernehmliche Regelung gesorgt.

Und schließlich hatten wir das Thema mit den Schülern mit Schweizer Wohnsitz, das war ja sehr umstritten. Da hätte ich sagen können, das ist zu heiß und wir machen erst mal nichts, warten noch ein, zwei Jahre ab. Im Gegensatz dazu habe ich hierfür zeitnah eine Regelung durchgesetzt. Oder: Als im Herbst der Gemeinderat unseren Vorschlag unterstützte, im Atrium das Asylbewerberheim unterzubringen, habe ich mit dem OB im Dezember eine Bürgerveranstaltung durchgeführt. Wie Sie wissen, ein heikles Thema. Der Ratssaal war rappelvoll; heute ist die Gemeinschaftsunterkunft von allen akzeptiert. Ich denke, das waren schon mal vier wichtige Themen, wo ich in Erscheinung getreten bin.

Es ging also erstmal um Grundlagenarbeit im Hintergrund in Ihrem ersten Jahr.
Nein. In meinem Dezernat gab es einen Entscheidungsstau. Und davon war wenig im Hintergrund. Es ist auch viel darüber berichtet und diskutiert worden.

Schauen wir mal auf die Kultur. Wie steht der Kulturstandort Konstanz da?
Wir haben eine ganz hervorragende, vielfältige und reichhaltige Kulturlandschaft, die ein ganz wichtiger Qualitätsfaktor für die Menschen ist. Unsere drei großen Einrichtungen Theater, Philharmonie und Museen machen tolle Arbeit. Das Kulturbüro hat sich sehr gut entwickelt. Die Szene der freien Kultur ist vielfältig, aber meiner Meinung nach noch ein bisschen unterbewertet in der Stadt. Wo allerdings ganz viel Luft nach oben ist, ist die Vermarktung unserer Kultur. Es wäre sicher sinnvoll, die Zusammenarbeit zwischen Kultur und Stadtmarketing zu stärken.

Die Vermarktung ist das eine, die Inhalte das andere. Wollen Sie sich da auch stärker einbringen?
Wenn ich jetzt das Programm der Philharmonie oder die Spielzeit des Stadttheaters mitplanen würde, das wäre nicht sachgerecht, sondern kontraproduktiv. Mein Job ist es, die Rahmenbedingungen für unsere Institutionen und die Zusammenarbeit zu sichern und natürlich auch mit den Kultureinrichtungen gemeinsam zu überlegen: Wo sind unsere Ziele, Schwerpunkte und Aufgaben.

Sie haben vorhin die freie Szene schon angesprochen. Die ist chronisch unterfinanziert. Haben Sie vor, daran irgendetwas zu ändern?
Man kann sich jetzt auf einen Standpunkt stellen: Ich will mehr Geld, mehr Personal und mehr machen. Das alleine bringt es aber nicht, denn wir müssen schon inhaltlich argumentieren. Wir werden für das Thema freie Kultur eine Aufgabenanalyse machen: Welches Potenzial hat die freie Kultur, welche Aufgaben sollte daher das Kulturbüro erfüllen. Ziel ist es, von der inhaltlichen Sicht herzukommen und dann jedes Projekt zu bewerten: Wofür steht dieses Projekt, warum ist es uns wichtig oder nicht.

In einer Bürgerbefragung aus dem Jahr 2010 haben die Konstanzer gesagt, dass sie sich besonders für Pop- und Rockmusik interessieren. Ein Bereich, der bislang so gut wie nicht gefördert wird von der Stadt. Warum nicht?
Ich denke schon, dass wir da tatsächlich im Rahmen der Möglichkeiten mehr machen sollten. Wir müssen aber auch auf die Finanzen schauen. Wir können jetzt nicht mal eben mehrere Hunderttausend Euro in die Hand nehmen und das Bodenseestadion ertüchtigen und dann danach überlegen, wie es genutzt werden soll. Sondern auch hier geht es darum, erst mal die Basics zu erarbeiten, zum Beispiel bei einer möglichen Neuauflage des Zeltfestivals. Hier haben wir die Möglichkeit, schon bald attraktiver zu werden für Familien, Studierende und für jüngere Leute, indem wir solch einen Ankerpunkt schaffen.

Eine andere Maßnahme der Rock- und Popförderung wäre: Neue Proberäume für Konstanzer Bands zu schaffen.
Um das zu beantworten müssten wir in den Stadtplan einsteigen und uns anschauen, wo noch Platz ist im Neuwerk, im Kula und all den anderen Orten. Aber ich glaube nicht, dass uns das jetzt zu der großen Linie der Kulturpolitik führt.

Die Zuschüsse in der Kultur werden seit Jahren relativ gleich verteilt. Es gibt Leute, die halten das nicht mehr für zeitgemäß. Im Gemeinderat hat vor allem die klassische Hochkultur eine Lobby. Haben Sie das Gefühl, dass im Rat der Bürgerwille noch ausreichend verankert ist?
Erstens ist der Gemeinderat – und gerade der neue Rat nach der Kommunalwahl – nicht einseitig auf die sogenannte Hochkultur fokussiert. Und zweitens ist es eine Grundsatzfrage, ob ein demokratisch gewählter Gemeinderat den Willen des Volkes abbildet. Und da sage ich ganz klar Ja. Wir haben eine repräsentative Demokratie, das ist die wichtigste Säule unserer Demokratie. Darüber hinaus gibt es viele weitere Beteiligungsformen, von Befragungen über runde Tische bis zu Mediationsverfahren. Diese informellen Beteiligungsformen sind da wichtig, wo sensible Fragen aufkommen, die mit Interkulturalität, Konfliktpotenzial oder Toleranz zu tun haben. Stichwort Gemeinschaftsunterkunft im Atrium oder Burkini. Da bestand die Gefahr einer Eskalation. Übrigens: Der SÜDKURIER hat immer wieder geschrieben: Burkini-Verbot. Damit möchte ich aufräumen: Es hat nie ein Burkini-Verbot gegeben. Es ging nur um die Frage: Entspricht das Ding den Anforderungen der üblichen Badebekleidung?

Aber de facto war es nicht erlaubt. Und damit doch verboten.
Allein durch die Wahl der Formulierung kann man Konflikte schüren. Der Burkini war so lange nicht erlaubt, wie die Badeordnung diesbezüglich strikter ausgelegt wurde. Wir müssen zugestehen, dass es große Unsicherheiten und Unkenntnis gab, nicht nur in der Verwaltung, sondern auch bei mir persönlich. Am Anfang waren wir alle dagegen und hatten ganz negative Gefühle. Wir haben gedacht, das ist Fundamentalismus und die Frauen werden so unterdrückt, da sind die Grenzen unserer Toleranz. Aber schließlich haben wir dazu gelernt. Vor allem, weil ich mit allen Beteiligten gesprochen habe und mich von Experten der Uni Konstanz beraten lassen habe. Die neuen Informationen und der Runde Tisch, den ich einberufen habe, haben das ganze Thema entspannt. Wir konnten auf diese Weise viele Ängste und Vorurteile abbauen.

Vom Schwimmen, da sind wir schon fast beim Sport, der zählt auch zu Ihren Bereichen. Der Sport hat sich vor ein paar Wochen unzufrieden geäußert. Er würde auch gerne ein bisschen mehr Anerkennung und Förderung erfahren. Können Sie den Sportlern Hoffnung machen, dass sich da etwas tut?
Erst mal war es nicht so, dass „der Sport“ sich so geäußert hat, sondern das war Herr Lünstroth, der ein Zitat aus einem internen Rechenschaftsbericht des Stadtsportverbandes gebracht hat…

Stimmt nicht. Das stammte aus einem öffentlichen Bericht nach einer Mitgliederversammlung.
Ja, aber der wurde nicht explizit in die Öffentlichkeit gespielt.

Musste es auch nicht. Das war eine öffentliche Bilanz des damaligen Pressesprechers.
Genau. Es war eine Stellungnahme eines Ex-Mitglieds des Stadtsportverbandes, der ehemalige Pressereferent, der in seinem letzten Beitrag eine relativ krasse Sprache gewählt hat.

Entschuldigung, aber das war keine Einzelmeinung. Das haben auch andere Vertreter des Stadtsportverbandes im Nachhinein so bestätigt.
Wie dem auch sei. Aber ich sage Ihnen: Ich arbeite mit dem Stadtsportverband sehr gut zusammen. Ich glaube, das ist sehr hochgespielt worden. Wir haben mit dem Sportverband auch Gespräche darüber geführt. Mit dem Tenor, das ist jetzt eine Äußerung gewesen, aber wir wollen das nicht überbewerten. Weil diesen Verteilungskampf, Kultur gegen den Sport, garniert mit diesem Begriff „öffentliche Fleischtöpfe“, das will keiner haben. Das will ich nicht haben, das will die Kultur nicht haben, das will auch der Stadtsportverband nicht haben. Es geht einfach darum, dass wir bei begrenzten Mitteln das Richtige fördern oder den meisten Nutzen rausholen. Zum Beispiel Jugendförderung. Das wird ein weiteres Thema sein, wie es im letzten Sportausschuss besprochen wurde.

Das war ja auch ein Kritikpunkt. Da gibt es ja mickrige 18 Euro im Jahr pro Jugendlichem für die Vereine.
Genau. Wir sollten die Förderrichtlinien noch weiter entwickeln. Möglicherweise könnte dadurch im Saldo eine höhere Fördersumme rauskommen. Aber wie schon gesagt: Es sollte immer um Inhalte gehen, nicht um einen Machtkampf, bei dem der Stärkere gewinnt.

Können Sie denn einem ehrenamtlich in einem Sportverein engagierten Menschen erklären, warum die Kultur so viel mehr Geld bekommt als der Sport?
Natürlich kann ich ihm das erklären. Wenn man tiefer in die Zahlen einsteigt, kann man diesen Äpfel-Birnen-Vergleich aufdecken und nachweisen, an welcher Stelle wie viel Geld in die Kulturförderung geht, wovon der Sport auch profitiert. Also der Übungsleiter, der privat auch ins Theater geht oder ins Zebrakino, das wir auch fördern. Dort trifft er nach dem Training seine Vereinskollegen oder seine Jugendlichen, die er trainiert. Es profitieren schließlich alle von dem Ganzen. Das funktioniert wie kommunizierende Röhren. Der Sportverband hat selber gesagt, wir sind Teil der Kultur in dieser Stadt. Und dass das Theater einen Netto-Zuschuss von 3,8 Millionen bekommt oder die Philharmonie von 2,2 Millionen, ist ja nicht erst seit Gestern. Wenn wir jetzt sagen würden, wir ziehen mal eine Million ab und schieben das dem Sport rüber, dann würden wir lange bestehende Strukturen zerschlagen, die gut funktionieren und uns wichtig sind. Das wollen wir nicht.

Diese ganze Zuschussdebatte, wird ja auch nicht dadurch leichter, dass ja auch die etablierten Einrichtungen, Theater, Philharmonie, Museen, ebenfalls nicht im Geld schwimmen und gerne mehr Geld hätten. Kann die Stadt diesen Ansprüchen überhaupt gerecht werden?
So, wie Sie das darstellen, läuft das immer auf eine Polarisierung hinaus: Hier ist der Bürgermeister und da ist ein Verband. Oder hier ist die Verwaltung und dort sind die Leiter der Einrichtungen, die Vereine, Sport, Kultur und Bildung. Aber so einfach ist das nicht. Denn wir sind erst dann erfolgreich, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen und uns gemeinsam überlegen, wo die Schwerpunkte sind.

Das heißt, Sie sehen sich auch als jemanden, der Interessen ausbalancieren und vermitteln muss.
Ja, klar. Letztlich werden die Entscheidungen vom Gemeinderat getroffen. Und der Gemeinderat, wieder zurück zum Thema Demokratie, ist das oberste Gremium in der Stadt. Er muss von der Lösung überzeugt werden. Und das geht eben nur, indem man das vorher intern vorbereitet, indem man bei Konfliktfällen rechtzeitig vorher zusammensitzt und diese diskutiert.

Noch einmal kurz auf das Thema Finanzen: Würden Sie grundsätzlich sagen, das Land muss sich insgesamt bei den Zuschüssen mehr engagieren?
Ganz klar: Ja. Einen großen Erfolg haben wir beim Wissenschaftsministerium Anfang des Jahres erzielt: Der Staatssekretär hat sich auf unsere Argumentation eingelassen und die kontraproduktive Zuschussberechnung für unsere Philharmonie für zwei Jahre ausgesetzt. Damit haben wir für 2015 100.000 Euro und für 2016 rund 150.000 Euro hinzugewonnen. Das gilt aber genauso für die Inklusion behinderter Schüler und für die Schulbauförderung des Neubaus Pestalozzistraße. Wir kämpfen weiter dafür, dass wir für unsere Gemeinschaftsschule die Zuschüsse bekommen, die wir verdienen. Und das gilt ebenso für die Landeszuschüsse an das Theater. Wir werden immer wieder nach Stuttgart fahren, Briefe schreiben, telefonieren, Lobbyarbeit machen.

Wie ist da so die Reaktion beim Land?
Zwiegespalten. Es ist natürlich so, sobald ein Ministerium für eine Kommunale Einrichtung den Zuschuss dauerhaft erhöht oder den Verteilungsschlüssel ändert, muss es in dem gedeckelten Rahmen woanders etwas wegnehmen.

Bei Ihrer Vorstellung im Gemeinderat haben Sie gesagt, dass Sie jemand seien, der Brücken bauen kann und Menschen begeistern kann. Ist Ihnen das gelungen in Ihrem ersten Jahr?
In vielen Fällen hat das geklappt. Zum Beispiel mit dem Auslaufen der Schule Zoffingen, wo wir in einem guten Dialog mit dem Kloster zur heiligen Katharina waren oder beim Burkini, oder beim Asylbewerberwohnheim im Atrium, wo wir diese Brücken auch öffentlich gebaut haben. Ich glaube schlicht, es geht nicht anders. Brücken bauen zu den vermeintlichen Gegnern oder zu Menschen, die von schwierigen Themen betroffen sind. An anderen Stellen muss man aber auch Konflikte aushalten. Die Debatte über die Schüler mit Schweizer Wohnsitz war konfliktträchtig, da bin ich ja auch angegangen worden von einigen, die eine starke Stimme und ein sehr starkes Interesse hatten, obwohl diese eine kleine Minderheit unter der Elternschaft bildeten. Dann bin ich auch bereit, wenn das Brückenbauen nicht funktioniert, in die Auseinandersetzung zu gehen. Und das läuft nicht ohne Blessuren ab.

Wie gehen Sie mit Kritik um?
Ich nehme Kritik gerne an. Es ist wichtig, dass man mit Kritik konstruktiv umgeht. Natürlich äußere ich auch Kritik, aber das tue ich nicht öffentlich. Intern muss man Kritik üben können, muss man sagen dürfen, so geht es nicht. Man sollte miteinander reden und die Dinge untereinander austragen, als übereinander herzuziehen.

Ihre Mitarbeiter dürfen Kritik üben?
Natürlich.

Wenn das möglich ist, wie passt dann dazu, dass  Herr Nix eine Abmahnung bekommen haben soll für seine öffentliche geäußerte Kritik? 
Sehen Sie, das ist schon wieder so eine Suggestivfrage von Herrn Lünstroth.

Das ist doch eine ganz offene Frage auf die Sie offen antworten können.
Was für eine Abmahnung? Es gab keine! Klar, ich übe auch Kritik an Herrn Nix, aber nicht öffentlich und nicht nur an ihm. Wir sprechen über vieles, und wir haben wirklich einen sehr guten Kontakt. Und ich finde, auch in einer Zusammenarbeit, die von Sympathie geprägt ist, darf man sich auch mal anranzen. Da geht es auch schon mal zur Sache. Aber nochmal: Eine Abmahnung hat es nie gegeben, ich weiß nicht, wie Sie darauf kommen. Wir arbeiten gut zusammen und er ist ein super Intendant. Und das Nix´sche Klappern gehört doch zum Geschäft oder vielleicht auch zur Persönlichkeit. Mit welchen Methoden man sich einen Gefallen tut, muss jeder für sich selber klären.

Wir haben vorhin schon mal über das Thema Kulturbüro gesprochen. Was ich merkwürdig finde: Das Kulturbüro vermietet die Räume im Kulturzentrum. Das Hauptamt ist für den Bürgersaal zuständig, das Amt für Schulen, Bildung und Wissenschaft für den Bildungsturm und das Museum für den Richentalsaal. Ist es sinnvoll, dass so viele Stellen die gleiche Aufgabe – Räume vermieten – machen?
Ich glaube, da müssen wir grundsätzlich ran. Sie haben das völlig zu Recht gesagt. Das ist letztendlich eine ganz praktische Frage. Es gibt verschiedene Stellen, die verschiedene Räumlichkeiten verwalten. Das sollten wir uns mal genauer anschauen.

Aber so als grundsätzliche Einschätzung: Wünschen Sie sich ein starkes Kulturbüro, das auch klare Aufgaben bekommt?
Ja, wir brauchen eine Schärfung der Aufgaben und des Profils Das Kulturbüro hat aufgrund seiner Geschichte keinen klaren Auftrag. Das möchte ich ändern.

Zum Zeltfestival nochmals kurz: Wie ist da gerade der aktuelle Stand?
Der aktuelle Stand ist so, wie im letzten Gemeinderat berichtet wurde. Herr Bös arbeitet weiter an dem Finanzierungs- und Veranstaltungskonzept. Und dann ist unsere Rolle, zusammen mit der Stadt Kreuzlingen zu klären, ob wir möglicherweise inhaltlich Vorgaben machen, z.B. dass ein bestimmter Anteil von regionalen, von Schweizer oder von Konstanzer Musikern oder Künstlern aus der Bodenseeregion dabei sein sollte. Auch ist noch offen,wie die Zuschüsse aufgeteilt werden, wie hoch der nötige Betrag insgesamt ist. Da gibt es noch keinen finalen Stand. Deswegen werde ich Ihnen jetzt auch keine Zahl sagen.



Noch eine Frage zur Philharmonie: Wie geht es mit der Budgetvereinbarung weiter? Sie haben ja schon angedeutet im letzten Orchesterausschuss, dass man zumindest mittelfristig darüber nachdenken muss, ob das so zu halten ist.
Erstens, ganz klar ist: Wir stehen zur Budgetvereinbarung. Die ist beschlossen worden, und da können wir jetzt nicht einfach sagen, geht nicht mehr, wir lassen es. Zweitens, wir werden genau darlegen, in welcher Höhe die Philharmonie zur Konsolidierung jetzt schon beigetragen hat. Die dritte Frage lautet: Wie gestaltet sich die mittelfristige Planung? Aktuell haben wir zwei Jahre Luft durch den erhöhten Zuschuss rausgeholt. Und dann wird es aber 2017 wieder kritisch, weil das Land wieder an die alte Berechnungsmethode anknüpft.Vor 2017 müssen wir uns genau überlegen, in welcher Struktur und Laufzeit die Budgetvereinbarung gelten kann. Wir müssen mit dem nötigen Realismus rangehen. Und diese Realität wird sich an den Zahlen zeigen.

 
 

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