Konstanz Ab Advent geht Rasern ein Licht auf: Aufbau der stationären Blitzer beginnt

Der Aufbau der Blitzer beginnt am Montag. Allerdings wird nicht in jeder fest installierten Säule auch eine Kamera stecken.

Rechtzeitig zum erwarteten hohen Verkehrsaufkommen vor Weihnachten müssen Temposünder mit einer verschärften Überwachung der Geschwindigkeitsbegrenzungen rechnen. Am Montag beginnt der Aufbau der stationären Blitzer an neun Stellen im Stadtgebiet. Etwa zwei Wochen später, teilte die Stadtverwaltung jetzt mit, gehen die Anlagen in Betrieb. Sie überwachen vor allem Strecken, an denen die Verwaltung einen besonderen Bedarf nach mehr Sicherheit sieht, zum Beispiel Schulwege und Abschnitte bei Kindergärten und Krankenhäusern.

Die Fundamente sind bereits gebaut, und wer in diesen Tagen aufmerksam durch die Stadt fährt, sieht bereits die künftigen Blitzer-Stellen. Auch die Daten- und Stromkabel sind bereits verlegt, jetzt fehlen nur noch die schwarz-silber-farbenen Säulen selbst. Die Firma Jenoptik hatte die Ausschreibung dafür gewonnen. Weil sich Autofahrer erfahrungsgemäß schnell an die jeweiligen Standorte gewöhnen, setzt die Stadt auf einen Überraschungseffekt. Zwar stehen an neun Standorten die Säulen, aber es werden immer nur fünf Kameras eingesetzt. Damit weiß niemand, wo wann zu einem konkreten Zeitpunkt tatsächlich geblitzt wird.

Cottonaro Gaetano und Assenza Paolo installieren die unterirdischen Leitungen für die Blitzer.
Cottonaro Gaetano und Assenza Paolo installieren die unterirdischen Leitungen für die Blitzer. | Bild: Oliver Hanser

Die Stadt wird an der neuen Tempoüberwachung nach den bisherigen Prognosen keinen Verlust machen. Die Blitzer kosten zwar einmalig rund 650.000 Euro und im Betrieb rund 90.000 Euro jährlich. Die Stadtverwaltung rechnet aber mit 15.000 Strafzetteln pro Jahr mit einer durchschnittlichen Höhe von 16 Euro. Damit sind, so war die Grundlage des Gemeinderats-Beschlusses im September 2016, die laufenden Kosten sofort gedeckt und die einmaligen Investitionen innerhalb einiger Jahre wieder eingespielt. Die Blitzer dienten aber nicht in erster Linie der Gewinnung von Einnahmen, betonte das Bürgeramt immer wieder, sondern vor allem der Verkehrssicherheit.

Symbolbild
Symbolbild | Bild: Christophe Gateau (dpa)

Wie drängend das Raser-Problem in Konstanz tatsächlich ist, wird kontrovers diskutiert. Immer wieder werden spektakuläre Einzelfälle bekannt, aber die jüngsten Zahlen aus der mobilen Überwachung deuten eher auf eine gute Verkehrsmoral in. Von 19. Oktober bis 6. November passierten laut Stadt 3324 Fahrzeuge die Kontrollstellen, in 245 Fällen erhielten die Fahrer einen Strafzettel. Damit hielten sich 92,6 Prozent der Autofahrer an die Tempolimits. Dennoch gibt es Ausreißer: In der Reichenaustraße wurde ein Fahrzeug mit 99 Kilometern pro Stunde geblitzt. Er erhält vier Wochen Fahrverbot, zwei Punkte und muss 160 Euro bezahlen.

Wo es künftig teuer wird

 

  • Standorte: Die stationären Blitzer werden an diesen Orten aufgebaut: Reichenaustraße (nahe Opelstraße, nahe Bodenseeforum), Schänzlebrücke (Mitte), Mainaustraße (Höhe Kinderhaus am Salzberg), Steinstraße (vor der Gemeinschaftsschule), Gartenstraße (nahe Ellenrieder-Gymnasium), Laube (beim Vincentius-Krankenhaus in Richtung Rhein sowie gegenüber dem Landgericht in Richtung Schnetztor), Ortseingang Litzelstetten (Im Loh).
     
  • Bußgelder: Wer dort zu schnell unterwegs ist, zahlt innerorts folgende Bußgelder: Übertretung bis 10 km/h 15 Euro, bis 15 km/h 25 Euro, bis 20 km/h 35 Euro, bis 25 km/h 80 Euro. Ab 26 km/h gibt es Punkte und Bußgelder ab 100 Euro. Die Einnahmen aus diesen Verwarnungen gehen an die Stadt Konstanz.

 

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