Teil1: Stadtentwicklung und Bau

Geht es um den angespannten Immobilienmarkt in Konstanz, werden Oberbürgermeister Uli Burchardt und seine Stadtplanerin Marion Klose nicht müde, vor den Folgen zu warnen. „Wir brauchen Wohnraum vor allem für junge Familien“, lautet einer der oft zitierten Sätze Burchardts. Den Grundstein, um die Flucht junger Familien ins günstigere Umland zu stoppen, hatten Gemeinderat und Verwaltung mit dem Handlungsprogramm Wohnen gelegt. Es nimmt 2016 weiter an Fahrt auf.

Von 2016 bis 2020 benötigt Konstanz jährlich 300 neue Wohnungen, damit der Anteil der unter 30- und über 60-Jährigen nicht überproportional zunimmt. Eine Untersuchung hatte diese Anzahl als notwendige Marke ausgewiesen. In Petershausen ist am neuen Viertel rund um den Bahnhof noch nicht zu Ende gebaut, da schließt sich die städtische Wohnungsbaugesellschaft Wobak nahtlos an. In diesem Jahr will den Bau von 82 neuen Wohnungen auf dem einstigen Betriebsgelände des Autohauses Gohm/Graf Hardenberg nahe dem Zähringerplatz angehen und in dieses Vorhaben rund 24 Millionen Euro investieren. Am Drechslerweg sollen 27 geförderte Wohnungen entstehen. Das sind zwei von vielen Projekten der Wobak, die im Handlungsprogramm Wohnen einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Mit dem Siemens-Areal an der Bücklestraße könnte nach dem Umzug des Unternehmens auf das Ex-Takeda-Areal eine bislang nicht eingeplante Fläche für Wohnbau zukommen. Das ist insofern wichtig, weil die Verwaltung bei den Plänen, private Grundstücke am Hafner in Wollmatingen aufzukaufen, stockt.

<b>Bebauung des Döbele:</b> Es ist neben dem Vincentius-Areal eine von nur noch zwei großen linksrheinischen Flächen, auf denen die Stadt Wohnraum schaffen kann. Bis zu 400 Wohnungen könnten dort entstehen. So sieht es der Sieger-Entwurf der Architekten Karin Meid-Bächle und Martin Bächle vor. 2016 werden sie ihn weiter ausarbeiten, denn bereits 2018 sollen die ersten Bagger anrollen. Bis dahin muss jedoch ein Hindernis aufgelöst sein. Das Döbele gilt als Hochwassergebiet, weil es bei extrem starkem Regen vom Grenzbach überflutet werden könnte. Eine Lösung ist mit geplantem Hochwasserschutz auf Schweizer Seite in Sicht.
Bebauung des Döbele: Es ist neben dem Vincentius-Areal eine von nur noch zwei großen linksrheinischen Flächen, auf denen die Stadt Wohnraum schaffen kann. Bis zu 400 Wohnungen könnten dort entstehen. So sieht es der Sieger-Entwurf der Architekten Karin Meid-Bächle und Martin Bächle vor. 2016 werden sie ihn weiter ausarbeiten, denn bereits 2018 sollen die ersten Bagger anrollen. Bis dahin muss jedoch ein Hindernis aufgelöst sein. Das Döbele gilt als Hochwassergebiet, weil es bei extrem starkem Regen vom Grenzbach überflutet werden könnte. Eine Lösung ist mit geplantem Hochwasserschutz auf Schweizer Seite in Sicht. | Bild: SK-Archiv / Geistmann
<b>Sanierung der Marktstätte:</b> Die SPD im Gemeinderat hatte gefordert, diese Maßnahme bereits auf dieses Jahr vorzuziehen. Doch daraus wurde nichts, und auch 2016 müssen sich die Sozialdemokraten noch gedulden. In diesem Jahr laufen die Planungen auf Grundlage des Entwurfs eines Kölner Büros weiter. Bürgermeister Langensteiner-Schönborn will die Aufwertung und Neugestaltung der Unterführung zum See als erstes anpacken. 2018 soll dann die Sanierung der Marktstätte folgen. Solange müssen sich die Bürger wie auch Einkaufstouristen mit provisorischen Ausbesserungen begnügen.
Sanierung der Marktstätte: Die SPD im Gemeinderat hatte gefordert, diese Maßnahme bereits auf dieses Jahr vorzuziehen. Doch daraus wurde nichts, und auch 2016 müssen sich die Sozialdemokraten noch gedulden. In diesem Jahr laufen die Planungen auf Grundlage des Entwurfs eines Kölner Büros weiter. Bürgermeister Langensteiner-Schönborn will die Aufwertung und Neugestaltung der Unterführung zum See als erstes anpacken. 2018 soll dann die Sanierung der Marktstätte folgen. Solange müssen sich die Bürger wie auch Einkaufstouristen mit provisorischen Ausbesserungen begnügen. | Bild: Oliver Hanser
<b>Ein Bürgerentscheid über den Schwaketenwald: </b>Oberbürgermeister Uli Burchardt brachte die Idee auf, Stadtwald für Wohnraum zu fällen, die SPD schielt auf den Schwaketenwald. Seither gibt es heftige Diskussionen zwischen Befürwortern und Gegnern. Im Gemeinderat wagte Burchardt einen Vorstoß: Er wolle dem Gremium bald vorschlagen, den Bürgern die Entscheidung über die Zukunft des Schwaketenwalds zu übertragen. Der Naturschutzbund mahnte: Vor einem Bürgerentscheid müsse die Stadt prüfen, ob der Schwaketenwald überhaupt gerodet werden dürfe und ob der Untergrund bebaubar ist.
Ein Bürgerentscheid über den Schwaketenwald: Oberbürgermeister Uli Burchardt brachte die Idee auf, Stadtwald für Wohnraum zu fällen, die SPD schielt auf den Schwaketenwald. Seither gibt es heftige Diskussionen zwischen Befürwortern und Gegnern. Im Gemeinderat wagte Burchardt einen Vorstoß: Er wolle dem Gremium bald vorschlagen, den Bürgern die Entscheidung über die Zukunft des Schwaketenwalds zu übertragen. Der Naturschutzbund mahnte: Vor einem Bürgerentscheid müsse die Stadt prüfen, ob der Schwaketenwald überhaupt gerodet werden dürfe und ob der Untergrund bebaubar ist. | Bild: Plessing
<b>Siemens zieht um:</b> Lange war über die Zukunft der zwischenzeitlich selbständigen und 100-prozentigen Siemens-Tochter Postal, Parcel and Airport Logistics (SPPAL) spekuliert worden, doch die Firma hat sich zum Standort Konstanz bekannt. Bis zum Herbst 2016 soll der Technikbereich auf den Campus Konstanz, früher Takeda, umziehen. Rund 600 Kollegen arbeiten dann an der Byk-Gulden-Straße. Der neue Standort hält eine große Chance für die Stadt bereit. Wenn das bisherige Siemensgelände frei ist, könnte an der Bücklestraße auf 74.000 Quadratmetern neuer Wohnraum entstehen.
Siemens zieht um: Lange war über die Zukunft der zwischenzeitlich selbständigen und 100-prozentigen Siemens-Tochter Postal, Parcel and Airport Logistics (SPPAL) spekuliert worden, doch die Firma hat sich zum Standort Konstanz bekannt. Bis zum Herbst 2016 soll der Technikbereich auf den Campus Konstanz, früher Takeda, umziehen. Rund 600 Kollegen arbeiten dann an der Byk-Gulden-Straße. Der neue Standort hält eine große Chance für die Stadt bereit. Wenn das bisherige Siemensgelände frei ist, könnte an der Bücklestraße auf 74.000 Quadratmetern neuer Wohnraum entstehen. | Bild: Oliver Hanser
<b>Aus Vincentius wird Wohnraum:</b> Es soll keine Lücken geben bei einer Neunutzung des Vincentiusareals. Nachdem das orthopädische Fachkrankenhaus Ende 2017/Anfang 2018 auf das Klinikums-Gelände umgezogen sein wird, entsteht an der Unteren Laube Wohnraum. Der Konstanzer Bauunternehmer Timo Doser und die Architekten Jutta Braun und Christian Müller hatten einen Wettbewerb zur Bebauung gewonnen. Ihn gilt es nun, nach archäologischen Vorarbeiten, mit Leben zu erfüllen und das Gelände auf die ersten Bagger vorzubereiten. Ein großer Teil dieser Arbeit wird im Jahr 2016 geschehen.
Aus Vincentius wird Wohnraum: Es soll keine Lücken geben bei einer Neunutzung des Vincentiusareals. Nachdem das orthopädische Fachkrankenhaus Ende 2017/Anfang 2018 auf das Klinikums-Gelände umgezogen sein wird, entsteht an der Unteren Laube Wohnraum. Der Konstanzer Bauunternehmer Timo Doser und die Architekten Jutta Braun und Christian Müller hatten einen Wettbewerb zur Bebauung gewonnen. Ihn gilt es nun, nach archäologischen Vorarbeiten, mit Leben zu erfüllen und das Gelände auf die ersten Bagger vorzubereiten. Ein großer Teil dieser Arbeit wird im Jahr 2016 geschehen. | Bild: Aurelia Scherrer
<b>Schönheitskur fürs Seerhein-Center:</b> Es galt einst als Vorzeigebeispiel für modernes Einkaufen. Das ist lange her, und heute fristet das Seerhein-Center ein tristes Dasein. Ladenräume stehen leer, optisch hat das Gebäude innen wie außen wenig Charme. Im Frühjahr 2016 will der Projektentwickler Fokus Development das Seerhein-Center modernisieren, wie eine Sprecherin gegenüber unserer Zeitung erklärte. Eine zusätzliche Rolltreppe werde eingebaut, weil Kaufland seine Flächen vom Unter- ins Erdgeschoss verlegen möchte. Überhaupt sollen die Ladenflächen neu angeordnet werden, und Lichthöfe sollen Tageslicht ins Gebäude bringen.
Schönheitskur fürs Seerhein-Center: Es galt einst als Vorzeigebeispiel für modernes Einkaufen. Das ist lange her, und heute fristet das Seerhein-Center ein tristes Dasein. Ladenräume stehen leer, optisch hat das Gebäude innen wie außen wenig Charme. Im Frühjahr 2016 will der Projektentwickler Fokus Development das Seerhein-Center modernisieren, wie eine Sprecherin gegenüber unserer Zeitung erklärte. Eine zusätzliche Rolltreppe werde eingebaut, weil Kaufland seine Flächen vom Unter- ins Erdgeschoss verlegen möchte. Überhaupt sollen die Ladenflächen neu angeordnet werden, und Lichthöfe sollen Tageslicht ins Gebäude bringen. | Bild: Oliver Hanser

 

Teil 2: Kultur und Unterhaltung

Von ernst und bis heiter, von modern bis klassisch, von sportlich bis besinnlich: Das Jahr 2016 bringt den Konstanzern ein großes Kultur- und Veranstaltungsangebot. Das Theater bringt gleich zwei Stücke auf die Freiluftbühne am Münster, die Philharmonie bekommt vermutlich einen neuen Chefdirigenten, das Rosgartenmuseum plant eine große Jahresausstellung zum Thema Tägermoos, wie aus einer Übersicht des Stadtmarketings hervorgeht. Mit Zelt- und Campusfestival sowie zahlreichen Konzerten in Kula und K9 und Jazz Downtown am 7. Mai gibt es ein breites Angebot im Bereich Rock und Pop. Hinzu kommen etablierte Veranstaltungen und Reihen in den Kirchen, die Rathaushof-Oper und das Konstanzer Chorfestival.

Fußballfans hoffen auf ein neues Sommermärchen, wenn Weltmeister Deutschland bei der Europameisterschaft von 10. Juni bis 10. Juli antritt. Aktive Sportler können sich am 24. Juni beim Frauenlauf oder am 16. Oktober beim Altstadtlauf messen. Neue Zeiten brechen im November an, wenn das Bodenseeforum als Verastaltungshaus Umbau öffnet. Ein großer Konzertsaal wird aber weiterhin fehlen. Diese Lücke soll zumindest teilweise Rock am See schließen. Der Termin 3. September steht fest – wer spielt, noch nicht. Für Unterhaltung sorgen viele weitere Angebote von den Gassenfreitagen in der Niederburg über die Handwerkstadt Konstanz im Rahmen des Konziljubiläums (2. bis 8. Mai) und den Flohmarkt rund um den 4. Juni bis zum Oktoberfest von 16. September bis 3. Oktober und zum Weihnachtsmarkt, der nach einer Ausschreibung der Stadt Konstanz möglicherweise 2016 erstmals einen neuen Betreiber erhält.

<b>Die Philharmonie bekommt einen neuen Chefdirigenten:</b> Nach dem Abschied des in Konstanz hoch geachteten Jannis Christopoulos im Sommer 2015 erhält das Ensemble im Herbst 2016 oder vielleicht sogar noch später einen neuen Chef oder eine neue Chefin am Dirigentenpult. Intendant Beat Fehlmann hat sich für ein aufwendiges Berufsverfahren mit Probe-Konzerten entschieden, damit am Ende der oder die Neue und das Ensemble gut zusammenpassen. Die künstlerische Arbeit des Ensembles läuft weiter: im Konzil und an vielen anderen Orten (hier im Bild: Open-Air-Konzert 2015 im Klosterhof Reichenau).
Die Philharmonie bekommt einen neuen Chefdirigenten: Nach dem Abschied des in Konstanz hoch geachteten Jannis Christopoulos im Sommer 2015 erhält das Ensemble im Herbst 2016 oder vielleicht sogar noch später einen neuen Chef oder eine neue Chefin am Dirigentenpult. Intendant Beat Fehlmann hat sich für ein aufwendiges Berufsverfahren mit Probe-Konzerten entschieden, damit am Ende der oder die Neue und das Ensemble gut zusammenpassen. Die künstlerische Arbeit des Ensembles läuft weiter: im Konzil und an vielen anderen Orten (hier im Bild: Open-Air-Konzert 2015 im Klosterhof Reichenau). | Bild: Schutzbach
<b>Im Scala-Kino heißt es letztmals Film ab:</b> Das traditionsreiche, für sein Programm vielfach preisgekrönte Lichtspielhaus an der Marktstätte schließt Ende des Jahres für immer. Dass das Kino nach fast 100 Jahren ausgerechnet einem weiteren Drogeriemarkt weichen muss, empfinden viele Konstanzer als einen herben Verlust. Und unklar ist, wie es mit Angeboten weitergehen soll, wie es sie zum Beispiel im dritten Jahr des Konziljubiläums (Motto: „Lebendiges Mittelalter – Imperia“) gibt: Zum Auftakt läuft von 21. bis 24. Januar, natürlich im Scala, die „Horizontale“, ein Kinofestival mit Filmen rund um das Thema Prostitution.
Im Scala-Kino heißt es letztmals Film ab: Das traditionsreiche, für sein Programm vielfach preisgekrönte Lichtspielhaus an der Marktstätte schließt Ende des Jahres für immer. Dass das Kino nach fast 100 Jahren ausgerechnet einem weiteren Drogeriemarkt weichen muss, empfinden viele Konstanzer als einen herben Verlust. Und unklar ist, wie es mit Angeboten weitergehen soll, wie es sie zum Beispiel im dritten Jahr des Konziljubiläums (Motto: „Lebendiges Mittelalter – Imperia“) gibt: Zum Auftakt läuft von 21. bis 24. Januar, natürlich im Scala, die „Horizontale“, ein Kinofestival mit Filmen rund um das Thema Prostitution. | Bild: Benedikt Nabben
<b>Das Theater macht den Münsterplatz zur Bühne:</b> Gleich zwei Stücke werden diesen Sommer mitten in der Stadt unter freiem Himmel gespielt. Neu inszeniert wird „Der Name der Rose“ von Umberto Eco in der Regie von Herbert Olschok, Premiere ist am 24. Juni. Damit zeigt das Theater einen Stoff, der die Wahrnehmung des Mittelalters geprägt hat wie kaum ein anderer. Als Wiederaufnahme gibt es ab 30. Juli „Konstanz am See – ein Himmelstheater“, das als Auftragswerk zum Auftakt des Konziljubiläums im Jahr 2014 an dieser Stelle seine Uraufführung erlebt hatte. Beides zusammen läuft unter „Konzilfestspiele“.
Das Theater macht den Münsterplatz zur Bühne: Gleich zwei Stücke werden diesen Sommer mitten in der Stadt unter freiem Himmel gespielt. Neu inszeniert wird „Der Name der Rose“ von Umberto Eco in der Regie von Herbert Olschok, Premiere ist am 24. Juni. Damit zeigt das Theater einen Stoff, der die Wahrnehmung des Mittelalters geprägt hat wie kaum ein anderer. Als Wiederaufnahme gibt es ab 30. Juli „Konstanz am See – ein Himmelstheater“, das als Auftragswerk zum Auftakt des Konziljubiläums im Jahr 2014 an dieser Stelle seine Uraufführung erlebt hatte. Beides zusammen läuft unter „Konzilfestspiele“. | Bild: Ilja Mess / Theater Konstanz
<b>Das Bodenseeforum öffnet als Veranstaltungshaus:</b> Der Umbau des einst als Forschungszentrum für die Solarfirma Centrotherm errichteten Gebäudes wird fast das ganze Jahr 2016 in Anspruch nehmen. Die Stadt Konstanz investiert in ihren Teil des Gebäudes rund 17,5 Millionen Euro und erhält dafür ein Tagungs- und Veranstaltungshaus in bester Lage am Seerhein. Das Erdgeschoss lässt sich mit variablen Grundrissen als Saal für bis zu 1100 Gäste nutzen; alternativ können auch mehrere kleinere Räume gleichzeitig genutzt werden. Die Eröffnung ist für November geplant, einige Tagungen sind schon gebucht.
Das Bodenseeforum öffnet als Veranstaltungshaus: Der Umbau des einst als Forschungszentrum für die Solarfirma Centrotherm errichteten Gebäudes wird fast das ganze Jahr 2016 in Anspruch nehmen. Die Stadt Konstanz investiert in ihren Teil des Gebäudes rund 17,5 Millionen Euro und erhält dafür ein Tagungs- und Veranstaltungshaus in bester Lage am Seerhein. Das Erdgeschoss lässt sich mit variablen Grundrissen als Saal für bis zu 1100 Gäste nutzen; alternativ können auch mehrere kleinere Räume gleichzeitig genutzt werden. Die Eröffnung ist für November geplant, einige Tagungen sind schon gebucht. | Bild: Jörg-Peter Rau
Nach dem Rückzug von Koko gibt es hinter den Kulissen offenbar schon andere, die sich als mögliche neue Veranstalter in Position bringen.
Nach dem Rückzug von Koko gibt es hinter den Kulissen offenbar schon andere, die sich als mögliche neue Veranstalter in Position bringen. | Bild: Oliver Hanser
<b>Bei der EM hoffen Fans auf ein neues Sommermärchen:</b> Ab 10. Juni wird das beste Fußballteam Europas bei der Meisterschaft in Frankreich ermittelt – und nicht nur in Konstanz drücken die Fans dem Team von Bundestrainer Jogi Löw die Daumen. Und sie hoffen auf ähnlich magische Nächte wie 2014, als die deutsche Elf in Brasilien ihren vierten WM-Titel errang (Bild). Falls alles gut geht, dürfte die Laube wieder der Schauplatz von Autokorsos und grenzenloser Freude in Schwarz-Rot-Gold werden. Viele Gastronomen werden die Frühsommerabende nutzen und Angebote zum gemeinschaftlichen Fußballgucken machen.
Bei der EM hoffen Fans auf ein neues Sommermärchen: Ab 10. Juni wird das beste Fußballteam Europas bei der Meisterschaft in Frankreich ermittelt – und nicht nur in Konstanz drücken die Fans dem Team von Bundestrainer Jogi Löw die Daumen. Und sie hoffen auf ähnlich magische Nächte wie 2014, als die deutsche Elf in Brasilien ihren vierten WM-Titel errang (Bild). Falls alles gut geht, dürfte die Laube wieder der Schauplatz von Autokorsos und grenzenloser Freude in Schwarz-Rot-Gold werden. Viele Gastronomen werden die Frühsommerabende nutzen und Angebote zum gemeinschaftlichen Fußballgucken machen. | Bild: Hanser

 

Teil 3: Wirtschaft und Verkehr

Die Stadt soll mobil bleiben und muss dafür sorgen, dass es auch zukünftig genügend und gute Arbeitsplätze gibt: Die Themenbereiche Wirtschaft und Verkehr werden im Jahr 2016 die Debatte besonders prägen. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wer künftig wo fahren darf. Auch das seit langem ausstehende Gutachten zu alternativen öffentlichen Verkehrsmitteln von Straßenbahn bis Seilbahn wird für das neue Jahr erwartet. Nicht unter Handlungsdruck steht die Stadtverwaltung am Altstadtring – der Begegnungszone am Bahnhofplatz wurde 2012 zunächst eine Modellphase zugeschrieben; nun geht das ebenso ungeliebte wie unpraktische Provisorium ins vierte Jahr.

Diskussionen sind auch über die künftige Gewerbe- und Handelsentwicklung zu erwarten. Diese bündeln sich an zwei Brennpunkten, dem Areal Schänzle-Nord sowie auf der Fläche des heutigen Flugplatzes. Dabei stehen nicht nur die Arbeitsplätze und die Stadtentwicklung im Vordergrund, sondern auch die Einnahmebasis der Stadt: Bei der Gewerbesteuer, einem der wichtigsten Beiträge für die Finanzierung städtischer Aufgaben, wird die Unsicherheit tendenziell größer, wie Stadtkämmerer Hartmut Rohloff erst jüngst öffentlich erklärte.

Trotz der offenkundigen Probleme wird 2016 eher ein Jahr der Anfänge als der Fertigstellungen. Für das komplette C-Konzept in der Altstadt sind noch viele Jahre nötig, auch die Entwicklung von großen Gewerbeflächen wird 2016 kaum abgeschlossen werden. Beweisen müssen sich auch die neuen Fahrrad-Leihsysteme, die ab Frühjahr in Konstanz starten – eines für Lastenräder und eines für normale Fahrräder. Beide sollen Mobilität nachhaltiger machen.

Z-Brücke am Bahnhof Petershausen: Der Bau einer Verbindung über die Gleise für Fußgänger und Radler startet voraussichtlich im Frühjahr, die Fertigstellung ist 2017 vorgesehen &#8211; das wären zehn Jahre nach dem Architekturwettbewerb. 900 000 Euro für die Planung hat die Stadt Konstanz bereits ausgegeben, der Bau selbst kostet weitere 4,1 Millionen Euro; allerdings gibt es Zuschüsse vom Land. Für die barrierefreie Erschließung des Bahnhofs ist der Bau nicht mehr nötig, da künftig Außenbahnsteige den Zugang zum Zug sicherstellen. Unter anderem für den sicheren Weg zur neuen Gemeinschaftsschule ist das Vorhaben aber zentral.
Z-Brücke am Bahnhof Petershausen: Der Bau einer Verbindung über die Gleise für Fußgänger und Radler startet voraussichtlich im Frühjahr, die Fertigstellung ist 2017 vorgesehen – das wären zehn Jahre nach dem Architekturwettbewerb. 900 000 Euro für die Planung hat die Stadt Konstanz bereits ausgegeben, der Bau selbst kostet weitere 4,1 Millionen Euro; allerdings gibt es Zuschüsse vom Land. Für die barrierefreie Erschließung des Bahnhofs ist der Bau nicht mehr nötig, da künftig Außenbahnsteige den Zugang zum Zug sicherstellen. Unter anderem für den sicheren Weg zur neuen Gemeinschaftsschule ist das Vorhaben aber zentral. | Bild: Oliver Hanser
C-Konzept auf dem Altstadtring: Mit einer ersten Großbaustelle beginnt die Stadt Konstanz 2016 die Voraussetzungen für die Neuordnung des Verkehrs in der Altstadt zu schaffen. Die marode Fahrbahn auf dem Rheinsteig wird saniert &#8211; was als erstes erledigt werden muss, um in den kommenden Jahren das C-Konzept mit Durchfahrtssperre am Bahnhof umzusetzen. Drei Millionen Euro sind für das kurze Stück zwischen Bärengraben und Laube vorgesehen. Der Bau wird sich ins Jahr 2017 ziehen, da die Verhältnisse am Wasser kompliziert sind. Parallel werden die Planungen für die Neuordnung des Sternenplatzes und des Lago-Knotens vorangetrieben.
C-Konzept auf dem Altstadtring: Mit einer ersten Großbaustelle beginnt die Stadt Konstanz 2016 die Voraussetzungen für die Neuordnung des Verkehrs in der Altstadt zu schaffen. Die marode Fahrbahn auf dem Rheinsteig wird saniert – was als erstes erledigt werden muss, um in den kommenden Jahren das C-Konzept mit Durchfahrtssperre am Bahnhof umzusetzen. Drei Millionen Euro sind für das kurze Stück zwischen Bärengraben und Laube vorgesehen. Der Bau wird sich ins Jahr 2017 ziehen, da die Verhältnisse am Wasser kompliziert sind. Parallel werden die Planungen für die Neuordnung des Sternenplatzes und des Lago-Knotens vorangetrieben. | Bild: Rau
Untertunnelung der Bahngleise bei Klein-Venedig: Im Frühjahr soll der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss treffen, ob er an der seit 2009 vorgesehen Unterführung festhält. In Verlängerung der Hafenstraße soll sie die Hafenmeile und das Veranstaltungsgelände Klein Venedig so anschließen, dass zum Beispiel Rettungsdienste nicht an der geschlossenen Schranke warten müssen. Die Kosten werden auf über 20 Millionen Euro geschätzt; 2009 war noch von acht Millionen Euro die Rede. Die Stadt kann aber auf hohe Zuschüsse hoffen und wäre im besten Fall mit vier Millionen Euro dabei. Vor allem die Feuerwehr drängt auf den Bau.
Untertunnelung der Bahngleise bei Klein-Venedig: Im Frühjahr soll der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss treffen, ob er an der seit 2009 vorgesehen Unterführung festhält. In Verlängerung der Hafenstraße soll sie die Hafenmeile und das Veranstaltungsgelände Klein Venedig so anschließen, dass zum Beispiel Rettungsdienste nicht an der geschlossenen Schranke warten müssen. Die Kosten werden auf über 20 Millionen Euro geschätzt; 2009 war noch von acht Millionen Euro die Rede. Die Stadt kann aber auf hohe Zuschüsse hoffen und wäre im besten Fall mit vier Millionen Euro dabei. Vor allem die Feuerwehr drängt auf den Bau. | Bild: Stadt Konstanz
Konzept für das Areal Schänzle-Nord: Nachdem die Möbelkette XXXLutz mehrfach Interesse an dem Areal gegenüber dem Bodensee-Forum bekundet hat, werden Verwaltung und Politik im Jahr 2016 nicht um eine Grundsatzentscheidung herumkommen. Die Verwaltung will das städtische Gelände für einen Mobilpunkt nutzen, auch ein Parkhaus mit bis zu 1500 Stellplätzen für Tagestouristen und Bodenseeforum-Besucher ist vorgesehen. Für Debatten dürfte die Idee sorgen, die erst vor wenigen Jahren gebaute Radweg-Spindel (vorn im Bild) zur Schänzlebrücke wieder abzureißen &#8211; sie steht an der Vorderseite des Grundstücks ziemlich im Weg.
Konzept für das Areal Schänzle-Nord: Nachdem die Möbelkette XXXLutz mehrfach Interesse an dem Areal gegenüber dem Bodensee-Forum bekundet hat, werden Verwaltung und Politik im Jahr 2016 nicht um eine Grundsatzentscheidung herumkommen. Die Verwaltung will das städtische Gelände für einen Mobilpunkt nutzen, auch ein Parkhaus mit bis zu 1500 Stellplätzen für Tagestouristen und Bodenseeforum-Besucher ist vorgesehen. Für Debatten dürfte die Idee sorgen, die erst vor wenigen Jahren gebaute Radweg-Spindel (vorn im Bild) zur Schänzlebrücke wieder abzureißen – sie steht an der Vorderseite des Grundstücks ziemlich im Weg. | Bild: Jörg-Peter Rau
Handlungsprogramm Radverkehr: Schon Ende 2015 sollten die Pläne für das nächste Jahrzehnt in Sachen Radverkehr vorgestellt werden. Den Termin blies die Stadtverwaltung kurzfristig ab &#8211; offenbar, weil die Finanzierung der vorgesehen Maßnahmen vollkommen unklar ist. In den Fokus rücken wird erneut die Verbindung Innenstadt-Universität mit der Jahn- und Petershauser Straße (mit möglicher Auto-Durchfahrtssperre) und die Neuorganisation des Zähringerplatzes. Auch ohne Zehn-Jahres-Plan werden verschiedene Radwege verbessert, so am Bahnhof Wollmatingen, von Wollmatingen zur Universität oder durch den Hockgraben.
Handlungsprogramm Radverkehr: Schon Ende 2015 sollten die Pläne für das nächste Jahrzehnt in Sachen Radverkehr vorgestellt werden. Den Termin blies die Stadtverwaltung kurzfristig ab – offenbar, weil die Finanzierung der vorgesehen Maßnahmen vollkommen unklar ist. In den Fokus rücken wird erneut die Verbindung Innenstadt-Universität mit der Jahn- und Petershauser Straße (mit möglicher Auto-Durchfahrtssperre) und die Neuorganisation des Zähringerplatzes. Auch ohne Zehn-Jahres-Plan werden verschiedene Radwege verbessert, so am Bahnhof Wollmatingen, von Wollmatingen zur Universität oder durch den Hockgraben. | Bild: Jörg-Peter Rau
Grundsatzentscheidung zum Flugplatz: Die umstrittenen Konzepte zu Gewerbeflächen- und Handelsentwicklung werden 2016 fertig und stehen zu Beratung und Beschluss im Gemeinderat. Damit ist auch eine Grundsatzentscheidung zur Zukunft des Flugplatzes verbunden. Flieger (im Bild: Robert Leitner, im Tower) und Naturschutzverbände lehnen eine Neunutzung als Gewerbegebiet kategorisch ab und bezweifeln sowohl den Bedarf als auch die technische Machbarkeit. Ob es die konkrete Anfrage eines Investors für das Areal gibt und wann der Fugbetrieb eingestellt werden müsste, hat die Verwaltung bisher nicht erklärt.
Grundsatzentscheidung zum Flugplatz: Die umstrittenen Konzepte zu Gewerbeflächen- und Handelsentwicklung werden 2016 fertig und stehen zu Beratung und Beschluss im Gemeinderat. Damit ist auch eine Grundsatzentscheidung zur Zukunft des Flugplatzes verbunden. Flieger (im Bild: Robert Leitner, im Tower) und Naturschutzverbände lehnen eine Neunutzung als Gewerbegebiet kategorisch ab und bezweifeln sowohl den Bedarf als auch die technische Machbarkeit. Ob es die konkrete Anfrage eines Investors für das Areal gibt und wann der Fugbetrieb eingestellt werden müsste, hat die Verwaltung bisher nicht erklärt. | Bild: Oliver Hanser

Teil 4: Soziales und Bildung

Es ist die Herausforderung des Jahres: Die Integration der Kriegsflüchtlinge, die in Konstanz bleiben werden. Der neue Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Konstanz, Moustapha Diop, will unterstützend wirken, damit Kontakte zwischen den Zuwanderern und Einheimischen entstehen können, ebenso christliche Kirchen, die muslimische Gemeinde, Sportvereine, das Helfernetzwerk save me sowie das Café Mondial, welches plant, das Sozialgebäude im Palmenhaus-Park zur Begegnungsstätte umzufunktionieren. Sie alle können Angebote machen, annehmen müssen sich die Neuankömmlinge und die Alteingesessenen.

Es lässt sich schon jetzt eine gewisse Bereitschaft erkennen, dass sich Bürger für die Integration einsetzen wollen. Allein 1000 haben bei save me signalisiert, Flüchtlingen bei den ersten Schritten im neuen Land beratend zur Seite stehen zu wollen. Einige Flüchtlinge wiederum wirken mit beim Projekt Gemeinschaftsgarten, besuchen politische und religiöse Debatten und melden sich manchmal trotz Sprachschwierigkeiten zu Wort.

Trotz dieser positiven Zeichen besteht auch in Konstanz die Gefahr von sozialen Spannungen wegen der Konkurrenz zwischen Menschen mit niedrigen Einkommen und Flüchtlingen vor allem um den raren Wohnraum. Die Stadt steht vor der Herausforderung, die Menschen nicht zu vergessen, die durch Schicksalsschläge ihre Wohnung verloren haben. Im Schatten der Flüchtlingskrise stehen derzeit andere soziale Handlungsfelder, wie das Schaffen neuer Formen des gemeinschaftlichen Zusammenwohnens, alternativer Formen der Pflege oder Anreizsysteme, um Pflegekräfte sowie Erzieher zu gewinnen.

<b>Der Platz in einer Kindertagesstätte Glückssache:</b> Trotz des massiven Ausbaus kann Konstanz den Bedarf weiter nicht decken. Denn auch die Nachfrage steigt. Erste politische Versuche, beim Kita-Ausbau die Bremse zu drücken, sind abgewendet. Der Umbau der Krippe Weiherhof soll 2017 fertig sein, der Ausbau des Kindergartens St. Martin 2018 und auch am Neubau des Kindergartens im Kuhmoosweg wird gearbeitet. Im Zuge der Flüchtlingswelle erwarten Fachleute zusätzlichen Druck auf das rare Gut. Bei der Verteilung im vergangen Sommer gingen mehr als 300 Eltern mit Kinder unter und über drei Jahren leer aus.
Der Platz in einer Kindertagesstätte Glückssache: Trotz des massiven Ausbaus kann Konstanz den Bedarf weiter nicht decken. Denn auch die Nachfrage steigt. Erste politische Versuche, beim Kita-Ausbau die Bremse zu drücken, sind abgewendet. Der Umbau der Krippe Weiherhof soll 2017 fertig sein, der Ausbau des Kindergartens St. Martin 2018 und auch am Neubau des Kindergartens im Kuhmoosweg wird gearbeitet. Im Zuge der Flüchtlingswelle erwarten Fachleute zusätzlichen Druck auf das rare Gut. Bei der Verteilung im vergangen Sommer gingen mehr als 300 Eltern mit Kinder unter und über drei Jahren leer aus. | Bild: Oliver Hanser
<b>Die Modell-Schule geht in Betrieb:</b> Zwei Jahre nach dem Abbruch der alten Gebäude der Franzosenschule geht zum Start des Schuljahres 2016/17 das neue Haus der Konstanzer Gemeinschaftsschule in Betrieb. Diesem Meilenstein in der örtlichen Schullandschaft stehen viele ungelöste Aufgaben gegenüber. So ist unklar, ob es für die Theodor-Heuss-Realschule langfristig eine Zukunft gibt, auch die künftige Entwicklung der Werkrealschulen bleibt offen. Ein Gutachter ist beauftragt, Vorschläge für die künftige Schulentwicklung zu erarbeiten. Klar ist bisher nur: 2019 schließt die Mädchenschule Zoffingen. <br><br><b>Sie suchen die richtige Schule für Ihr Kind?</b> <a href="http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/gemeinschaftsschule-konstanz/">Hier geht's zum großen Themenpaket Gemeinschaftsschule (Stand 2016) mit allen Infos für Eltern.</a>
Die Modell-Schule geht in Betrieb: Zwei Jahre nach dem Abbruch der alten Gebäude der Franzosenschule geht zum Start des Schuljahres 2016/17 das neue Haus der Konstanzer Gemeinschaftsschule in Betrieb. Diesem Meilenstein in der örtlichen Schullandschaft stehen viele ungelöste Aufgaben gegenüber. So ist unklar, ob es für die Theodor-Heuss-Realschule langfristig eine Zukunft gibt, auch die künftige Entwicklung der Werkrealschulen bleibt offen. Ein Gutachter ist beauftragt, Vorschläge für die künftige Schulentwicklung zu erarbeiten. Klar ist bisher nur: 2019 schließt die Mädchenschule Zoffingen.

Sie suchen die richtige Schule für Ihr Kind? Hier geht's zum großen Themenpaket Gemeinschaftsschule (Stand 2016) mit allen Infos für Eltern. | Bild: Oliver Hanser
<b>Die Großaufgabe Integration:</b> Die vielen neuen Flüchtlinge in der Stadt müssen nicht nur mit Not- und Anschlussunterkünften versorgt werden, jetzt startet das Großprojekt der Integration. Bürger äußerten in Debatten nicht nur ihre Sorgen, sondern nur auch ihre Bereitschaft, den Neuankömmlingen die Hand zu reichen. Mehr als 1000 Konstanzer haben sich schon beim Helfernetzwerk save me registrieren lassen. Das Café Mondial will im Sozialbau im Palmenhaus-Park im Paradies eine neue Begegnungsstelle einrichten. Der Gemeinderat hat den Plänen schon zugestimmt. Nun steht noch eine Freigabe durch das Regierungspräsidium aus.
Die Großaufgabe Integration: Die vielen neuen Flüchtlinge in der Stadt müssen nicht nur mit Not- und Anschlussunterkünften versorgt werden, jetzt startet das Großprojekt der Integration. Bürger äußerten in Debatten nicht nur ihre Sorgen, sondern nur auch ihre Bereitschaft, den Neuankömmlingen die Hand zu reichen. Mehr als 1000 Konstanzer haben sich schon beim Helfernetzwerk save me registrieren lassen. Das Café Mondial will im Sozialbau im Palmenhaus-Park im Paradies eine neue Begegnungsstelle einrichten. Der Gemeinderat hat den Plänen schon zugestimmt. Nun steht noch eine Freigabe durch das Regierungspräsidium aus.
<b>Das große Planen fürs neue Schwaketenbad: </b>Schwimmsportler müssen sich gedulden. Erst 2019 wird das neue Schwaketenbad stehen. Das alte war vergangnen Juli abgebrannt. Doch die Planungen, wie die neue Schwimmhalle aussehen soll, laufen in diesem Jahr auf Hochtouren. Unter anderem soll schon im Frühjahr die Entscheidung fallen, ob das neue Bad ein zweites 25-Meter-Becken mit sechs oder acht Bahnen bekommt. Mit diesem könnten mehr Schwimmer bedient werden. Es würde allerdings auch geschätzte Mehrkosten bis 900?000 Euro nach sich ziehen, welche nicht die Versicherung trägt.
Das große Planen fürs neue Schwaketenbad: Schwimmsportler müssen sich gedulden. Erst 2019 wird das neue Schwaketenbad stehen. Das alte war vergangnen Juli abgebrannt. Doch die Planungen, wie die neue Schwimmhalle aussehen soll, laufen in diesem Jahr auf Hochtouren. Unter anderem soll schon im Frühjahr die Entscheidung fallen, ob das neue Bad ein zweites 25-Meter-Becken mit sechs oder acht Bahnen bekommt. Mit diesem könnten mehr Schwimmer bedient werden. Es würde allerdings auch geschätzte Mehrkosten bis 900?000 Euro nach sich ziehen, welche nicht die Versicherung trägt. | Bild: Oliver Hanser
<b>Das Jubiläum und der Spitzenzulauf:</b> Den beiden Konstanzer Hochschulen steht ein großes Jahr bevor. Die Universität feiert die Gründung vor 50 Jahren und die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) mit erstmals 5000 Studierenden im vergangenen Jahr ist weiter auf Ausbaukurs. Neben dem weiteren Neubau auf dem Campus hat die Hochschule auch das Gebäude der Wessenbergschule im Visier. Diese wird möglicherweise räumlich mit der Zeppelin-Gewerbeschule zusammengelegt. Neben den räumlichen Erweiterungen sind der Ausbau des Praxisbezugs und des Master-Angebots geplant.
Das Jubiläum und der Spitzenzulauf: Den beiden Konstanzer Hochschulen steht ein großes Jahr bevor. Die Universität feiert die Gründung vor 50 Jahren und die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) mit erstmals 5000 Studierenden im vergangenen Jahr ist weiter auf Ausbaukurs. Neben dem weiteren Neubau auf dem Campus hat die Hochschule auch das Gebäude der Wessenbergschule im Visier. Diese wird möglicherweise räumlich mit der Zeppelin-Gewerbeschule zusammengelegt. Neben den räumlichen Erweiterungen sind der Ausbau des Praxisbezugs und des Master-Angebots geplant. | Bild: Oliver Hanser
<b>Das Klinikum bleibt Großbaustelle:</b> Auf dem Gelände des Konstanzer Klinikums wird noch bis 2018 gewerkt. Bis dahin entstehen die neuen Räume des orthopädischen Krankenhauses Vincentius, das von der Laube an den Klinikkomplex in Petershausen zieht. Ebenfalls Bestandteil des Neubaus sind: Notaufnahme, Aufnahmestation, neun Operationssäle, Funktionsräume, Intensivstation, Radiologie sowie eine Tiefgarage für 250 Autos. Der Klinikverbund sorgt sich wegen der geplanten Krankenhaus-Reform. Mitarbeiter hatte am Protest dagegen beteiligt. Sie fürchten Finanzlöcher und Fließbandarbeit am Patienten.
Das Klinikum bleibt Großbaustelle: Auf dem Gelände des Konstanzer Klinikums wird noch bis 2018 gewerkt. Bis dahin entstehen die neuen Räume des orthopädischen Krankenhauses Vincentius, das von der Laube an den Klinikkomplex in Petershausen zieht. Ebenfalls Bestandteil des Neubaus sind: Notaufnahme, Aufnahmestation, neun Operationssäle, Funktionsräume, Intensivstation, Radiologie sowie eine Tiefgarage für 250 Autos. Der Klinikverbund sorgt sich wegen der geplanten Krankenhaus-Reform. Mitarbeiter hatte am Protest dagegen beteiligt. Sie fürchten Finanzlöcher und Fließbandarbeit am Patienten. | Bild: Luisa Rische