Sie hat es geschafft: Die Studentin Anne Klenge ist in ihrer neuen Wahlheimat Trondheim angekommen. Mit dem Fahrrad ist sie die 2.250 Kilometer von Konstanz aus zu ihrem neuen Studienort geradelt – für den guten Zweck. Sie sammelt nämlich Spenden für eine Klimaschutzorganisation. In ihrer Mittagspause berichtet sie dem SÜDKURIER beim Telefoninterview von ihren Erfahrungen. Danach muss sie nämlich gleich wieder zur nächsten Veranstaltung: Die Universität in Trondheim, an der sie nach dem Bachelor in Konstanz ihren Master machen will, hat nämlich schon begonnen.

Zwischenstopp am höchsten Punkt von Anne Klenges Tour, nördlich von Tynset in Norwegen.
Zwischenstopp am höchsten Punkt von Anne Klenges Tour, nördlich von Tynset in Norwegen. | Bild: Anne Klenge

„Ich habe noch gar nicht realisiert, dass ich angekommen bin“, sagt Anne Klenge. Am 20. Juli hat sie sich auf die Reise begeben. Gestartet in Leonberg, der Heimat ihrer Eltern, ist sie nun nach 23 Tagen Radeln, vergangene Woche, in ihrem neuen Zuhause angekommen. Die große Freude blieb aber wider Erwarten erstmal aus. „Ich bin abends im Wohnheim angekommen und war ganz alleine, das war schon ein bisschen komisch“, erzählt die 23-jährige. Ihre künftigen Mitbewohner hat sie also erst mal nicht vorgefunden, dafür aber ihr neues WG-Zimmer. Ausgestattet mit einem Schrank, als einziges Möbelstück im Raum.

Zwischenstopp unterwegs im Østerdalen, ein Tal in Norwegen.
Zwischenstopp unterwegs im Østerdalen, ein Tal in Norwegen. | Bild: Anne Klenge
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Wäsche waschen statt Party machen

Anstatt ihre Ankunft zu feiern, habe Anne Klenge also erst mal eine Dusche genommen und eine Ladung Wäsche angestellt. Mit etwas zeitlichem Abstand sei dann auch die Freude gekommen, so Klenge. Das schönste Ereignis der Reise kam jedoch ganz unverhofft, erzählt die 23-jährige: „Ich habe unterwegs zufällig zwei Leute kennengelernt, die auch nach Trondheim fahren wollten. Also sind wir die letzten beiden Tage gemeinsam gefahren und haben nach dem Zieleinlauf gepicknickt“.

Vor dem Gløshaugen Campus der NTNU, an der Anne Klenge fortan „Urban Ecological Planning“ studiert. Ihre Begleitungen Sina und Jonas hat sie zufällig unterwergs kennengelernt.
Vor dem Gløshaugen Campus der NTNU, an der Anne Klenge fortan „Urban Ecological Planning“ studiert. Ihre Begleitungen Sina und Jonas hat sie zufällig unterwergs kennengelernt. | Bild: Anne Klenge

Es habe aber auch weniger schöne Momente gegeben: „Als ich ganz alleine unterwegs war, war das schon eine Herausforderung. Manchmal hat mir einfach die Motivation zum Fahren gefehlt“, erinnert sich Klenge. In solchen Momenten habe sie dann ihre Mutter angerufen, erzählt die Studentin, „dann ging es wieder“. Trotzdem habe sie Feuer gefangen und plane schon die nächste Radtour. „Vielleicht ans Nordkap“, blickt sie voraus.

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