Hohenfels muss 42 Flüchtlinge unterbringen, um die geforderte Quote der Anschlussunterbringung vom Landratsamt zu erfüllen. Im März hat die Gemeinde bereits die Immobilie Ehrenloh 10 erworben, um die Gemeindequote zu verbessern. „Die Nichterfüllung führt zur Zahlung einer nicht unerheblichen Fehlbelegerabgabe„, erklärte Bürgermeister Florian Zindeler den Gemeinderäten in den jüngsten Sitzung.

Aktuell seien 28 Flüchtlinge in der Gemeindeuntergebracht, fast alle im Ehrenloh. Nun müssten die ebenfalls im März beschlossenen kleineren Maßnahmen zur Nutzbarmachung der Flüchtlings- und Obdachlosenunterkunft „Alte Grundschule„ angegangen werden.

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Auch wenn es hierfür langfristig andere Verwendungszwecke gebe, lohnten sich die Maßnahmen, da die Fehlbelegerabgabe deutlich höher ausfalle, so Zindeler. „Der rechtliche Weg der Zuweisung von Flüchtlingen in die Anschlussunterbringung nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz ist weiterhin jederzeit möglich“, zitierte er aus einem Brief von Landrat Zeno Danner, um die Dringlichkeit zu unterstreichen.

Beides seien nur Maßnahmen, um einen zeitlichen Puffer zu schaffen, um Lösungen zu finden. Er betonte, man wolle Rücksicht auf die Nachbarn nehmen und es sei klar, dass nicht immer alles reibungslos verlaufe. Denn Missverständnisse seien bei unterschiedlichen Sprachen und Kulturen nicht ganz zu vermeiden. Trotzdem stelle sich auch Hohenfels dem gesamteuropäischen Auftrag.

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