Der Hohenfelser Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Abrundungssatzung Oberesch im Hinblick auf die Schaffung von Wohnraum beschäftigt. Laut Sitzungsvorlage hatte es eine Überprüfung gegeben, welche ergab, dass die Angrenzer im Süden derzeit keinen Bedarf an der Ausweisung einer größeren Fläche haben. Die Gemeindeverwaltung schlug darum vor, dass sich der Geltungsbereich weiterhin allein auf ein bestimmtes Flurstück beziehen solle und dass die mögliche Bebauung in der zweiten Reihe auf Nachbargrundstücken bei der Planung berücksichtigt werden könne.

Die Meinungen gehen auseinander

Karl Schmid (FUW) war allerdings anderer Meinung. Er sagte: „Eigentlich sind wir ohnehin in der Planung und haben die Hoheit der Überplanung und sollten diese auch nutzen. Ich kann mir vorstellen, dass Nutzungsgebühren keinen großen Umfang haben, deswegen sollte man meiner Meinung nach eine Überplanung des Grundstücks in Angriff nehmen.“ Dazu sagte Bürgermeister Florian Zindeler: „Es würden auf jeden Fall Kosten auf die Eigentümer zukommen. Man kann das allerdings schon diskutieren.“ Er fügte hinzu, dass man für eine Überplanung verschiedene Folgeschritte einleiten müsste.

Karlheinz Lehmann (FUW) wandte ein: „Ich finde es vermessen, dass man jetzt eine Fläche überplanen soll, die dann den Eigentümern in Rechnung gestellt wird, obwohl diese keinen Bedarf haben.“ Kosten für eine grüne Wiese seien eigentlich niemandem zumutbar. „Außerdem sind wir noch nie so aktiv gewesen wie im letzten Jahr“, so Lehmann.

Daniela Jage (BLH) war im Hinblick auf die Marktverdichtung derselben Meinung wie Karl Schmid. Auch Harald Benkler (BLH) gab zu bedenken: „Wir wollen genug Wohnraum schaffen in Selgetsweiler, in Mindersdorf und so weiter. Ich finde das passt so für die Gemeinde, wenn wir überplanen.“ Am Ende gab es noch keinen Beschluss.