Kalkofen ist jetzt im Hochwasserschutz einen guten Schritt weiter: Dort ist die neue Anlage für Mischwasserbehandlung offiziell in Betrieb genommen worden. Bürgermeister Florian Zindeler verkündete bei der Inbetriebnahme stolz: „Alles was technisch ist, ist fertig.“ Man habe im Hochwasserschutz immer die beste Lösung für alle sieben Ortsteile gesucht.

So wurden aus der alten Kläranlage mit einem Regenüberlaufbecken ein Drosselbauwerk und zwei Regenüberlaufbecken geschaffen, um zusätzliches Volumen für die Mischwasserbehandlung bereitzustellen.

Millionenprojekt geht in Betrieb

Die Becken haben sogenannte Lamellenabscheider sowie Feinsieb-Rechen, welche Biomasse aus dem Wasser entfernen. Durch Zentrifugalkraft und unter dem Einfluss der Gewichtskraft wird das Ablagern von Teilchen herbeigeführt. Zudem gibt es eine Abflussdrosselung und -messung. Die Inbetriebnahme des Millionenprojekts fand mit mehreren Beteiligten statt, zum Beispiel Harald Güthler von der beauftragten Firma Güthler-Ingenieure aus Waldshut-Tiengen.

Der Abwasserverband Stockacher Aach, zu welchem Hohenfels gehört, betreut betriebstechnisch die Anlage. Alles im Verbandsgebiet anfallende Abwasser wird zur Sammelkläranlage nach Espasingen geleitet, wo es gereinigt und geklärt wird. Die Ableitung erfolgt teilweise über freies Gefälle oder auch über Pumpanlagen, wie die in Liggersdorf und Selgetsweiler.

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Bei der Inbetriebnahme wurde ein Starkregen simuliert. Carsten Buksch, Mitarbeiter des Abwasserverbands Stockacher Aach, erklärte, wie die Mischwasserbehandlung in einem solchen Fall abläuft: Alles Schmutzwasser würde dann nach Kalkofen gepumpt, wo im Regenüberlaufbecken der erste Schmutzstoß abgefangen wird.

In den zwei Regenklärbecken gibt es dann eine mechanische Reinigung. Wenn es mehr regnet, als die Becken aufnehmen können – eines fasst 200, das andere 300 Kubikmeter -, fließt das überschüssige Wasser in den Kolberbach.