Es ist eine Mammutaufgabe für die Gemeinde Hohenfels: Der umfangreiche Umbau der Kläranlage in Kalkofen für die Mischwasserbehandlung läuft und kostet die Gemeinde rund 1,2 Millionen Euro. Und auf der Baustelle scheint alles glatt zu laufen. Bürgermeister Florian Zindeler bestätigte auf SÜDKURIER-Nachfrage: „Wir sind guter Dinge, dass das Projekt erfolgreich und innerhalb der geplanten Zeit umgesetzt beziehungsweise fertiggestellt werden kann.

Eines der größten und teuersten Vorhaben

Es ist eines der größten, wenn nicht sogar das größte Projekt der Gemeinde im Jahr 2020 und daher sind diese Aussichten erfreulich.“ Bezuschusst wird das Vorhaben mit rund 952.400 Euro aus den Fördertöpfen des Landes Baden-Württemberg. Das ergibt einen Fördersatz von rund 80 Prozent.

Erste Pläne stammen aus 2014

Laut Zindeler habe die Planung für die Verbesserung beziehunsgweise den Umbau der ehemaligen eigenen Kläranlagen bereits 2014 begonnen und erste Baumaßnahmen folgten im Jahr 2017. In diesem Jahr soll nun auch der größte Abschnitt mit Erfolg umgesetzt werden. „In allen Ortsteilen wurden innovative Lösungen gesucht und gefunden, daher sind wir stolz auf die Maßnahmen“, so Zindeler. Die Mischwasserbehandlung sei Teil der Hohenfelser Infrastruktur und Teil einer Gemeinschaftsaufgabe, da die Gemeinde Hohenfels ein Mitglied im Abwasserverband Stockacher Aach ist.

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Die Bauarbeiten an der Kläranlage befinden sich laut Ingenieur Harald Güthler wieder voll im Zeitplan. „Die Bauarbeiten sind nur kurzfristig unterbrochen worden“, sagte er. Dies sei einerseits witterungsbedingt und andererseits betriebsbedingt durch die beauftragte Baufirma begründet gewesen. „Die Bauarbeiten wurden aber Mitte Juli wieder aufgenommen und alle erforderlichen Bautätigkeiten beschleunigt durchgeführt, sodass für die technische Ausrüstungsfirma keine Behinderungen erzeugt wurden“, so Güthler. Er rechne damit, dass die Anlage bis Ende September fertiggestellt sei. „Der Schlussverwendungsnachweis soll Ende Oktober erfolgen“, sagt Güthler.

Im bestehenden Klärbecken stehen noch Betonsanierungsarbeiten an.
Im bestehenden Klärbecken stehen noch Betonsanierungsarbeiten an. | Bild: Matthias Güntert

Hinter diese Arbeiten konnte Ingenieur Harald Güthler bereits einen Haken setzen: Das Entlastungsbauwerk ist nahezu fertiggestellt. „Die entsprechenden Drosselschieber müssen nur noch programmiert werden“, so Güthler. Das Drosselbauwerk wurde indes bereits im Erdreich versetzt. Dort ist die technische Ausrüstung bereits zu 70 Prozent installiert.

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Am Regenüberlaufbecken fehlt laut Güthler noch ein Widerlager für die Brückenkonstruktion. „Insofern sind dort noch bautechnische Arbeiten notwendig“, sagt er. Sobald diese erledigt sind, folgt der Einbau der Lamellenschieber. Am Klärwerkbecken selbst fehlen ebenfalls noch beide Widerlager und die Brückenkonstruktion. Darüber hinaus seien im Klärbecken selbst noch Betonsanierungsarbeiten notwendig, führt Güthler weiter aus.

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