Der Gemeinderat von Hohenfels hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit zwei Bebauungsplänen befasst. Es ging jeweils um den Satzungsbeschluss.

Gebiet Steinraussenweg

Die Beteiligung der Öffentlichkeit fand bis Ende April statt. Helmut Hornstein vom Planungsbüro Hornstein stellte die Anregungen und Bedenken der Öffentlichkeit wie auch der Träger öffentlicher Belange vor. Der Rat stimmte jedem Punkt einstimmig zu und erteilte der Satzung Bebauungsplan „Steinraussenweg“ ohne erneute Auslegung das Einvernehmen.

Vom Landratsamt waren verschiedene Hinweise gekommen. So sei der Schutz der Avifauna zu berücksichtigen. Hier geht es beispielsweise um artenschutzrechtliche Belange. Bei der Außenbeleuchtung sollen Beleuchtungsanlagen ökologischen Belangen entsprechen. Außerdem wird der Zeitraum der Brutzeit aufgenommen: Vom 1. März bis 30. September sind Rodearbeiten verboten. Vorhandene Bäume sollen bei Abgang ersetzt werden.

Im Überschwemmungsgebiet der Aach

Oberirdische Gewässer seien zwar von der Planung nicht direkt betroffen, doch das Landratsamt Konstanz wies darauf hin, dass nach Erkenntnissen der Flussgebietsuntersuchung Stockacher Aach Teile des Gebiets im Überschwemmungsgebiet der Aach lägen. Ein Hinweis solle in den Text aufgenommen werden, waren die Räte einig.

Eine Stellungnahme des Landratsamts bezog sich auf die Lagerung von und den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Seit Januar 2018 gelten neue gesetzliche Regelungen für Heizölverbrauchsanlagen in Überschwemmungs- und weiteren Risikogebieten. Hier erfolgt eine Ergänzung des Hinweises zur Wasserwirtschaft und zum Grundwasserschutz. Auf Anregung von Netze BW bleibt die Planung so, dass keine Freileitungen über den Bestand hinaus zugelassen werden.

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Auch die festgesetzten Firsthöhen bleiben im Plan. Stellungnahmen der Stadt Stockach bezogen sich unter anderem auf die Abstände. Ein Mindestabstand zum Fahrbahnrand wird bei Garagen auf fünf Meter, bei Carports auf 3,5 Meter festgelegt. Einfriedungen zu öffentlichen Verkehrsflächen müssen mindestens einen halben Meter Abstand einhalten. Auf Anregung der Stadt Stockach werden Metalleindeckungen für Gauben zugelassen.

Gebiet „Gründen“

Der Planungsentwurf für den Bereich „Gründen“, auch in Liggersdorf, hatte ebenfalls bis Ende April offen gelegen. Helmut Hornstein nannte nur wenige Anregungen. Auch hier ging es um naturschutzrechtliche Belange.

Außerdem sollte die im Textteil enthaltene Vorschrift zur Gestaltung von Freianlagen durch die vom Naturschutzbeauftragten genannte Formulierung ersetzt werden. Diese bezieht sich auf Flächenversiegelung, Mauern und die Pflanzung mindestens eines heimischen Baumes pro Garten. Der Rat stimmte dieser Abrundungssatzung in der zweiten Änderung ebenfalls zu. Es erfolgt keine weitere Auslegung.