Der Hohenfelser Gemeinderat hat beschlossen, vorbereitende Planungsleistungen für die Neuerteilung oder Verlängerung der wasserrechtlichen Genehmigungen im Gewerbegebiet Bruck an das Sigmaringer Ingenieurbüro Langenbach zu vergeben. Denn es muss für das gesamte Gewerbegebiet beurteilt werden, ob eine Verlängerung oder Neuerteilung der wasserrechtlichen Genehmigungen notwendig oder fachtechnisch überhaupt möglich ist. Hierfür müssen Planunterlagen und Beschreibungen zur Regenwasserentwässerung erstellt werden. Der Beschluss zur Vergabe erfolgte mit drei Gegenstimmen und einer Enthaltung.

Das Gewerbegebiet Bruck im Hohenfelser Ortsteil Liggersdorf besteht aus mehreren Bebauungsplänen, die seit 1983 aufgestellt wurden. 2020 stellte der Außendienst der Unteren Wasserbehörde des Landratsamts fest, dass beispielsweise die geplante und wasserrechtlich behandelte Muldenentwässerung nur noch teilweise vorhanden ist. Dirk Langenbach vom Ingenieursbüro erläuterte dem Rat den Sachverhalt. „Wasserrechtliche Genehmigungen gelten immer 20 Jahre. Eine solche Genehmigung muss immer wieder überprüft werden. Man muss feststellen, was ist noch da oder muss etwas erweitert werden“, erklärte Langenbach.

Was die Räte sagen oder kritisieren

Die Räte reagierten allerdings mit etwas Unmut auf die zu erfüllende Aufgabe. Karl Schmid (FUW) sagte: „Wenn die Mulden jemals gemacht worden wären, dann würde man davon heute noch etwas sehen. Wasserrechtlich und wassertechnisch ist da der größte Blödsinn gemacht worden, den man überhaupt machen kann.“

Bürgermeister Florian Zindeler bezeichnete die Beauftragung der Planungsleistungen als charmanten Zwischenschritt. Er sagte aber, er verstehe den Ärger darüber, gewisse Altlasten aufräumen zu müssen. Ratsmitglied Karlheinz Lehmann (FUW) war der Meinung, man solle die Alteigentümer in Regress nehmen, sollten Kosten entstehen, die darauf zurückzuführen sind, dass jene da was versäumt haben.“

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