In Hohenfels wird intensiv und konsequent in die Tiefe gebaut. Zum einen geht dort der Breitbandausbau weiter und zum anderen wird das Erdgasnetz ausgebaut. Beide Ausbauten werden seit 2019 parallel zueinander vorangetrieben: In diesem und im kommenden Jahr sind die Arbeiten im Ortsteil Kalkofen und im Gewerbegebiet Egelsee an der Reihe. Danach folgt der Restausbau im Ortsteil Selgetsweiler.

Der Hohenfelser Gemeinderat hat nun einvernehmlich einen Beschluss gefasst: Die Sigmaringer BLS-Breitbandversorgung soll gemäß des Rahmenvertrags Kabel- und Spleißarbeiten an die Biberacher Firma alb-elektric Huber Freileitungs- und Kabelbau vergeben können.

Mikro-Pipes für 553 Grundstücke

Bis jetzt wurden auf der Gemarkung Hohenfels, einschließlich Mühlweg und Kolberweg, 553 Grundstücke mit Leerrohren für Leitungen versorgt und 209 FTTB-Anschlüsse bis zum Hausübergabepunkt im jeweiligen Gebäude fertig gestellt. Im Haushalt 2021 sind 110.000 Euro für eine zweite FTTB-Anschlusswelle vorgesehen. Damit sollen nun 70 weitere Anschlüsse gelegt werden.

Den Ausgaben stehen Einnahmen in Höhe von 60.000 Euro Baukostenzuschuss entgegen. Da der Gemeinderat wissen wollte, wie diese 60.000 Euro an die Gemeinde zurückfließen würden, erklärte Bürgermeister Florian Zindeler: „Wenn das Kabel gesetzt ist, dann melden wir das der BLS und die stellen dann die Rechnung. Die Gemeinde Hohenfels ist Gesellschafter der BLS, das bedeutet wir können dann die Rechnung stellen.“

Die genauen Kosten hängen davon ab, wie weit der Besteller vom eigentlichen Anschluss weg sei, was dann zur Reduzierung oder Erhöhung der Kosten führe, erläuterte Zindeler weiter. Die Kostensumme sei eine Annahme, die um ein paar Prozent nach oben oder unten abweichen könne.

Wasserleitung wird erneuert

Auch in Bezug auf weitere mit dem Glasfaser- und Ergas-Netzausbau zusammenhängende Tiefbaumaßnahmen in Kalkofen hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Versammlung einen Beschluss gefasst: Er hat der Erneuerung der Wasserleitung im Bereich der L 194 zwischen der Kapelle und dem Dorfgemeinschaftshaus zugestimmt. Beauftragt wurde die Aacher Firma Senn-Bau zu einem Angebotspreis von 42.000 Euro netto.

Bürgermeister Zindeler sagte in der Sitzung: „Wir haben nicht nur Gespräche mit der Netze BW geführt, sondern haben demnächst auch Gespräche mit dem Regierungspräsidium Freiburg, weil wir mit dieser Maßnahme die halbe Straße aufreißen. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt. Wir stoßen mit unserer Gesprächsanfrage jedoch auf offene Ohren.“

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Laut Florian Zindeler sei der Leitungsbau der L 194 für das kommende Jahr vorgesehen. Dafür ist dann eine großräumige Umleitung notwendig. Ratsmitglied Karlheinz Lehmann (FUW) fragte, ob bei dieser Gelegenheit die Höhenunterschiede ausgeglichen werden könnten, die der Fußweg aufweise. Der Bürgermeister erklärte, für den Fußweg sei nicht das Land, sondern die Gemeinde zuständig. Insofern müsse man abwarten, was der Hohenfelser Haushalt in 2022 hergebe.