Im Bebauungsplanverfahren für den Dietersberg im Hohenfelser Ortsteil Mindersdorf nähert sich die Gemeinde langsam einer Struktur für die Fläche, erklärte Bürgermeister Florian Zindeler im Gemeinderat: „Es wird auch Zeit, denn die Frist für das Verfahren endet zum Ende des Jahres. Wir haben nun eine Baugrundübersichtserkundung vergeben. Der Hang war schon immer ein zentraler Punkt, der Fragen der Gestaltung offen ließ.“ Das Radolfzeller Ingenieurunternehmen HPC übernimmt die Untersuchung.

Keine Gefahr für die Tierwelt

In der Zwischenzeit hat die Uhldinger Firma Seeconcept nach zwei Begehungen ein Artenschutzgutachten für den Dietersberg erstellt. Im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes befinden sich dort allgemein verbreitete Vogelarten. Laut der Analyse kann die Gemeinde davon ausgehen, dass die Tiere in ihrem Lebensraum nicht gestört werden, wenn zwischen Oktober und März gebaut wird. Florian Zindeler nannte dies ein gutes Ergebnis aus Sicht der Gemeinde wie auch für die Tierwelt.

Gemeinderat Karl Schmid: „Wir müssen zuerst klären was wir wollen und dann den Planer beauftragen. Der Ablauf sollte eingehalten werden.“
Gemeinderat Karl Schmid: „Wir müssen zuerst klären was wir wollen und dann den Planer beauftragen. Der Ablauf sollte eingehalten werden.“ | Bild: Archiv

Der Gemeinderat hat es vertagt, einem Fachbüro die Planung einer Bebauung zu übergeben. Das Sigmaringer Ingenieursbüro Langenbach steht hier zur Entscheidung an. Die Räte waren sich uneinig, obgleich die Gemeinde dringend empfahl, das Planverfahren einzuleiten. Karl Schmid (FUW) forderte: „Wir müssen zuerst klären was wir wollen und dann den Planer beauftragen. Der Ablauf sollte eingehalten werden.“ Der Bürgermeister widersprach: „Der Gemeinderat hat ja schon formuliert, dass wir eine Bebauung wünschen. Der Beschluss wurde ja schon positiv gefasst.“

Bürgermeister Florian Zindeler antwortet Karl Schmid: „Der Gemeinderat hat ja schon formuliert, dass wir eine Bebauung wünschen. Der Beschluss wurde ja schon positiv gefasst.“
Bürgermeister Florian Zindeler antwortet Karl Schmid: „Der Gemeinderat hat ja schon formuliert, dass wir eine Bebauung wünschen. Der Beschluss wurde ja schon positiv gefasst.“ | Bild: Gemeinde Hohenfels

Doch auch Rätin Daniela Jage (BLH) war derselben Meinung wie Karl Schmid: „Es gibt noch Unwegsamkeiten: Das Ergebnis der Baugrundübersichtserkundung liegt noch nicht vor. Warum können wir nicht bis zur nächsten Sitzung warten, bis Ergebnisse vorliegen?“

Sorge um das Geld

Ihr stimmte auch Karlheinz Lehmann (FUW) zu und sagte: „Wir sind dabei, etwas in Mindersdorf zu tun und wollen es auch umsetzen. Aber wir haben das Bodengutachten in Auftrag gegeben und wollen das Ergebnis wissen. Wenn wir jetzt einen Planer beauftragen und man kann da gar nicht bauen, dann haben wir 8792,47 Euro in den Sand gesetzt. Wir sitzen hier zwischen zwei Stühlen.“ Eine Entscheidung soll fallen, wenn das Ergebnis der Baugrundübersichtserkundung vorliegt.

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