Architekt Helmut Hornstein hat in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Hohenfels einen überarbeiteten Entwurf des Bebauungsplans „Hungerberg Gesamt“ präsentiert. Das Gremium stimmte dem Plan, der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden zu. Ende Juli war der erste Entwurf diskutiert worden. Ein Wunsch war die flexiblere Gestaltung der Baugrenzen an vielen Grundstücken.

„Der Plan geht mit Baufenstern nun fast an die Grenzen dessen, was man überhaupt machen kann“, beschrieb Hornstein. Auf nahezu jedem Grundstück seien nun üppige Erweiterungsmöglichkeiten vorgesehen. 40 Prozent des Baugrundstückes dürften überbaut werden. Damit hätten die Eigentümer deutlich mehr Möglichkeiten, auf veränderte Lebens- und Wohnbedürfnisse einzugehen. Doch er beruhigte: „Das Gebiet wird sich nicht grundsätzlich ändern, weil es schon weitgehend bebaut ist.“

„Maximum an Gestaltungsfreiheit„

Bürgermeister Florian Zindeler stimmte dem zu: „Mit diesem Entwurf wurde das Maximum an Gestaltungsfreiheit rausgeholt.“ Ein weiteres Vollgeschoss könne ausnahmsweise zugelassen werden, wenn es städtebaulich vertretbar sei. Karl Schmid (FUW) sagte: „Kann-Vorschriften sind schwierig.“ Zindeler sah dieses Problem nicht. „Es handelt sich um einen Ausnahme-Tatbestand. Die Umgebung ist zu prüfen, dann entscheidet der Gemeinderat. Er muss es nicht zulassen.“

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Man wünsche sich, dass auf bereits versiegelter Fläche mehr Wohnraum geschaffen wird – nicht pauschal, aber als Ausnahme. Je Wohngebäude wurden höchstens drei Wohneinheiten festgesetzt. Eine weitere könne auf Anfrage zugelassen werden. Als Beitrag zur Gestaltung des Straßenbildes muss bei jeder Neubebauung und Erweiterung des Gebäudebestandes je 300 Quadratmeter Grundstücksfläche ein Laubbaum gepflanzt werden. Die beigefügte Pflanzenliste stelle einen Vorschlag zur naturnahen Gestaltung dar, von dem abgewichen werden könne, so Helmut Hornstein. Vorzugsweise sollten aber heimische Pflanzenarten gewählt werden.