Ein Besuch in der Werkstatt von Richard Dettweiler lässt den Besucher sich zurück in andere Zeiten versetzen. Man denkt unwillkürlich an Bilder, die man gesehen hat von vielleicht einem Instrumentenbauer oder Puppenschnitzer oder auch einem Schreiner, so wie es früher einmal war. Und damit liegt man nicht ganz falsch.

Richard Dettweiler, Jahrgang 1956, ist ein gebürtiger Hohenfelser und arbeitet ials Elektromechaniker. Doch in seinem Haus in Kalkofen hat er sich im Keller eine kleine Werkstatt eingerichtet, in der er seinem Hobby nachgeht, der Schreinerei.

Faszination für altes Handwerk

Hier entstehen in althergebrachter Handarbeit verschiedenste Werkstücke: Vesperbretter, Vasen aus Holz, die ein Reagenzglas haben, Deko-Artikel aus Altholz und vieles andere mehr kann man sehen und anfassen, denn auch das ist wichtig. Auch Schränke und Betten hat Dettweiler schon entworfen und gebaut.

Mit einer Drehbank begann für Richard Dettweiler die Faszination für das Holzhandwerk. Bilder: Jan Riebesehl
Mit einer Drehbank begann für Richard Dettweiler die Faszination für das Holzhandwerk. Bilder: Jan Riebesehl

An seinen Möbeln und anderen Werkstücken erkennt man schnell den Unterschied zu Massenprodukten. Er verwendet nur heimische Hölzer, die gut getrocknet sind und sich so nicht mehr verziehen. Und das erkennbare handwerkliche Geschick lässt den Betrachter das Werkstück einfach nur bewundern.

Richard Dettweiler hat für seine Enkelin einen Puppenwagen gebaut. Zur Zeit restauriert er einen antiken Puppenwagen.
Richard Dettweiler hat für seine Enkelin einen Puppenwagen gebaut. Zur Zeit restauriert er einen antiken Puppenwagen.

Ein echter Autodidakt

Richard Dettweiler ist allerdings kein gelernter Schreiner. Er fing an in seiner Freizeit an einer Drehbank zu drechseln und fand Gefallen daran, das Holz zu gestalten und verändern. Er arbeitete sich durch Gelesenes und Gehörtes in das Schreinerhandwerk autodidaktisch ein. Dabei interessierte er sich nicht für Maschinen und Computer. Für ihn ist der Maßstab immer das eigentliche Handwerk, eben Handarbeit.

Das Schreinern ist stets Hobby geblieben

Es ist auch weiter ein Hobby für ihn geblieben: "Wenn ich die Zeit, die man für ein Werkstück braucht, nach einem heutigen Stundenlohn berechnen würde, würde kein Mensch mir irgendetwas abnehmen. Und ich möchte, dass sich die Menschen an den Dingen erfreuen, die ich mit meinen Händen gemacht habe!"

Daher verkauft er seine Produkte nur auf Weihnachtsmärkten und ähnlichem. Dies meist zusammen mit zwei Freunden, die das gleiche Hobby haben.