Eigentlich wollte sich der Gemeinderat von Hohenfels in seiner jüngsten Sitzung mit der Barrierefreiheit der Bushaltestellen beschäftigen. Im Speziellen sollte ein Planungsbüro mit einer Überprüfung beauftragt werden. Doch das Gremium entschied sich, die Thematik auf eine der kommenden Sitzungen zu verschieben. Die mehrheitliche Meinung im Rat: Das Angebot über 17 300 Euro ist zu teuer.

Trotz der Vertagung wies Bürgermeister Florian Zindeler daraufhin, dass die Barrierefreiheit der Bushaltestellen wichtig sei. "Wir sind dazu verpflichtet", sagte er. Er sprach sich für die Vergabe an das Büro Civil Around GmbH aus, da sich dieses auch mit den Bushaltestellen in Mühlingen beschäftige. Gerade in den Ortsteilen sehe er bei den Bushaltestellen Bedarf. Seiner Einschätzung nach stehen über 20 Bushaltestellen auf der Gemarkung. Ihm sei es wichtig, eine Priorisierung aufzustellen. "Aber an einer Beauftragung des Planungsbüros kommen wir nicht vorbei", betonte Zindeler. Durch die erneute Runde beim Landratsamt und einer entsprechenden Priorisierung mache Hohenfels nun einen Zwischenschritt, der aber zwangsläufig nicht schaden müsse", so Zindeler weiter. Die Umrüstung einer Bushaltestelle zur Barrierefreiheit umriss der Bürgermeister mit Kosten in einem Bereich zwischen 20 000 bis 25 000 Euro.

Günter Leute (Bürgerliste Hohenfels) zeigte sich in der Diskussion ob der Summe überrascht: "17 000 Euro sind viel zu viel. Dann haben wir nur eine Planung und noch nichts gebaut", sagte er. Karlheinz Lehmann (Freie Unabhängige Wählervereinigung) merkte an, dass man erst einmal wissen müsse, auf welchen Linien die absenkbaren Busse überhaupt fahren.

Laut Zindeler dränge die Zeit allerdings: "Wir können nicht allzu lange warten, da wir auch von der Gesetzeslage her etwas tun müssen."