Drei Tage lang konnten die Besucher die Kunst von Rosa Graf, Roswitha Lehmler, Siegfried Ludwig, Günther Mokinski, Ursula Rehmann und Helene Wessner bestaunen. Zu sehen waren gegenständliche sowie abstrakte Malereien, Plastiken und Bildhauerarbeiten.

Siehe oben.
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Zur Eröffnung der Ausstellung sprach Bürgermeister Florian Zindeler einen Willkommensgruß. Thomas Warndorf, ehemaliger Kulturreferent der Stadt Stockach, hielt die Laudatio. An die Initiatoren der Ausstellung, den Bürgerverein "Hohenfels hat Zukunft", gewandt, sagte er: "Hohenfels hat Zukunft – die Kunst ist Zukunft." In seiner Ansprache hob er hervor, dass die Künstler zwar nicht zusammen arbeiten, aber miteinander kommunizieren und sich austauschen. Dies sei heutzutage sehr wichtig, denn in der modernen Gesellschaft werde immer weniger kommuniziert und miteinander geredet. Daher sei auch eine solche Ausstellung von enormer Wichtigkeit, denn die Werke der Künstler sollen zum Reden anregen. Sie sollen die Besucher dazu bringen, sich bewusst mit den Kunstobjekten auseinanderzusetzen.

Dem Leben und Schaffen eines Künstlers auf dem Dorf schrieb Thomas Warndorf in seiner Eröffnungsrede eine Sonderstellung zu. Denn die Werke der Künstler hätten einen sehr intensiven und eindrücklichen Ausdruck ohne laute Töne. Sie manifestierten, dass das Zusammenleben in einem Dorf in vielerlei Hinsicht die Kreativität beflügele. Der Mensch sei in seiner Umgebung geerdet.

Thomas Warndorf hielt die Laudatio bei der diesjährigen Vernissage in Hohenfels, bei der sechs Künstler ihr Werke ausstellten. Bild: Jan Riebesehl
Thomas Warndorf hielt die Laudatio bei der diesjährigen Vernissage in Hohenfels, bei der sechs Künstler ihr Werke ausstellten. Bild: Jan Riebesehl

Thomas Warndorf besprach in seiner Einführung ausführlich die unterschiedlichen Stile der einzelnen Künstler und deren jeweilige besondere Ausdrucksformen. Gleichzeitig stellte er fest, dass eine gewisse Gemeinsamkeit in allen Werken stecke. Der Grund dafür könnte im gegenseitigen Austausch und in der Kommunikation zwischen den Künstlern liegen, mutmaßte Warndorf. Denn Kunst zu schaffen sei meist erst durch äußere Einflüsse möglich, die dann kreativ verarbeitet würden.

Der Hohenfels Chor sorgte für die musikalische Umrahmung der Vernissage.