Juliane Eisenbach und Julia Huber, die Leiterinnen des kommunalen Kindergartens in Hohenfels-Liggersdorf, haben im Gemeinderat einige Punkte zur künftigen Entwicklung des Kindergartens vorgestellt.

Informationen künftig per App

Als erstes wurde die Einführung einer Kita-Informations-App erklärt. Hierbei handelt es sich um eine App, die die Kommunikation mit den Eltern von Kindergarten-Kindern verbessern soll: Die Informationen, die bislang per Handzettel an die Eltern geschickt wurden, können nun über Computer, Smartphones oder Tablets abgerufen werden.

So haben die Eltern schnellen Zugang zu Nachrichten, Terminen oder Speiseplänen. Ein weiteres Plus ist die Möglichkeit, dass sich Eltern, die aus einem anderen Sprachraum kommen, die Informationen per Online-Übersetzungsprogramm gleich in ihre Sprache übertragen lassen können.

53 Prozent nahmen an Befragung teil

Zur Entwicklung des kommunalen Kindergartens hatte die Gemeinde die Eltern befragt. Hierzu wurden 113 Fragebögen für insgesamt 160 Kinder versandt. Etwa 53 Prozent der Eltern nahmen an der Befragung teil.

Hierbei stellte sich heraus, dass zwei Möglichkeiten der Entwicklung priorisiert wurden: Zum einen lehnte die Mehrheit der Eltern eine dezentrale Entwicklung des Kindergartens auf lange Sicht ab. Dies gilt sowohl für den Kindergarten als auch die Kinderkrippe, denn Eltern von mehreren Kindern befürchten, dass sie dann mehrere Fahrten unternehmen müssten, um ihre Kinder zu den verschiedenen Einrichtungen zu bringen oder abzuholen.

Außerdem würden mehrere Einrichtungen in verschiedenen Ortsteilen bei den Kindern kein Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Gemeinde Hohenfels entstehen lassen, was wünschenswert wäre, da alle Kinder nach ihrer Zeit im Kindergarten die gleiche Grundschule besuchen würden.

Waldkindergarten soll Priorität bekommen

Die Möglichkeit eines Waldkindergartens fand regen Zuspruch. Hier erläuterte Bürgermeister Florian Zindeler ergänzend, dass eine Voraussetzung hierfür sei, besonders geschultes Personal zu suchen. Es sei nicht jedermanns Sache, bei jedem Wetter draußen zu sein und Kindern die Natur nahe zu bringen. Außerdem müssten die Betreuer auch gute Kenntnisse von der Umwelt haben.

Die beiden Kita-Leiterin Juliane Eisenbach und Juli Huber bestätigten, dass es schon etliche Auszubildende gäbe, die sich in dieser Richtung spezialisiert hätten und gern die Möglichkeit wahrnehmen würden, ihre Berufslaufbahn in dieser Richtung zu beginnen.

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Bürgermeister Florian Zindeler schlug vor, demnächst Erzieher einzuladen, die mit Waldkindergärten Erfahrungen gesammelt hätten, damit diese dann so ein Projekt besser erklären könnten. Da aus Platzgründen der bestehende Kindergarten gegenwärtig nicht erweitert werden kann, wurde das Projekt Waldkindergarten als das mit der höchsten Priorität eingeordnet.

Vergrößerung nicht auf Eis gelegt

Es wurde erwähnt, dass sich in ein paar Jahren, wenn die Hohenfelshalle neu gebaut wird, dem Kindergarten verschiedene Möglichkeiten zur Erweiterung eröffnen würden. Dies sollte nach jetzigem Stand in etwa fünf bis sechs Jahren der Fall sein.

Insofern ist die Vergrößerung des kommunalen Kindergartens in Liggersdorf nicht auf Eis gelegt – denn schon während der Planungen für die neue Halle müsse auch die Planung für den Kindergarten und dessen Umfeld mit bedacht werden, und auch ein möglicher Bevölkerungszuwachs, damit die Gemeinde nicht in einigen Jahren wieder vor dem gleichen Problem stehe.

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