510 000 Euro Kosten, acht Wochen Bauzeit und eine Vollsperrung: Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) saniert den Kreisverkehr zwischen Kalkofen und Selgetsweiler von Mitte Juli bis Mitte September. Dort verlaufen die Landesstraße 194 und die Kreisstraße 6176. Für den Verkehr zwischen Stockach und Pfullendorf gibt es somit Einschränkungen und eine Umleitung (siehe Infokasten). Der Hohenfelser Bürgermeister Florian Zindeler blickt der Vollsperrung jedoch entspannt entgegen und macht sich keine Sorgen wegen der Sperrung. "Die Aussicht auf eine Verbesserung der Situation im Kreisverkehr sollte darüber hinwegtrösten können", sagte er auf SÜDKURIER-Nachfrage. "Der Busverkehr ist gemäß unseren Informationen gesichert."

Eine Vollsperrung sei aus technischen Gründen nicht vermeidbar, sagt ein Vertreter der Neubauleitung Singen des RPs. Auf dem Asphalt im Bereich des Kreisverkehrs haben sich Spurrillen und Verdrückungen gebildet. Außerdem gebe es auch Schäden an den Einfassungen, Banketten und bei der Oberflächenentwässerung. Dies alles soll im Rahmen der Sanierung beseitigt werden. "Die Fahrbahndecke auf der L 194 wird ab den Bushaltestellen vor dem Kreisverkehr bis circa 320 Meter nach dem Kreisverkehr in Richtung Pfullendorf erneuert", erklärt er. "Die Sanierung der Kreisstraße K 6176 erfolgt in kleinerem Umfang."

Der bisherige Fahrbahnaufbau, der Bitumen enthält, werde komplett gegen einen strapazierfähigeren, splittreichen Asphalt ausgetauscht, der die Schubkräfte des Schwerverkehrs besser aufnehmen könne. Bremsen, Beschleunigen und enge Kurven beanspruchen besonders in der warmen Jahreszeit den Asphalt, erläutert der Mitarbeiter der Neubauleitung. Der neue Asphalt könne die Schubkräfte der großen Fahrzeuge besser aufnehmen.

Und so laufen die Arbeiten ab, die ab Montag, 16. Juli beginnen sollen: Zunächst werden alle Straßenteile, die Bitumen enthalten, abgefräst. Anschließend stehe die Stabilisierung der freigelegten Frostschutzschichten und teilweise eine Verbesserung des Untergrunds an, so das RP. Die Bereiche für die Entwässerung der Fahrbahn sowie Einfassungen werden dann erneuert und ergänzt. Außerdem wird der Gehwegbereich erweitert. Am Ende kommen die neue Fahrbahndecke und Markierungsarbeiten. Aus Platzgründen sei es nicht möglich, dies mit einer halbseitigen Sperrung zu machen. Deshalb finde alles unter Vollsperrung und mit einer Umleitung für den Verkehr statt. Diese Vollsperrung habe den Vorteil, dass die gesamte Baumaßnahme so schneller, günstiger und umweltfreundlicher umsetzbar sei.

Durch die Umleitung fährt zum Beispiel kaum Schwerlastverkehr über der Serpentine bei Kalkofen und durch den Ort. "Für Kalkofen wird es in der Bauzeit mit Sicherheit einen spürbaren Rückgang beim täglichen Straßenverkehr geben", sagt Bürgermeister Zindeler dazu. Dieser positive Nebeneffekt sei aber von überschaubarer Dauer.

Das Gewerbegebiet Egelsee ist während der gesamten Bauzeit nur aus Richtung Herdwangen zu erreichen. Die Anwohner der Loghöfe und der landwirtschaftliche Verkehr müssen über die Schlossstraße zu- und abfahren, so das RP. Alle Verkehrsführungen seien mit der Polizei, den betroffenen Verkehrsbehörden, Busunternehmen und Rettungsdiensten abgestimmt.