Besucht man den Maler und Bildhauer Günther Mokinski, trifft man auf einen entspannten, zufriedenen Künstler. Schon als Jugendlicher hat er, wie er erzählt, gern gemalt und gezeichnet. Da er allerdings es sich nicht vorstellen konnte, als freischaffender Künstler zu leben, hat er nach dem Studium für das Lehramt in Freiburg zunächst eine Stelle als Lehrer in Karlsruhe angenommen. 1970 wechselte er dann in die Schule nach Stockach, wo er in der GHS 28 Jahre lang Deutsch, Mathematik, Kunsterziehung und Erdkunde unterrichtete.

Als der 1939 geborene Mokinski 1998 in Pension ging, schenkte seine Frau ihm zum Geburtstag einen Gutschein für einen Steinbildhauerkurs. So entdeckte er die Ausdrucksmöglichkeiten mit diesem Medium und fand viel Gefallen an der Umwandlung eines rohen Steins in eine Plastik. Und so kam es, dass er mehrfach zwischen 1991 und 1999 die "Scoula di scultura" im Valle Maggia, im Tessin, besuchte. Dies erlaubte ihm, in seinem Atelier in Mindersdorf etliche Steinplastiken zu schaffen.

Faszinierende Entstehungsgeschichten der Bilder

Seit etlichen Jahren hat er sich allerdings wieder mehr und mehr der Malerei zugewandt. So besuchte er die Thüringer Sommerakademie und nahm an Seminaren von Andreas Kramer und Otto Sander-Tischbein teil. Daraus entwickelte sich wohl auch seine Freude am Experímentieren mit verschiedenen Medien, Texturen und Farben. Im Gespräch erklärt er, dass er sich nicht auf einen bestimmten Stil festlegen wolle, sondern frei und uneingeschränkt schaffen möchte. So findet man in seinem gemütlichen Haus und Atelier viele Werke der unterschiedlichsten Stilrichtungen und Techniken. Wobei die meisten davon ungegenständlich und farbexpressiv gehalten sind. Die Entstehungsgeschichten der Bilder sind genauso faszinierend wie die Bilder selbst, wenn der Maler sie erzählt. In den letzten Jahren hat Mokinski einige seiner Werke im Rahmen der Kunstausstellungen des Bürgervereins "Hohenfels hat Zukunft" ausgestellt und für seine Arbeiten eine große Resonanz erhalten.