Die Pflege und der Unterhalt der Orgel in der Kirche St. Oswald in Mindersdorf standen in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung. Eine Wartung im Dezember hatte ergeben, dass sich Bleizucker an den Pulpeten (Dichtungen) und in den Windladen sowie Stockflecken am massiven Eichenholz angesetzt haben.

Benefiz-Konzerte zugunsten der Orgel

Daher empfahl die Firma Jäger und Brommer aus Waldkirch eine Reinigung der Teile und klimatische Verbesserungen durch Lüftungsschlitze an der Orgel und weitere Maßnahmen im Kirchenraum. Die Kosten dafür liegen bei rund 17 000 Euro. Der Gemeinderat stimmte zu. Zuvor war gesagt worden, dass es sinnvoll sei, diese Reinigung im kommenden Jahr zu veranlassen, denn später könnte der Preis noch steigen.

Des Weiteren wurde über Benefiz-Orgelkonzerte zugunsten der Orgel gesprochen. Organist und Chorleiter Walter Benkler unterstützt die Idee von öffentlichen Konzerten. Er sagte: „Ich spiele sehr gern auf dieser Orgel, die sehr angenehm leicht zu spielen ist und auch einen wunderbaren Klang hat, was durch die fantastische Akustik der Kirche noch besonders hervorgehoben wird.“

Gemeinde seit 1867 verantwortlich

Der Hintergrund der Kostenübernahme ist folgender: Laut einem Vertrag vom 30. März 1867 hat die Gemeinde Verpflichtungen gegenüber St. Oswald übernommen. Auf der Basis eines sogenannten Kult- und Baulasten-Rezesses ist die Gemeinde Hohenfels seither für die Bau- und Unterhaltungspflichten des Turms, der Orgel und der Friedhofsmauer zuständig. Die Mauer existiert inzwischen nicht mehr, doch Turm und Orgel sind noch immer Bestandteil des Vertrags.

1997 wurde eine neue Orgel mit Teilen eines älteren Instruments eingebaut. Dies geschah unter dem damaligen Pfarrer Michael Rossknecht mit der Unterstützung des ehemaligen Organisten Erwin Benkler, dem Vater von Walter Benkler. Normalerweise werden komplizierte Instrumente wie Kirchenorgeln jährlich gewartet. Bei dieser Orgel wurde erstmals im Dezember 2018 eine Wartung und Nebenstimmung durchgeführt.