Die Frage der Flüchtlings- und Obdachlosenunterkunft wurde in der letzten öffentlichen Sitzung des Gemeinderats vor Inkrafttreten der Corona-Verordnung erörtert. Es ging um den Umbau der alten Grundschule.

Bereits zu einem früheren Zeitpunkt hatte der Gemeinderat eine Information erhalten, dass die bisherige Gemeinschaftsunterkunft „Zum Ehrenloh“ im Ortsteil Liggersdorf von Seiten des Landkreises abgebaut werden soll. Demzufolge werde die Nichterfüllung der Gemeindequote zur Zahlung einer erheblichen Fehlbelegabgabe führen.

Gemeinde erwartet weiteren Bedarf

So sind die Fehlbelegabgabe und die Herausforderungen der weiteren Unterbringung von Geflüchteten Themen, die der Gemeinderat in der nächsten Zukunft weiter intensiv diskutieren wird. Nicht zuletzt die gegenwärtigen Entwicklungen in Syrien, der Türkei und auch Griechenland gaben in Hohenfels Grund zur Feststellung, dass bald weiterer Bedarf zur Unterbringung von Menschen in Not bestehen wird.

Da im Laufe des Mietverhältnisses mit dem Landkreis Konstanz einige Schäden am Gebäude Ehrenloh entstanden, wurde das Architekturbüro Riegger aus Walbertsweiler/Wald beauftragt, den Sanierungsbedarf zu ermitteln. Der Gemeinderat wurde nun von den notwendigen Maßnahmen unterrichtet und erteilte sein Einvernehmen zur Umsetzung der Sanierungen.

Familien sollen in die alte Grundschule

Da zurzeit in der Unterkunft eine Familie mit drei Kindern wohnt und die Unterkunft Ehrenloh durch die zukünftigen Zuweisungen dann vermehrt von einzelnen Männern bewohnt werden wird, entschied der Gemeinderat, Familien in einem Teil der alten Grundschule unterzubringen. Hierbei würde mit überschaubarem Aufwand Wohnraum für sechs bis zehn Personen geschaffen. Dies wäre zumindest bis zum Kauf oder einem Neubau von kommunalen Alternativen möglich.

Ursprünglich sollte die alte Grundschule nicht belegt werden und für andere Projekte zur Verfügung stehen. Doch da diese Möglichkeit der Unterbringung zeitnah geschaffen werden kann und die Belegung für Familien, Frauen und Kinder gedacht ist, wird dies nicht die weitere Nutzung durch die Krabbelgruppe beeinträchtigen. Der Kostenaufwand deckt vornehmlich den Einbau von Duschmöglichkeiten und Warmwasserboilern ab und ist gegenwärtig mit etwa 6000 Euro veranschlagt.