Auf kommunaler Ebene werden politische Entscheidungen getroffen, die die Menschen vor Ort direkt betreffen. Der Gemeinderat ist dabei laut Gemeindeordnung die Vertretung der Bürger. Bei der Kommunalwahl am Sonntag, 26. Mai, wird diese Vertretung neu gewählt. Der SÜDKURIER hat den Gruppierungen, die auf Gemeindeebene antreten, die Möglichkeit gegeben, jeweils fünf Gründe zu nennen, weshalb sie Stimmen bekommen sollten (siehe Kasten). In der Gemeinde Hohenfels treten zwei Listen an, die Bürgerliste Hohenfels (BLH) und die Freie Unabhängige Wählervereinigung (FUW). Für die FUW hat deren Kandidat Karlheinz Lehmann die Fünf Gründe eingereicht, für die BLH Ralf Sigmund – der sich auf vier Gründe beschränkt hat.

BLH

  • Selbstständigkeit: Wir Hohenfelser möchten weiterhin selbst über die Zukunft unserer Gemeinde entscheiden. Basis für unsere Selbstständigkeit ist eine zukunftsorientierte, ausgewogene und angemessene Fortführung unseres finanziellen Haushaltes. Wichtige Bausteine hierfür sind: Kooperationen mit Zweckverbänden und interkommunale Zusammenarbeit; Voraussetzungen für die Bereitstellung und Nutzung von öffentlichen Fördermitteln schaffen; gesundes und nachhaltiges Wachstum.
  • Dorfentwicklung: Die Erweiterung der Wohnmöglichkeiten in den Ortsteilen ist für uns eine zentrale Aufgabe. Hierzu bedarf es einer zukunftsorientierten Planung, die auch Themen wie Gas, Internet und (Elektro-)Mobilität beinhaltet. Durch die Sicherung des dörflichen Charakters und einen schonenden Umgang mit den Ressourcen Natur und Landschaft wollen wir Leben und Arbeiten in Einklang bringen. An diesen Plänen hängen auch wichtige Themen wie infrastrukturelle Verbindungen und eine gemeinsame Halle.
  • Familienfreundlichkeit: Im Mittelpunkt einer lebendigen Gemeinde steht die Familie. Wir schaffen die Rahmenbedingungen, um allen Altersgruppen das Leben in Hohenfels attraktiv zu gestalten. Wir fördern Betreuungsangebote in Kindergarten und Schule unter anderem mit dem Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
  • Ehrenamt und Vereine: Das ehrenamtliche und soziale Engagement unserer Bürger ist das Rückgrat der sozialen und kulturellen Angebote der Gemeinde. Diesen Einsatz unterstützen wir tatkräftig, um die bestehenden Angebot zu erhalten und zu erweitern.

FUW

  • Gesundes bürgernahes Wachstum für Familie und Beruf: Wir wollen dafür Sorge tragen, dass in allen Teilorten Bauland zu Verfügung stehen kann, wenn es in unseren Möglichkeiten steht, um Familien und Einzelnen die Wahl zu lassen, wo sie gerne leben und arbeiten möchten. Unser Gewerbe ist ständig im Wachstum begriffen. Wir möchten aber auch die Grundvoraussetzung dafür, das heißt Kindergarten und Schule immer auf dem Stand der Dinge halten.
  • Nachhaltige Kommunalpolitik für Jung und Alt: Es liegt in der Natur der Sache, dass junge Menschen andere Bedürfnisse und Wünsche haben als unsere älteren Mitbürger. Diese Wünsche wollen wir durch Kommunikation auf Augenhöhe eins zu eins umsetzen. Für diese Augenhöhe stehen wir immer zu einem Gespräch zu Verfügung, ob am Samstagmorgen beim Bäcker oder bei einem Bier am Abend.
  • Kommunalpolitik zu 100 Prozent unabhängig: Unabhängigkeit ist uns sehr wichtig, wie in unserem Namen schon steht. Wir haben niemandem Rechenschaft abzulegen außer den Wählern. Schließlich sind wir ihre gewählten Vertreter. Durch nachhaltige Finanzpolitik wollen wir uns aber auch unsere Eigenständigkeit für ein selbstbestimmtes Hohenfels bewahren.
  • Transparentes Engagement mit dem Bürger für den Bürger: Wir wollen mit ihnen und für sie ein Hohenfels gestalten, in dem wir alle gerne wohnen, arbeiten und leben. Aber gerade dies schließt alle Bürger ein und nicht aus.
  • Für eine liebenswürdige / lebenswürdige zukunftsorientierte Gemeinde: Die Gemeinde steht sehr gut da. Wir haben eine Arztpraxis, einen Supermarkt, einen Kindergarten und eine Grundschule, die sich sehen lassen können. Der DSL-Ausbau geht Hand in Hand mit dem frisch dazu gekommen Gas-Ausbau gut voran. Die Vereine lassen durch ihre Vielzahl praktisch keine Wünsche offen. Gerade deswegen möchten wir das, was wir haben – und das ist nicht wenig – mit immer neuen Ideen für die Zukunft unserer Gemeinde kombinieren. Wir möchten nicht stehen bleiben, sondern Schritt für Schritt mit den Bürgern in die Zukunft gehen.