Sportlerball, das ist in Hohenfels nicht das, wonach es sich vordergründig anhört. Sondern ein fasnächtlicher bunter Abend, der in diesem Jahr schon zum 25. Mal stattfand. Veranstalter ist der FC Hohenfels-Sentenhart (FC HoSe), der in diesem Jahr zusammen mit der Narrenzunft Kuhsattler eingeladen hatte. Zu diesem Höhepunkt des Fasnachtstreibens in Hohenfels war die Halle wieder zum Bersten gefüllt, auch alle möglichen Stehplätze waren besetzt. Alles in allem waren mehrere hundert Zuschauer dabei.

Auch abseits der Bühne erschienen Gruppen gut verkleidet – in diesem Falls angelehnt an einen Werbespot für Schokolinsen.
Auch abseits der Bühne erschienen Gruppen gut verkleidet – in diesem Falls angelehnt an einen Werbespot für Schokolinsen. | Bild: Jan Riebesehl

Katja Goerigk-Geng führte mit ihrem Sohn Daniel durchs Programm. Gleich der erste Programmpunkt war eine kleine Überraschung, denn die Kinder der E- und F-Jugend hatten eine lustige Schulstunde einstudiert. Textsicher brachten sie dem Publikum eine mögliche Schulstunde näher, die sich Kinder wünschen und die ein Alptraum für Lehrer wäre.

Schon die kleinsten aktiven Fußballer des FC HoSe wagten sich auf die Bühne. Die Spieler der E- und F-Jugend zeigten eine lustige Schulstunde.
Schon die kleinsten aktiven Fußballer des FC HoSe wagten sich auf die Bühne. Die Spieler der E- und F-Jugend zeigten eine lustige Schulstunde. | Bild: Jan Riebesehl

Ein weiterer Sketch kam von den Kuhsattlern. Zwei Mädchen zeigten die Verständigungsschwierigkeiten, die sich in unserer Sprache ergeben können. Und auch die B-Jugend des FC HoSe beteiligte sich mit einer Nummer. Angekündigt als Olympia-Synchronschwimm-Meister begeisterten sie eher durch ihre Schwimmkostüme als durch ihre Schwimmkünste.

Kein närrischer Abend kommt ohne Bezüge zur Politik aus. Bürgermeister Florian Zindeler war dabei zwar weniger politisch unterwegs, hatte aber trotzdem seinen Auftritt: als Alpenrocker nach dem Vorbild von Andreas Gabalier, "der leider verhindert war". Assistiert von Katja Goerigk, trat Zindeler mit krachlederner Kniebundhose und Sonnenbrille auf die Bühne – ein Höhepunkt des Programms.

Bürgermeister Florian Zindeler sprang als Double für Alpenrocker Andreas Gabalier ein, assistiert von Moderatorin Katja Goerigk-Geng.
Bürgermeister Florian Zindeler sprang als Double für Alpenrocker Andreas Gabalier ein, assistiert von Moderatorin Katja Goerigk-Geng. | Bild: Jan Riebesehl

Hausmeister Konrad war zum dritten Mal dabei und teilte einige nicht ernst gemeinte Seitenhiebe auf die Verwaltung und das Leben in Hohenfels aus. Einen Einblick in das Dorfgeschehen von Hohenfels gaben die "Vier alten Haudegen", mit vielen Spitzen im Rahmen einer närrischen Feuerwehr Nachschulung.

Die Mädchen aus dem "Fünf-Länder-Eck" zeigten ihr Können mit einem Hip-Hop Tanz.
Die Mädchen aus dem "Fünf-Länder-Eck" zeigten ihr Können mit einem Hip-Hop Tanz. | Bild: Jan Riebesehl

Ebensowenig wie die Politik dürfen Tänze bei einem bunten Abend fehlen. Aus dem Fünf-Länder-Eck, wie Katja Goerigk formulierte, kamen die jungen Mädchen, die sich aus vier Orten zusammen gefunden hatten, die an Hohenfels angrenzen. Sie führten einen Hip-Hop Tanz zu dem Song "Everytime you Kiss" vor.

Als Gäste aus Sauldorf präsentierten sich die "Swamp Hoppers" als Popkorn Fans.
Als Gäste aus Sauldorf präsentierten sich die "Swamp Hoppers" als Popkorn Fans. | Bild: Jan Riebesehl

Ein weiterer Tanz kam ebenfalls von jenseits der Gemeindegrenzen. Die "Swamp Hoppers" aus Sauldorf – übersetzt bedeutet das "Sumpf Hüpfer" – sind eine Gruppe junger Mädchen und Frauen, die sich dem Formationstanz verschrieben haben. Sie begeisterten in der Hohenfelshalle durch ein einfallsreiche Choreographie.

Die Spieler der Ersten Mannschaft des FC Hohenfels-Sentenhart brachten einen akrobatischen Tanz auf die Bühne.
Die Spieler der Ersten Mannschaft des FC Hohenfels-Sentenhart brachten einen akrobatischen Tanz auf die Bühne. | Bild: Jan Riebesehl

Auch die Spieler des FC HoSe schwangen sich auf die Bühne. Eine ungewöhnliche Nummer präsentierten die Aktiven als "Kastel Batscher"mit ihren Werkzeugkisten. Perfekt synchronisiert klappten sie diese auf und zu und erzeugten so einen tollen Rhythmus. Etwas ernster mutete zunächst der "Top Gun Tanz" der ersten Mannschaft an. In Flieger-Overalls führten sie einen eher akrobatischen Tanz vor, bei dem unter anderem zwei der Beteiligten wie Propeller horizontal in der Luft rotierten, während sie von ihren Kollegen hochgehalten wurden.

Die Brass Band des Musikvereins Liggersdorf – Hohenfels' Antwort auf die Gruppe "La Brass Banda".
Die Brass Band des Musikvereins Liggersdorf – Hohenfels' Antwort auf die Gruppe "La Brass Banda". | Bild: Jan Riebesehl

Schließlich hatte auch der Musikverein Liggersdorf eine Abordnung zum bunten Abend geschickt, und zwar in der Formation einer Brass Band. Sie rissen mit fetzigen Rhythmen ihr Publikum mit, in dem sie sich musikalisch zwischen Guggemusik und der sitilprägende Gruppe "La Brass Banda" bewegten. Am Ende ihrer Nummer konnte man das gesamte Publikum in der Halle stehen sehen. Doch auch allgemein begeisterten alle Aktuere die Zuschauer, die mit rauschendem Applaus dankten.