Trümmerteile liegen weiträumig über die Fahrbahn verstreut, ein Auto steckt völlig demoliert unter dem Auflieger eines Sattelzuges: Es sind schlimme Bilder, die man an der Unfallstelle kurz hinter dem Autobahnkreuz Hegau in Richtung Singen zu sehen bekommt. Der Fahrer des Autos ist tot. Er starb noch am Unfallort an seinen Verletzungen. Seine Beifahrerin liege schwer verletzt in einem Krankenhaus, sagt Uwe Vincon, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit beim Polizeipräsidium Konstanz. Laut dem Polizeisprecher kamen die beiden Unfallopfer aus dem Landkreis Calw. Wie er außerdem erklärte, war der Fahrer 18 Jahre, seine Beifahrerin erst 15 Jahre alt.

Fahrzeugteile haben sich auf einer langen Strecke entlang der Autobahn 81 verteilt.
Fahrzeugteile haben sich auf einer langen Strecke entlang der Autobahn 81 verteilt. | Bild: Freißmann, Stephan

Laut einer Mitteilung des Konstanzer Polizeipräsidiums sind die Ermittlungen zu dem Unfall noch nicht abgeschlossen. Was man an der Unfallstelle sieht, deutet allerdings in eine Richtung: Das Auto muss mit hoher Geschwindigkeit unter den Sattelauflieger gefahren sein. Dies bestätigt auch die Polizei in ihrer Meldung. Demnach stellte sich der Unfallhergang nach dem ersten Stand der Ermittlungen folgendermaßen dar: Der junge Fahrer müsse mit dem stark motorisierten Kompaktwagen aus Richtung Stuttgart gekommen und in Richtung Schaffhausen gefahren sein. „Auf der Überleitung am Kreuz Hegau war er offensichtlich mit hoher Geschwindigkeit unterwegs“, heißt es in der Meldung. Auch ein weiteres Fahrzeug war offenbar im Spiel. Die Polizei schildert in der Meldung, dass dieses weitere Auto kurz vor der Einleitung der Autobahn 98 auf der linken Spur der Autobahn gefahren sei. Diese habe einen Lastwagen überholen wollen. Der junge Fahrer des Unglücksautos sei dann den Spuren zufolge mit den linken Rädern auf den Grünstreifen zwischen den beiden Fahrbahnen geraten, wie Vincon auf Nachfrage präzisiert. Laut der Meldung geriet das Fahrzeug dadurch ins Schleudern: „Danach prallte er mit großer Wucht unter das Heck eines Lastwagenaufliegers.“

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Ein Gutachter war an der Unfallstelle, um den Unfallhergang zu klären

Die Autobahn 81 war nach dem Unfall ab dem Autobahnkreuz Hegau in Richtung Singen und Schaffhausen bis in den Abend für den Verkehr gesperrt. Autofahrer wurden am Hegau-Kreuz umgeleitet. Laut Vincon war aufgrund des Todesfalls auch ein Gutachter an der Unfallstelle.

Zahlreiche Polizisten und Feuerwehrleute waren bei dem Unfall im Einsatz.
Zahlreiche Polizisten und Feuerwehrleute waren bei dem Unfall im Einsatz. | Bild: Freißmann, Stephan

Die Bergung des Autowracks habe sich am Abend noch lang hingezogen, so Vincon auf Anfrage. Da sich das Wrack unter dem Sattelauflieger verkeilt habe, habe dieser zuerst mit einem Kran angehoben werden müssen. Es kam zu Behinderungen auf der A81 von Engen in Richtung Singen und Schaffhausen. Die Straße ist seit 18.20 Uhr wieder frei, hieß es am Abend aus dem Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Konstanz.

Am Einsatzort war am frühen Nachmittag auch ein Rettungshubschrauber zu beobachten. Nach Informationen vom Einsatzort sei dieser aber alleine wieder abgeflogen. Die verletzte Beifahrerin des Autos sei mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gekommen.

Ein Rettungshubschrauber war vor Ort, musste aber ohne einen verletzten Passagier wieder abheben.
Ein Rettungshubschrauber war vor Ort, musste aber ohne einen verletzten Passagier wieder abheben. | Bild: Freißmann, Stephan

Die Feuerwehr Engen war im Einsatz, um bei der Sicherung des Autoverkehrs zu helfen und den Brandschutz zu sichern, sagt Benjamin Bach, Abteilungskommandant Engen und Einsatzleiter bei dem Unfall auf der Autobahn, vor Ort. Und außerdem wurden die Feuerwehrleute natürlich für die Rettung der Insassen alarmiert. Besonders tragisch aus ihrer Sicht: Noch während die Einsatzkräfte bei der Arbeit gewesen seien, sei der Fahrer des Autos gestorben, so Bach.