Ab und zu gibt es für Hilzingens Bürgermeister Holger Mayer einen Lichtblick, denn ab und zu sagen Vermieter auch dann ja, wenn es um die Unterbringung von Geflüchteten geht. Aber eben nur ab und zu. Ausreichend Wohnraum für diese Personengruppe anzumieten oder zu kaufen, ist in der Hegaugemeinde schwierig. Deshalb hat jetzt der Gemeinderat entschieden, auf zwei gemeindeeigenen Grundstücken neben der Alpenblickhalle in Schlatt am Randen und neben dem Riedheimer Friedhof Unterkünfte in mobiler und flexibler Bauweise zu schaffen für insgesamt rund 30 Geflüchtete. Die Gemeindeverwaltung geht davon aus, dass dies vorwiegend junge Männer – sein werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Wirklich glücklich ist mit dieser geplanten Lösung keiner. Sie scheint derzeit aber die einzige Möglichkeit zu sein, zeitnah ausreichend Wohnraum zu schaffen, um das Gemeinde-Soll für die Anschlussunterbringung zu erfüllen. Bislang zahlte man monatlich 320 Euro sogenannte Fehlbelegerabgabe für jeden eigentlich zugewiesenen Geflüchteten – zum Missfallen des Gemeinderats, der schon seit längerem auch in diesem Bereich seine Pflichten wahrnehmen möchte. Für die flexible, nicht feste Bauweise plädierte die Gremiumsmehrheit, um gegebenenfalls schnell auf bessere Möglichkeiten reagieren zu können , denn was im Rat Sorgenfalten hervorruft, ist die Lage der beiden Grundstücke am Ortsrand. Im Falle von Riedheim ist das Areal sogar noch durch die Bundesstraße 314 vom Dorf getrennt – eine Integration wird hier nach Meinung der meisten Kommunalpolitiker wohl schwerer werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Die von der Gemeindeverwaltung vorgeschlagene Option, in den beiden zukünftigen neuen Baugebieten in Riedheim und Schlatt einen der so knappen und begehrten Bauplätze für die Flüchtlingsunterbringung vorzuhalten, stieß im Rat allerdings auch kaum auf Akzeptanz. Nicht nur, weil hier die Realisierung länger dauern würde. Es würde auch in der Bevölkerung ein falsches Zeichen setzen, so der Inhalt mehrerer Wortmeldungen.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €