Ganz nach dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“ konnte Amalie Mbianda Njiki nun ihren dritten Literaturpreis entgegennehmen. Schon im Herbst 2020 überzeugte die junge Riedheimerin beim Literaturwettbewerb der Berliner Festspiele mit ihren Texten. 2021 wurde sie erstmals mit dem Theo, dem Berlin-Brandenburgischen Preis für Junge Literatur, ausgezeichnet. Dieses Jahr wurde sie mit 14 weiteren jungen Autoren wieder unter 600 Einsendungen ausgewählt.

Zwischenmenschliche Themen rücken in den Vordergrund

Diesmal stand der Schreibwettbewerb unter dem Motto Gespenster. Bereits im Herbst hatte Amalie Mbianda Njiki einen Text verfasst, der nun perfekt zum Thema passte. Ihr Gespenst erscheint darin in Form eines vermeintlichen Doppelgängers und macht die zunehmende Entfremdung in einer gescheiterten Beziehung deutlich. Die Jury attestierte der 19-Jährigen „große Fabulierlust und Einfühlsamkeit“. Die Erzählung sei „handwerklich stimmig, stimmungsvoll gemacht und konsequent erzählt.“ Nach wie vor ist die junge Autorin mit der gleichen Begeisterung beim Schreiben, wie sie erzählt. Nur ihre Themen haben sich geändert. Waren diese in der Vergangenheit eher gesellschaftskritischer Natur, so rückte in ihren jüngsten Texten das Zwischenmenschliche in den Vordergrund.

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Geblieben ist der Wunsch, eines Tages vom Schreiben leben zu können. Ein konsequenter Schritt in diese Richtung ist daher ihre Bewerbung für den Studiengang Literarisches Schreiben an der Universität Leipzig. Mit einem Abiturschnitt von 1,3 und nun drei Literaturpreisen in der Tasche dürfte es nicht schwer fallen, hierfür eine Zusage zu erhalten. Sollte dies wider Erwarten nicht klappen, stände ein Studium der Literaturwissenschaften und Philosophie in Berlin auf dem Plan.

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Ob sie nächstes Jahr wieder am Schreibwettbewerb Theo teilnehmen wird, steht noch nicht fest. „Das hängt vom Thema ab“, erklärt Amalie Mbianda Njiki. Für die junge Riedheimerin wäre es jedenfalls die letzte Teilnahme. Denn beim Wettbewerb liegt die Altersgrenze bei 20 Jahren.