55 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine befinden sich aktuell in Hilzingen. Sie seien überwiegend über familiäre oder freundschaftliche Kontakte nach Hilzingen gekommen. Oftmals seien sie in der Ukraine abgeholt worden. Dies teilte Bürgermeister Holger Mayer dem Gemeinderat mit.

Sachspenden und viel Geld

Die Hilfsbereitschaft, die den Geflüchteten und ihrem Land entgegengebracht wird, ist groß. Bei einer Hilfsaktion im Teilort Schlatt am Randen kamen 45 Tonnen Hilfsgüter zusammen. Eine private Helfergruppe rund um das Ehepaar Simon und Lisa Riedinger in Weiterdingen ist mit acht Fahrern in vier Transportfahrzeugen mit Sachspenden und über 10.000 Euro Spendengeldern in die Ukraine aufgebrochen. Unter anderem hat sich auch die Frauengemeinschaft Hilzingen stark für diese Unternehmung engagiert.

Organisatorisch unterstützt wurden beide Aktionen vom Mühlinger Verein Hilfe für Menschen in der Ukraine. Sachspenden, die bei der Weiterdinger Hilfsaktion aus Platzgründen nicht mehr mitgenommen werden konnten, haben Verwendung in der Kleiderstube Binningen gefunden. Dort werden sie direkt an bereits eingetroffene Flüchtlingen weiter gegeben.

Initiative Offenes Hilzingen koordiniert

Im Rahmen eines Info-Abends der Gemeinde boten viele der 50 Teilnehmer ihre Unterstützung an. Die Koordination der Hilfsangebote hat die Initiative Offenes Hilzingen übernommen, die sich seit 2015 für Geflüchtete engagiert. Für Bürgermeister Holger Mayer steht aktuell die Frage der Unterbringung im Vordergrund.

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In allen Ortsteilen gebe es dankenswerter Weise Wohnraum-Angebote, so der Rathaus-Chef. Er rechnet aber damit, dass Hilzingen in Kürze 100 bis 150 Geflüchtete zugewiesen werden könnten. „Wir sind dankbar, für jedes Zimmer, das man zur Verfügung stellt.“ Für Unterbringungs- und Integrationsangelegenheiten sind Thomas Ruck (0 77 31) 3809-78, und Carmen Fringer (0 77 31) 3809-56 zuständig, für Sozialberatung Maryia Lohvina, (0 77 31) 3809-43.