Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch im Hegau spürbar. Insbesondere die in ihrer Häufigkeit zunehmenden Starkregenereignisse entwickeln sich zunehmend zum Problem. In größter Eile und Sorge Sandsäcke um das Grundstück schichten zu müssen, um die Wassermassen weg vom Haus zu leiten, war 2021 mehrmals für Bewohner von Hanggrundstücken in Hilzingen angesagt. Nun soll für die Gemeinde auf der Grundlage eines Leitfadens der Landesanstalt für Umwelt ein Konzept für das Hochwasser- und Starkregenmanagement erstellt werden. Es soll die Überflutungsgefährdung für ganze Ortslagen darstellen, und darauf aufbauend bauliche und organisatorische Maßnahmen erarbeiten, um Starkregen-Schäden zu reduzieren und zu vermeiden.

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Bürger sollen erfahren, wie sie ihr Eigentum schützen können

Das geplante Kartenwerk soll vor allem auch den Bürgern die notwendigen Informationen liefern, damit sie ihr Eigentum gegen extreme Wetterereignisse schützen können. Die baulichen Maßnahmen der Kommunen werden sich dabei vorrangig auf den Schutz der öffentlichen Gebäude und auf die Abhaltung von Wasser aus Außengebieten beschränken, wie im Hilzinger Gemeinderat deutlich wurde. Das Konzept wird zu 70 Prozent vom Land gefördert.

Biotop soll Landschaft durchwanderbar machen

Noch höher fällt die Bezuschussung bei der Erstellung einer Biotopverbundplanung aus, die ebenso angestoßen wurde. Hier werden 90 Prozent der Kosten gefördert. Es geht dabei darum, die Landschaft ausreichend durchwanderbar für verschiedene Arten zu machen und so einen landesweiten Biotopverbund zu schaffen.

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Der technische und Umweltausschuss des Gemeinderats Hilzingen hat mit der Planung nun das Büro „365° freiraum+umwelt“ aus Überlingen am Bodensee beauftragt. Die Vergabesumme liegt bei 84 000 Euro, das bedeutet für Hilzingen einen Finanzierungsaufwand von lediglich 8 400 Euro. Für das gleiche Büro entschied sich der Gemeinderat Rielasingen-Worblingen. Auf diese Gemeinde kommen nach Abzug der Förderung 2300 Euro an Kosten zu.

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