„Wie wäre es denn, wenn es einen öffentlichen Ort gäbe, an dem Sie sich so wohl fühlen, als wäre es Ihr eigenes Wohnzimmer?“ Mit dieser für viele ihrer knapp 50 Zuhörer wohl verblüffenden Frage leitete die Initiatorin Manuela Wittstock den Starter-Workshop ein, an dessen Ende dann ein „Hilzinger Wohnzimmer“ stehen soll.

Das muss erklärt werden: Ein öffentliches Hilzinger Wohnzimmer, das soll ein allen niederschwellig zugänglicher Raum sein – mit generationenübergreifenden und die Generationen verbindenden Angeboten.

Menschen werden immer einsamer

Die Vereinsamung habe während der Corona-Pandemie zugenommen, der Zusammenhalt in der Gesellschaft sei geringer geworden, begründet Wittstock die Notwendigkeit eines solchen Begegnungsortes – man sagt auch Mehrgenerationenhaus dazu – mit unterstützenden Strukturen.

Die Anfänge für das Hilzinger Wohnzimmer liegen bereits weiter zurück. Die Idee stammt von Wittstock. Die gelernte Erzieherin, die sich auch über Fördermöglichkeiten informiert hatte, kam damit vor Monaten auf den Vorsitzenden des Seniorenrats Manfred Hirner zu.

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Der Seniorenrat Hilzingen hatte zu diesem Zeitpunkt bereits ein weiteres Generationen übergreifendes Projekt mit der Peter-Thumb-Gemeinschaftsschule auf den Weg gebracht und stand auch dem von Wittstock vorgetragenen Projekt sehr aufgeschlossen gegenüber.

Bürgermeister unterstützt die Idee

Unterstützung fanden dann beide schnell bei Bürgermeister Holger Mayer. Dieser stellte die notwendigen Zuschuss-Anträge. Hilzingen wurde durch das Netzwerk Allianz für Beteiligung gefördert, die beiden Vorreiter wurden in diesem Rahmen von Johanna Benz-Spieß gecoacht.

Sie ist die Leiterin eines Mehrgenerationenhauses in Mengen und moderierte auch den Hilzinger Starterworkshop. Nach kurzer Zeit sprudelten bei den ausnahmslos älteren Workshop-Teilnehmern die ersten Ideen für das Hilzinger Wohnzimmer. Sie sollen nun bereits in dieser Woche auf einem zweiten Workshop weiter überdacht werden.