In den kommenden Jahren wird die Gemeinde Hilzingen gut zwei Millionen Euro in die Sicherung und Optimierung der Wasserversorgung investieren. Ein von der Firma RBS Wave GmbH – ein Tochterunternehmen der EnBW Energie Baden-Württemberg – erarbeitetes Strukturgutachten zeigt auf, wo Maßnahmen notwendig sind.

Gemeinderat beschließt im Juni

Der technische und Umweltausschuss der Gemeinde hat sich detailliert mit dem Gutachten befasst. Seine Beschlussempfehlung für den Gemeinderat, der die weitere Vorgehensweise in seiner ersten Juni-Sitzung beschließen wird, ist einstimmig und folgt den Vorschlägen der Verwaltung: Bis 2024 soll der Bau einer Verbindungsleitung von der Wasseraufbereitungsanlage in Binningen nach Schlatt erfolgen und die Beseitigung der Druck- und Löschwasserproblematik im Ortsteil Weiterdingen in Angriff genommen werden. Auch ein neues Leitsystem soll es geben.

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Die Schaffung der Verbindungsförderleitung nach Schlatt, für die Kosten in Höhe von gut einer Million Euro berechnet sind, und der voraussichtlich 700.000 Euro teure Neubau des Leitsystems sind förderfähig. Stefan Mattes, Leiter des Gemeinderechnungsamtes, hofft auf eine Förderung in Höhe von 25 Prozent.

Die Förderanträge müssen bis zur Sommerpause eingereicht werden – das erklärt den Zeitdruck, unter dem jetzt die kommunalpolitischen Gremien stehen. Mit den Bewilligungsbescheiden ist erfahrungsgemäß im März des Folgejahres zu rechnen.

Auswirkungen auf den Wasserpreis

Was die Maßnahme zur Beseitigung der Druckproblematik in Weiterdingen angeht, deren Kosten auf 300.000 Euro geschätzt werden, sieht Mattes wenig Aussicht auf Förderung. Dies sei eher eine Unterhaltungsmaßnahme. Weil hier nicht auf den Bewilligungsbescheid gewartet werden müsse, könnte man noch im laufenden Jahr loslegen. Dass sich die Investitionen auf den Wasserpreis auswirken, steht nach der Einschätzung von Stefan Mattes zu erwarten. „Die Gebühren werden frisch kalkuliert werden müssen“, so der Hilzinger Kämmerer.