Zwei Dutzend handverlesener Gäste neben dem Gemeinderat, ein Umtrunk im Regen vor der Hegau-Halle, eine begrenzte Anzahl von Rednern und eine begrenzte Redezeit – so kurz, dass sie nicht mal für eine Corona-Infektion ausreiche, scherzte Engens Bürgermeister Johannes Moser.

Nachfolger will Angefangenes fortführen

Metzler schied nach acht Jahren als Gemeindechef Hilzingens aus dem Amt. Viele Projekte wurden angestoßen, bescheinigte ihm Holger Mayer bei seiner kleinen Würdigung. Mayer kann das beurteilen, er ist Metzlers Nachfolger im Rathaus und hat den Einblick. Er versprach gegenüber den Anwesenden, diese Vorhaben mit Tatendrang weiterzuführen: Das Breitbandprojekt, die Ortskernsanierung, den Kunstrasenplatz, die Kindergärten-Neubauten.

„Der kommunale nachbarschaftliche Schulterschluss war dir wichtig.“ Das sagte Engens Bürgermeister Johannes Moser zu Rupert Metzler. Moser vertrat bei der Feier als Vorsitzender des Kreisverbands Konstanz den Gemeindetag Baden-Württemberg.
„Der kommunale nachbarschaftliche Schulterschluss war dir wichtig.“ Das sagte Engens Bürgermeister Johannes Moser zu Rupert Metzler. Moser vertrat bei der Feier als Vorsitzender des Kreisverbands Konstanz den Gemeindetag Baden-Württemberg. | Bild: privat

Lob vom Rathaus-Team

In allen Reden dieses Abends stand, neben den guten Wünschen für die Zukunft, Metzlers positive, offene und auf die Menschen zugehende Art im Mittelpunkt, seine Kollegialität . „Ihre Mannschaft hat gerne mit Ihnen zusammengearbeitet“, wusste Holger Mayer nach einer Umfrage unter dem Rathaus-Team zu berichten: „Im Namen aller darf ich Ihnen Danke sagen, Danke für den Dienst, den Sie für Hilzingen geleistet haben.“

Vereine danken für Unterstützung

Sebastian van Wambeke aus dem Vorstand des FC Hilzingen sprach für die Vereine. Er dankte dem Ex- Bürgermeister für sein immer offenes Ohr für die Anliegen der Vereine und die nicht nur finanzielle Unterstützung: „Sie haben mit den Vereinen ein neues Konzept für die Jugendarbeit erstellt.“ Engens Bürgermeister Johannes Moser vertrat als Vorsitzender des Kreisverbands Konstanz den Gemeindetag Baden-Württemberg. Er sprach Metzlers Mitarbeit in den verschiedenen Gremien und Gruppen im Kreisverband an. „Der kommunale nachbarschaftliche Schulterschluss war dir wichtig“, sagte Moser.

„Ihre Mannschaft hat gerne mit Ihnen zusammengearbeitet“. Das sagte Hilzingens Bürgermeister Holger Mayer zu seinem Vorgänger. Das Foto stammt von Mayers Vereidigung.
„Ihre Mannschaft hat gerne mit Ihnen zusammengearbeitet“. Das sagte Hilzingens Bürgermeister Holger Mayer zu seinem Vorgänger. Das Foto stammt von Mayers Vereidigung. | Bild: Ingeborg Meier

Federführend bei Tierheim-Vertrag

Als gutes Beispiel diente dem Engener Bürgermeister der Breitbandausbau Hilzingens mit Tengen, die gemeinsame Vorgehensweise Hilzingens mit Singen, Gottmadingen und Rielasingen-Worblingen gegen das Kiesabbaugebiet Dellenhau und der neue Vertrag mit dem Tierheim Singen, an dessen Zustandekommen Metzler federführend beteiligt gewesen sei.

Differenzen mit dem Gemeinderat

Es sei in den Gemeinderatssitzungen viel debattiert und oft gerungen worden, spielte der stellvertretende Bürgermeister Sigmar Schnutenhaus, auch Gemeinderat für die FDP, auf die Differenzen des früheren Gemeindechefs mit dem Rat an, die schlussendlich zu einem Verzicht Metzlers auf eine zweite Kandidatur geführt haben. Aber es sei auch vieles beschlossen und umgesetzt oder zumindest mit der Umsetzung begonnen worden. Er hob insbesondere die Sicherung des Schulstandorts hervor, auf die sich auch Rupert Metzler in seiner kleinen Schlussansprache sehr stolz zeigte. Ebenso auf das von ihm initiierte Hilzinger Steinbeis-Beratungszentrum für Gründer: „Es ist das drittgrößte in Baden-Württemberg.“ Metzlers Dank galt insbesondere seinen ehemaligen Mitarbeitern: „Ich vermisse Euch ganz arg.“

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Eindeutiges Votum im Februar für Nachfolger

Sein Nachfolger Holger Mayer ist im Februar mit 72,7 Prozent der Stimmen zu seinem Nachfolger gewählt worden. Beinahe jeder zweite Hilzinger hatte sich nicht an der Bürgermeisterwahl beteiligt. 3770 Stimmzettel wurden abgegeben, das entsprach 53,1 Prozent.