Wieder einmal zeigte sich, oder besser gesagt, konnte man hören, über welch phänomenale Akustik die barocke St. Peter und Paul Kirche verfügt, die es mit jedem Konzertsaal aufnehmen kann, wenn klassische Musik erklingt. Dieses Mal waren es fünf Absolventen der Musikhochschule Karlsruhe, die mit ihren Blasinstrumenten dieses Potential ausschöpften und den zahlreich erschienen Zuhörern ein begeisterndes Konzert boten.

Grandioses Niveau

Bemerkenswert war das grandiose Niveau des Quintetts deshalb, weil sich die jungen Musiker erst vor wenigen Monaten zusammengefunden haben. Dieses festliche Bläserkonzert zu Ostern, einer Zeitreise durch die letzten vier Jahrhunderte der Musikgeschichte, begann das Blechbläserensemble im barocken Venedig mit Stücken von Giovanni Gabrieli und Tomaso Albinoni. Nach diesen getragenen Melodiebögen ging die musikalische Zeitreise mit der Fuge in C Minor von Johann Sebastian Bach in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts nach Leipzig. Das Quintett ließ die Klänge ihrer Trompeten, der Posaune, des Horns und der Tuba im Raum schweben und bescherte dem Publikum einen großen Hörgenuss.

Auswahl der Stücke passt

Mit dem „Quintett No.1“ machte das Bläserquintett in St. Petersburg Station, das Victor Ewald im frühen 20. Jahrhundert komponiert hatte. Simon Maurer, der Zugposaune und Tuba spielt, und die Stücke anmoderierte, sprach von einem auf das Ensemble perfekt zugeschnittenen Werk, weil es für fünf Stimmen verfasst wurde. Mit „Maria“ aus der West-Side-Story von Leonard Bernstein, deren Melodie jeder kennt, ging es musikalisch über den großen Teich. Mit Stücken von Jan Koetsier und Caleb Hudson endete die Zeitreise mit modernen, zeitgenössischen Stücken.

Erst nach einer Zugabe und unter großem Applaus der Zuhörer wurden die jungen Musiker verabschiedet. Simon Maurer bedankte sich zum Schluss beim Förderverein der St. Peter und Paul Kirche und insbesondere bei Vorstand Dietmar Stephan, der den Kontakt hergestellt und das Konzert organisiert hatte.