Die großen Sonnenschirme, Blickfang beim Scheunenfest in Schlatt a.R., hatten in diesem Jahr zwei Aufgaben. An einem Tag spendeten sie bei hochsommerlichen Temperaturen den vielen Besuchern Schatten – an einem anderen saßen diese beim großen Bierabend bei kräftigen Regenschauern im Trockenen. So abwechslungsreich wie das Programm war in diesem Jahr auch das Wetter. Aber die Besucher strömten dennoch an allen drei Tagen zur Scheune in der Bahnholzstraße und die Stimmung war ausgezeichnet.

Getreu ihrem Motto „Wir wollen Party, wir bringen Power, wir machen Blasmusik“ begeisterte die Gruppe Blaska die Besucher, die dicht gedrängt vor der Bühne standen. „Die sind Spitze“ meinte Michaela Maier aus Wiechs a.R. Zuvor hatten die einheimischen Baholzmusikanten die Besucher schon in Stimmung gebracht.

Wie die vielen Fahrräder bewiesen, war das Scheunenfest auch Ziel von etlichen Radfahrern. Auch Ingrid und Hans Martin radelten von Rielasingen-Worblingen nach Schlatt und besuchten zum ersten Mal das Scheunenfest. Sie waren beeindruckt von der tollen Atmosphäre und meinten: „man hat das Gefühl, der ganze Ort ist beteiligt, auch die Kinder sind eingebunden, und das Kuchenangebot ist echt super.“

Erstklassige Organisation

Wenn die Sonne schien, waren die Sitzplätze im Freien voll belegt, und mancher Besucher musste in der Scheune Platz nehmen. Die Helfer des Musikvereins waren enorm gefordert, um die Wünsche der Besucher zu deren Zufriedenheit zu erfüllen. Gerade die Freundlichkeit der Bedienungen wurde von Olga und Walter Eger aus Volkertshausen, Stammgäste des Scheunenfestes, hervorgehoben. „Mir gefällt der räumliche Aufbau des Festes, alles ist mit Liebe hergerichtet, die Organisation ist erstklassig, und beim Programm ist für jeden was dabei“, begründete Walter Eger seinen jährlichen Besuch des Scheunenfestes.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten auchdie Stadtkapelle Tengen, der FZ Castellaner aus Riedheim und der Musikverein Anselfingen. Dazwischen zeigten die Kinder der Musikalischen Früherziehung des Musikvereins Schlatt a.R. unter Leitung von Natascha Jäckle und Andrea Stauder ihr Können und die Tanzgruppe „Dynamite“ aus Überlingen beeindruckte mit ihren akrobatischen und mit Power vorgetragenen Tänzen. Auch Oktatett, acht Musiker aus Radolfzell, bewiesen, dass sie exzellente Instrumentalisten sind und auch in kleinster Besetzung sowohl moderne Titel als auch Polka und Märsche hervorragend interpretieren können.

Stettener Trachtenkapelle setzt den Schlusspunkt

Die Wetterprognosen für das Festfinale waren nicht gut, doch bis zum Abend war es trocken. Die Besucher auf dem immer voller werdenden Gelände, von den Schlatter Musikern, den Talheimer Straßenmusikanten und dem MV Thayngen unterhalten, ließen sich von den später niedergehenden Regenschauern nicht vertreiben. So gelang es Michael Mayer mit seiner Stettener Trachtenkapelle, die Stimmung noch zu steigern und den Schlusspunkt für ein erfolgreiches Fest zu setzen