Eine Probe-Abstimmung zeigte es deutlich: Die veranschlagten Kosten von mindestens knapp 3,4 Millionen Euro für den geplanten Neubau des katholischen Kindergartens Weiterdingen bereiten einer Reihe von Gemeinderäten Bauchgrimmen.

Bürgermeister Rupert Metzler soll nun bei den Entscheidungsträgern sondieren, ob eine zweite Planung angefertigt werden könnte. Die Hoffnung: Vielleicht käme man auch mit geringeren Investitionen ans Ziel.

Die meisten Räte waren bisher davon ausgegangen, dass der alte Vertrag mit dem katholischen Träger wohl auch Bestand für den Neubau haben werde. Als dieser abgeschlossen wurde, ging man auch bei Investitionskosten von einem Zuschuss der politischen Gemeinde von siebzig Prozent aus.

Seit dieser Woche ist der Gemeinderat darüber im Bilde, dass neunzig Prozent erwartet werden. Zehn Prozent, so der Bescheid im Februar, würde das erzbischöfliche Ordinariat Freiburg beisteuern. Die katholische Kirchengemeinde bringt das Grundstück ein.

Flexibles Gebäude vorgesehen

Bei berechneten Kosten von mindestens 3,372 Millionen Euro – der Kalkulation liegt noch der Kubikmeterpreis von 750 Euro zugrunde, während laut Planer Martin Frei, Frei-Architekten Radolfzell, die aktuellen Preise bereits auf 801 Euro geklettert sind – bedeutet das für die Gemeinde Hilzingen 700 000 Euro mehr, als bisher im Gespräch standen.

Geplant ist am bisherigen Standort ein flexibles Gebäude für einen vorerst zweigruppigen Kindergarten. Man wäre mit diesem Bau auch für eventuelle Veränderungen und künftige Entwicklungen in der Kinderbetreuung gewappnet, so Ursula Blank von der Kindergarten-Geschäftsführung der Verrechnungsstelle für katholische Kirchengemeinden Singen.

Dazu sind Multifunktionsräume als eine Art von Gemeindezentrum und Treffpunkt geplant. Sie sollen unter anderem Ersatz für die Pfarrscheune sein, die dem Neubau weichen müsste. Vor allem die Notwendigkeit der Multifunktionsräume wurde aus den Ratsreihen immer wieder deutlich hinterfragt.