Es geht voran. Seit Montag wird die Bundestraße B314 vom Kreisverkehr beim Hilzinger Ortsteil Twielfeld bis zum Kreisel am Hilzinger Friedhof abschnittsweise saniert und ist deshalb für den gesamten öffentlichen Verkehr gesperrt. Erhebliche Belagsschäden, insbesondere in den beiden Kreisverkehren, machen diese Baumaßnahme laut Neubauleitung Singen des Regierungspräsidiums Freiburg nötig. Die oberen drei bituminösen Schichten werden abgefräst und neu gebaut. Andernfalls seien Beschädigungen des Unterbaus zu erwarten.

Die Umleitungen und die mit ihnen verbundenen Belastungen haben zu einer Flut von Beschwerden geführt. Der Verkehr aus Singen in Richtung Tengen und Waldshut und umgekehrt wird großräumig über die B 34 nach Gottmadingen bis zum Freibad und dann über die Kreisstraße K6144 auf die B314 bei Riedheim umgeleitet. Doch Ortskundige suchen sich kürzere Wege: Autofahrer nutzen völlig verkehrswidrig Radfahrwege und gefährden Schulkinder.

Für besondere Aufregung hat gesorgt, dass der Zulieferer-Schwerkraftverkehr in das Hilzinger und das kleine Twielfelder Gewerbegebiet über den Ortskern anfahren darf. Davon betroffen waren insbesondere die Anwohner der Hohentwielstraße. Zudem irrten im Transitverkehr in den Anfangstagen der Baumaßnahme etliche Laster in Hilzingen umher und blieben dann irgendwo stecken. Häufig wurden sie von osteuropäische Fahrern ohne Deutschkenntnisse gelenkt, die blind ihrem Navi folgten.

Ungeduldige Verkehrsteilnehmer

Seit Freitag hat sich die Situation ein Stück weit entspannt. Anwohner in Twielfeld – und mit ihnen die Anlieger in Hilzingens Hohentwielstraße – können aufatmen: Der Kreisverkehr Twielfeld ist nach Abschluss der dortigen Sanierungsarbeiten für den Anlieger- und den Zulieferverkehr freigegeben: Der Ortsteil kann wieder direkt von der B 314 aus angefahren werden.

Und es gibt eine weitere gute Nachricht der Bauverantwortlichen: Am Mittwoch oder Donnerstag soll auch der Kreisverkehr am Hilzinger Friedhof fertiggestellt und dem öffentlichen Verkehr übergeben werden. Dann ist auch die Zufahrt zum Gewerbegebiet Hilzingen wieder von der B314 aus möglich. Damit sollte dann die Belastung der Anwohner in der Dietlishofer Straße und in der Gottmadinger Straße durch Schwerverkehr ebenfalls wegfallen.

Im letzten Abschnitt wird die freie Strecke zwischen den beiden Kreisverkehren erneuert. Der Abschluss der Maßnahme ist auf den 27. Juli terminiert. An diesem Tag werden auch die gesperrten Autobahnzu- und -abfahrten Hilzingen wieder freigegeben. Was den Hilzingern ganz unabhängig von den B314-Sanierungen noch länger bleibt, ist die wegen der Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet Steppbachwiesle gesperrte Gemeindeverbindungsstraße Hilzingen-Riedheim. Diese Baustelle werde, wie die Verantwortlichen mitteilen, erst zur Kirchweih aufgehoben.

Dicht an dicht rollt derzeit die Blechlawine durch Gottmadingen.
Dicht an dicht rollt derzeit die Blechlawine durch Gottmadingen. | Bild: Bittlingmaier, Albert

Belastung auch für Gottmadinger

Für die Dauer der Sanierung war es erforderlich, diesen Abschnitt der B314 zeitweise voll zu sperren, wie Pressesprecher Markus Adler vom Regierungspräsidium mitteilt. Die Arbeiten werden abschnittsweise durchgeführt. Nach dem Kreisel Twielfeld soll nun der Kreisel Hilzingen saniert und dann wieder befahrbar gemacht werden. Danach kommt die freie Strecke zwischen beiden Kreiseln an die Reihe. "Bei gutem Baufortschritt ist es möglich, dass bei den Arbeiten auch schon etwas früher Schluss ist", so Adler in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg.

Darauf hoffen auch viele Betroffene in der Hilzinger Nachbargemeinde Gottmadingen. Die Umleitung des öffentlichen Verkehrs erfolgt über die B34 durch Gottmadingen, was zu erheblichen Belastungen in der kurvenreichen Ortsdurchfahrt führt, zumal derzeit auch die wichtige Verkehrsverbindung Richtung Hilzingen wegen Sanierungsarbeiten an der Eisenbahnüberführung auf der Hilzinger Straße gesperrt ist. Dicht an dicht rollt derzeit die Blechlawine auf der Umleitungsstrecke durch den Ortskern von Gottmadingen.