800 Menschen in zehn Jahren, das zeugt von großem Interesse an der Senioren-Computeria in Hilzingen. Auf dem Flyer des Angebots wird der Computer als „eine Bereicherung, ein Hilfsmittel, eine Kommunikationsmöglichkeit!“ bezeichnet. Doch dafür muss man mit der Technik umgehen können. Um gerade älteren Menschen den Umgang zu erklären und zu erleichtern, haben Emil Grass, Diether Nellen und Robert Helfrich als Angebot des Seniorenrates vor nicht ganz zehn Jahren die Senioren-Computeria eingerichtet. 

Themen haben sich nach 250 Beratungsstunden gewandelt

Über 800 Interessierten, größtenteils aus Hilzingen aber auch beispielsweise aus Tuttlingen, Emmingen-Liptingen, Gailingen, Gottmadingen standen die Experten seitdem in ungefähr jährlich 250 Beratungsstunden mit Rat zur Seite. „Die Fragen und Probleme haben sich allerdings gewandelt“, erzählt Robert Helfrich. „Anfangs ging es ums Internet, generell um den Einstieg in die Medienwelt, heute steht der Umgang mit Smartphones, Tablet, das Arbeiten am PC, die Anschaffung und auch Reparatur von Hardware im Vordergrund.“ Das Team versuche in ruhiger Atmosphäre auf jeden Einzelnen einzugehen und die nötige Hilfestellung zu geben. „Falls erforderlich werden die Probleme auch bei den Senioren zu Hause gelöst.“

Teilnehmer wollen nicht immer zuhause die Jungen fragen

Esther Dietrich, Erhard Stecker, Benno Petrick und Michael Doppleb verstärken mittlerweile das Team. Emil Grass ist nicht mehr dabei. Außerdem werden Kurse angeboten wie zuletzt von Michael Doppleb, der als Lehrer Netzwerkbetreuer seiner Schule war. Er versuchte, sieben Kursteilnehmern die Textverarbeitung näher zu bringen. Mit dabei Wolfgang Heil aus Hilzingen. „Man kann nie genug lernen“, sagt Heil, und Hildegard Raible aus Hofwiesen ergänzt: „Ich will nicht immer zuhause die Jungen fragen.“

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Ermöglicht wird die Arbeit durch Spenden und einen Unkostenbeitrag

Den Raum stellte die Gemeinde zur Verfügung. Die Möbel organisierte Robert Helfrich, damals noch beim Hauptzollamt für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, aus der Auflösung von Zollämtern. Die PCs und Laptops wurden zum größten Teil gespendet. Ganz umsonst ist die Hilfe allerdings nicht. Für die Nebenkosten werden bei Beratung und Kursen pro Person und Stunde fünf Euro erhoben.

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