Am letzten Wochenende hat in der Fußball-Kreisliga C die Punkterunde begonnen. Mit dabei ist auch eine Mannschaft des SV Schlatt am Randen. Dass dem so ist, hat viel Arbeit und Mühen gekostet. Seit der Saison 2014/2015 konnte der SV Schlatt in einer Spielgemeinschaft mit dem SV Büßlingen zwei Mannschaften für die Kreisliga B und C melden. Nach vier Jahren wurde diese Spielgemeinschaft nun nicht mehr verlängert. „Wie geht es mit dem Fußball weiter?“ fragten sich die Verantwortlichen des SV Schlatt am Randen. „Schaffen wir es, die erforderliche Anzahl von Spielern und einen Trainer zu finden?“

Der Verein wurde als Fußballverein 1961 gegründet. Er hat zur Zeit 290 Mitglieder mit zwei Kindergruppen, einer Senioren- und Frauen-Gymnastikgruppe, einer Männersportgruppe und einer Step-Aerobic-Gruppe. Des Weiteren gibt es seit 1988 die Unterabteilung Tennis. Während in den Anfängen nur Tennis in der Alpenblickhalle angeboten werden konnte, wird seit 2001 im Sommer auf einem vereinseigenen Platz Tennis gespielt. „Und nun kein Fußball mehr, das war undenkbar“, stellte der Vorsitzende Markus Schuck fest. Undenkbar auch deshalb, weil im vergangenen Jahr mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde in enormer Eigenleistung die Tribüne umfassend saniert wurde. Das Orga-Team mit Ralf Seiterle, Florian Sauter, Daniel Jäckle, Marc Hertenstein, Markus Kräher, Corin Geiger, Mihael Tivadar, Nils Ketterer und Thomas Aichem rührten deshalb die Werbetrommel, um den Spielerstamm von 18 Spielern, sie waren zuletzt bei der Spielgemeinschaft gemeldet, auf jetzt 26 zu erhöhen. Allerdings sind nur fünf Spieler in Schlatt wohnhaft, die anderen kommen aus Gemeinden im Hegau und der benachbarten Schweiz. Diese Zahl reichte aus, um für die Saison 2018/2019 eine Mannschaft für die Kreisliga C zu melden.

Aber neben der erforderlichen Zahl von Spielern wurde auch ein Trainer benötigt. Und hier hatte man großes Glück. Bernd Grambau, in Schlatt geboren und aufgewachsen, entschied sich, mit seiner Familie wieder nach Schlatt zu ziehen, und zwar in sein Elternhaus, welches direkt neben dem Sportplatz liegt. Er war in jungen Jahren beim SV Schlatt aktiv und trainierte die Schlatter Fußballer bereits zweimal. Dort, wo seine fußballerischen Wurzeln sind, wollte er das Seine dazu beitragen, dass es mit Fußball weitergeht und übernahm das Traineramt. Auch die Aufgabe, Sponsoren zu finden und die fehlende Ausrüstung zu ersetzen, wurde vom Orga-Team zur Zufriedenheit aller gelöst. Da der SV Büßlingen als federführende Mannschaft in der Spielgemeinschaft beschlossen hatte, auf die Relegation für den Verbleib in der Kreisliga B zu verzichten, startet nun auch der SV Büßlingen in der Kreisliga C. So wird es künftig wieder die spannenden Nachbarschafts-Derbys Schlatt gegen Büßlingen geben. „Darauf freuen wir uns“, meint Betreuer Corin Geiger, der dem Trainer zur Seite steht. In der ersten Partie erreichte man in einem guten Spiel gegen die Mannschaft von Hattingen II ein 2:2 Unentschieden.