Mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus hat Hilzingen einen weiteren, in Feuerwehrrot strahlenden, Blickfang. Mit diesem Feuerwehrhaus ist es gelungen, den Fortschritt in der Gemeinde in Form eines architektonischen Schmuckstückes darzustellen und die Wertschätzung gegenüber der Freiwilligen Feuerwehr Hilzingen auszudrücken, welche sich wiederum von den ersten Planungsschritten bis zur Fertigstellung des Gebäudes mit viel Einsatz beteiligt hatte.

Das neue Gebäude besteht aus zwei keilförmigen Baukörpern, die sich einerseits harmonisch in die malerische Hegaulandschaft einfügen und im Einklang zum Kernort stehen, die andererseits aber auch durch die gleiche Formgebung eine gemeinsame Nutzung von der Feuerwehr, dem DRK und dem DLRG verdeutlichen. Der markante, fast 15 Meter hohe und in Grau gehaltene Schlauch- und Übungsturm ist ein weithin sichtbarer Orientierungspunkt, der in direkter Nähe des Kreisverkehrs an der Bundesstraße B 314 den Ortseingang von Hilzingen betonen soll. Die ansteigende Dachkante der in Rot verkleideten Fahrzeughalle soll die Schnelligkeit der Feuerwehr symbolisieren.

Vom offiziellen Spatenstich im April 2016 bis zur Fertigstellung des Gebäudes im Juli 2018 waren über zwei Jahre vergangen. „Mit viel Herzblut und Engagement haben alle Mitwirkende ein einzigartiges Gebäude geschaffen, das in jedem Detail das Können und die Leistungsfähigkeit der Beteiligten zeigt“, lobt Architekt Andreas Wieser die Zusammenarbeit mit den fast alle in der Region ansässigen Firmen, die am Bau beteiligt gewesen waren. Dabei seien die Herausforderungen und Qualitätsansprüche an die Unternehmen und Fachingenieure zur Umsetzung der Architektur enorm hoch gewesen. Letztendlich sei die Realisation des Gebäudes aber auch der Entscheidungsfreudigkeit des Gemeinderates zu verdanken, erläutert Wieser.

Im März dieses Jahres wurde der Umzug aus dem alten Feuerwehrhaus an den neuen Standort in der Dietlishofer Straße 15 vollendet. Das bisherige Feuerwehrhaus in der Hauptstraße war zu klein geworden und hatte nicht mehr den geforderten Richtlinien entsprochen. Das modern und technisch perfekt ausgestattete neue Feuerwehrhaus ist nun für 110 Feuerwehrleute ausgelegt und entspricht den Anforderungen, die für eine gute Feuerwehrarbeit nötig sind. Die Gesamtkosten des eindrucksvollen Hauses schlugen dabei mit rund 4,4 Millionen Euro zu Buche. Im neuen Domizil der Freiwilligen Feuerwehr sind nun auch der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes und die Ortsgruppe des DLRG untergebracht.

Bereits bei der Planung wurden die Arbeitsabläufe optimal durchdacht und beim Bau umgesetzt. Vom Parken bis zum Ausrücken wurde ein „durchgehender Weg“ angeordnet, damit keinerlei Behinderungen entstehen. So ist im Falle eines Einsatzes ein unproblematisches und schnelles Ausrücken gewährleistet. Das Gebäude bietet neben der Fahrzeughalle auch Lagerräume, Werkstattbereiche und eine Waschhalle. Im Obergeschoss befinden sich lichtdurchflutete Schulungs- und Aufenthaltsräume, die durch eine offene Treppe mit dem „durchgehenden Weg“ verbunden sind. Beeindruckend sind die Ausblicke aus den Schulungsräumen auf die barocke St. Peter und Paul Kirche und auf den Hohentwiel.