Der Musikverein (MV) Schlatt am Randen lädt vom 17. bis 19. August zu seinem 36. Scheunenfest in der Bahnholzstraße ein. Wenn die Schlatter „Baholzmusikanten“ am Samstag um 19 Uhr das Fest mit Blasmusik eröffnen, werden einige Vorstandsmitglieder kräftig durchatmen. Sie hoffen dann, dass bei der Vorbereitung des Festes an alles gedacht wurde und alles so läuft wie geplant.

Nach 35 erfolgreichen Scheunenfesten müsste das Event für den Schlatter Musikverein Routine sein. Das trifft sicherlich bei einigem zu, aber ständig ist der Verein bemüht, Neuerungen und damit Verbesserungen umzusetzen. Beim obligatorischen Vesper nach dem Abbau beurteilen die Aktiven dann, „ob‘s was war, die neue Idee“.

Arbeitsplan ist Herausforderung

Der Wirtschaftsbetrieb ist in sieben Bereiche eingeteilt und für jeden Bereich gibt es einen Verantwortlichen. Eine große Herausforderung ist jedes Jahr die Erstellung des Arbeitsplanes. Diese Aufgabe hat die Aktive Natascha Jäckle, zugleich auch in der Vorstandschaft des Fördervereins und in der musikalischen Früherziehung tätig, im Jahre 2014 übernommen.

„Wir benötigen für den Festbetrieb 220 Helfer. Durch ihren in der Regel dreimaligen Einsatz decken die 35 Aktiven 105 Helfer ab.“ erklärt sie. Die weiteren Helfer rekrutieren sich aus Partnern der Aktiven, aus der Narrengruppe Schlatter Chriesi, aus Freunden und Gönnern des Vereins und aus Eltern von Kindern der musikalischen Früherziehung. Wenn möglich werden die Helfer immer am gleichen Platz eingesetzt. Davon profitiert auch Kerstin Will-Aymann, die die Küche unter sich hat. „Somit brauche ich nicht jedes Jahr neue Helfer einzuweisen, was natürlich die Arbeit erleichtert,“ ergänzt sie.

Rücksicht bei der Urlaubsplanung

Das Scheunenfest findet mitten in der Ferienzeit statt, aber die Abwesenheit von Aktiven wegen Urlaub scheint kein Problem zu sein. „Es ist vereinzelt schon vorgekommen, aber die Musikerinnen nehmen bei ihrer Urlaubsplanung schon Rücksicht aufs Scheunenfest„, erklärt Natascha Jäckles Ehemann Thorsten, seit mehr als 25 Jahren aktiv im Verein und der Verantwortliche am Grill.