Im Jahre 2010 hat sie unter der Regie ihrer Schwester Katja Deuer in Mühlhausen-Ehingen bei „Wakatanka“ mitgewirkt. Damals entstand bei Andrea Stauder der Wunsch, dieses tolle Erlebnis mit anderen zu teilen und ein Kindermusical in ihrem jetzigen Wohnort Schlatt a.R. aufzuführen.

Dieser Wunsch verstärkte sich, als sie die Musicals an der Musikakademie in Staufen immer zum Ende der Familienfreizeiten miterleben durfte. Nun geht er in Erfüllung. Am Sonntag, 4. November, wird „Wakatanka“, das Interaktive Kinder-Mitmach-Musical, in der Alpenblickhalle in Schlatt a.R. aufgeführt.

Jeden Samstag wurde in den vergangenen Wochen in der Alpenblickhalle für Wakatanka geprobt – auch wenn die Bühne noch nicht zur Verfügung stand. Bild: Elisabeth Stauder
Jeden Samstag wurde in den vergangenen Wochen in der Alpenblickhalle für Wakatanka geprobt – auch wenn die Bühne noch nicht zur Verfügung stand. | Bild: Stauder, Elisabeth

Zusammen mit Natascha Jäckle leitet Andrea Stauder die Musikalische Früherziehung beim Musikverein Schlatt a.R. und diese beiden Frauen sind das Projekt „Wakatanka“ nun angegangen. Bereits im Herbst letzten Jahres zu Schuljahresbeginn hat man in der Eduard-Presser-Grundschule in Riedheim auf das geplante Musical hingewiesen und um mitwirkende Kinder geworben.

Seit Ende Juni opfern nun circa 45 Kinder und Erwachsene nicht nur aus Schlatt, sondern auch aus Riedheim, Binningen und Hilzingen den Samstagvormittag für die Proben. Da der Musikverein den Orchesterpart übernommen hat, steht auf dem Probenplan von Dirigent Erwin Gebhart ebenfalls „Wakatanka“.

Aufwendiges Bühnenbild

Um was geht es bei „Wakatanka“? Aufgrund einer Hungersnot beschließen die Kinder des Indianerstammes der Wakatankas auf große Jagd zu gehen und die von den Weißen vertriebenen Büffel zu suchen. Angeführt vom kleinen Indianerjungen Kleiner Bär, werden die Büffel nach vielen Abenteuern gefunden und schließlich endet die Geschichte mit einem großen Fest.

Mit den Proben, bei denen die Handlung mit Text und Gesang einstudiert wird, ist es aber nicht getan. Es werden Kostüme und vor allem Requisiten benötigt. „Indianer- oder Cowboykostüme haben viele in ihren Fasnachtskisten, das hat uns die Arbeit ein wenig erleichtert“, meint Natascha Jäckle, „aber die Bühne und die Halle müssen zum Musical passend hergerichtet werden“.

Aus vielen Kartons entstanden zum Beispiel Saloon, Kakteen, Büffel, Wölfe – und für die Wigwams wurde genäht. Der ausdrucksstarke Marterpfahl wird der Mittelpunkt auf der Bühne sein. In das Projekt zum Singen, Spielen, Basteln sind somit viele eingebunden.

Natascha Jäckle hat zusammen mit Andrea Stauder die musikalische Leitung. Was bei diesem Projekt hinzukommt: "Die Bühne und die Halle müssen zum Musical passend hergerichtet werden."
Natascha Jäckle hat zusammen mit Andrea Stauder die musikalische Leitung. Was bei diesem Projekt hinzukommt: "Die Bühne und die Halle müssen zum Musical passend hergerichtet werden." | Bild: Stauder, Elisabeth

„Jeder konnte mitmachen und sich auf irgendeine Art einbringen, der älteste Mitwirkende ist über 65 Jahre und der jüngste 5“, sagt Andrea Stauder. Sie begeistert das gemeinsame Arbeiten: "Außerdem öffnet man mit einem solchen Projekt den Kindern den Weg zur Welt der Musik.“

Erlös für einen guten Zweck

Beim Musical selbst dürfen die kleinen Zuschauer die Kinder der Wakatankas auf ihrer Jagd begleiten. Die Kinder haben vor dem Musical die Möglichkeit, ihren Indianerkopfschmuck zu basteln und geschminkt zu werden. Eintritt für das Musical wird nicht erhoben. Allerdings wird um Spenden gebeten: für die "Radio 7-Drachenkinder", kranke, behinderte und traumatisierte Kinder, für die sich der Radiosender engagiert.