Erleichtert waren die Musiker des Musikvereins Schlatt am Randen und strahlten, als in der Alpenblickhalle beim Gesamtchor unter Leitung von Erwin Gebhart die letzten Töne von „Narcotic“ verklungen waren. Denn das 64. Bezirksmusikfest für den Blasmusikbezirk Randen mit neuem Konzept kann nach Meinung der Mehrzahl der Musiker als gelungen bezeichnet werden.

Der Dank von Alfons Zipperer, Vorsitzender des MV Schlatt a.R., galt dann auch den Musikern aus den Bezirksvereinen, die sich an diesem Sonntag trotz hochsommerlicher Temperaturen über sieben Stunden für das gemeinsame Hobby „Blasmusik“ engagiert haben.

Wie die Musiker probten

Pünktlich um 10 Uhr begannen in der Alpenblickhalle, im Bürgerhaus, auf einem nicht mehr genutzten Heustock und in einer Maschinenhalle die Proben der vier Kapellen. Aufgrund des schönen Wetters waren Türen und Fenster in den Proberäumlichkeiten offen und die verschiedenen Klangkörper mit je 60 Musikern in großem Umkreis zu hören. Für Regina Will, Anwohnerin in der Zollstraße, war Schlatt an diesem Sonntagmorgen ein Dorf voller Musik. Gerade die Probe auf dem Heustock fand Thomas Schöndienst vom MV Riedöschingen sehr gut: „Die Akkustik war hervorragend, das hätte ich nie gedacht“.

Worin die Herausforderung bestand

Einig waren sich alle, dass dieses Konzept eine Herausforderung für die Dirigenten und die Musiker darstellte. Auch wenn die Musikliteratur nicht allzu schwer war, so sollten doch in zwei Stunden vier Musikstücke einstudiert werden. Dabei mussten die Dirigenten sehr schnell den vor ihnen sitzenden Klangkörper kennenlernen und die Musiker sich auf den Dirigenten einstellen. „Dennoch“, sagte Bernhard Wesle, Bezirksvorsitzender des Bezirks Randen, „unsere Probe war locker“.

Die Dirigenten hatten wesentlich Anteil am Gelingen des Bezirksmusikfestes. (von links) Gottfried Hummel (Tengen), Anreas Fluck (Leipferdingen), Simone Meßmer (Watterdingen-Weil), Antonia Meßmer (Büßlingen), Richard Sauter (Kommingen), Manfred Müller (Wiechs a.R.) Erwin Gebhart (Schlatt a.R.), Roland Schey (Riedöschingen), Karl Schwegler (Bezirksjugendkapelle) mit Alfons Zipperer (MV Schlatt a.R.)
Die Dirigenten hatten wesentlich Anteil am Gelingen des Bezirksmusikfestes. (von links) Gottfried Hummel (Tengen), Anreas Fluck (Leipferdingen), Simone Meßmer (Watterdingen-Weil), Antonia Meßmer (Büßlingen), Richard Sauter (Kommingen), Manfred Müller (Wiechs a.R.) Erwin Gebhart (Schlatt a.R.), Roland Schey (Riedöschingen), Karl Schwegler (Bezirksjugendkapelle) mit Alfons Zipperer (MV Schlatt a.R.) | Bild: Elisabeth Stauder

Wie das Ergebnis wirkte

Das Ergebnis der Probearbeit präsentierten die Kapellen Alpenblick, Worberg, Hohenstoffeln und Wannenberg nachmittags in der Alpenblickhalle. Die Musiker im Publikum hörten genau hin, wie und was ihre Kollegen auf der Bühne spielten. Bei vielen Musikstücken wurde mitgeklatscht.

Die vielen sonstigen Gäste bekamen durch Nadja Zehringer, die den Nachmittag moderierte, einige Informationen zum neuen Konzept. Wie sehr er davon angetan ist, ließ der Dirigent der Stadtkapelle Tengen, Gottfried Hummel, verlauten: „Ich danke dem MV Schlatt für den Mut und die logistische Meisterleistung im Vorfeld“. Den Worten seines Dirigenten schloss sich Ralf Stihl, ebenfalls Stadtkapelle Tengen, an. "Ich fand den Ablauf gut“. Trotz der vielen positiven Äußerungen wird es noch mehrerer Gespräche bedürfen, um für die Zukunft einen von allen akzeptierten Ablauf des Musikfests zu finden.

Bildergalerie im Internet: www.suedkurier.de/bilder

Ehrungen

Einen breiten Raum nahmen die Ehrungen ein. So konnte der Präsident des Blasmusikverbands Hegau-Bodensee, Johannes Steppbacher, 27 Musiker für ihren Einsatz zum Wohle der Blasmusik ehren. Die Ehrungen umrahmte die Bezirksjugendkapelle, die seit 40 Jahren ein Aushängeschild des Bezirks Randen ist, unter Leitung von Karl Schwegler. Bezirksjugendleiterin ist Selinah Zeh.